Integrität im Eishockeysport

Integrität im Eishockeysport

"Integrität", ein wichtiges Schlagwort, das in die Sportwelt Einzug gehalten hat. Aber was bedeutet Integrität eigentlich, und wie können wir sicherstellen, dass Eishockey die höchsten Integritätsstandards erfüllt?

Integrität steht innerhalb der IIHF für 4 Hauptpfeiler: Anti-Doping, Manipulation von Wettkämpfen, Missbrauch und Belästigung sowie Ethik!

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MNA Integrity Officer - Aufgabenbeschreibung

Überblick: Der MNA-Integrity Officer ist die Kontaktperson des MNA für die IIHF in Bezug auf die 4 IIHF-Integritätssäulen: Anti-Doping, Wettkampfmanipulation, Missbrauch und Belästigung sowie Ethik. Diese Person ist auch Verbindungsglied zu allen relevanten nationalen Gremien/Regierungsorganisationen, die sich mit Fragen der Integrität befassen. Zudem fungiert der Integrity Officer des ÖEHV auch als Anlaufstelle für den ÖEHV intern, die Landesverbände, Vereine, Spieler:innen und Eltern.

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Die 4 Säulen der Integrität im Sport

Anti-Doping

Die Verwendung von Dopingmitteln oder Dopingmethoden zur Leistungssteigerung ist grundlegend falsch und schadet dem Geist des Sports insgesamt. Der Missbrauch von Dopingmitteln kann der Gesundheit eines Sportlers und anderen Sportlern schaden, die an Wettkämpfen teilnehmen. Er fügt der Integrität, dem Image und dem Wert des Sports schweren Schaden zu, unabhängig davon, ob die Motivation für den Drogenkonsum in der Leistungssteigerung liegt oder nicht. Um Integrität und Fairness im Sport zu erreichen, ist ein Engagement für einen sauberen Sport unerlässlich.

Der Internationale Eishockeyverband ("IIHF") ist Unterzeichner des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur ("WADA"). Die WADA ist die führende Organisation im Kampf für ein dopingfreies Sportumfeld.

Doping ist nicht hOcKey, und die IIHF kämpft mit anderen Akteuren für einen sauberen Sport.

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Wettkampfmanipulation

Wettkampfmanipulation liegt vor, wenn ein Spieler, Trainer oder Offizieller betrügt, um die Unberechenbarkeit eines Wettkampfs zu beseitigen.

Die IIHF-Regeln verbieten 4 Formen der Wettkampfmanipulation:

  • WETTEN VERBOTEN: Spieler, Offizielle und/oder Spielerbetreuer dürfen nicht auf Eishockeyspiele wetten.
  • KEINE MATCH FIXING: Spieler, Offizielle und/oder Spielerbetreuer dürfen ein Eishockeyspiel nicht durch ein Verhalten manipulieren, das auf eine unzulässige Veränderung des Eishockeyspiels abzielt.
  • KEINE WEITERGABE VON INSIDERINFORMATIONEN: Spieler, Offizielle und/oder Spielerbetreuer dürfen keine Informationen weitergeben (wie z. B. Mannschaftstaktiken oder Verletzungen), die ihnen ausschließlich aufgrund ihres Engagements für ihre Mannschaft oder das Eishockeyspiel bekannt sind.
  • IMMER MELDEN: Spieler, Offizielle und/oder Spielerbetreuer müssen jedes verdächtige Verhalten im Zusammenhang mit Wettbewerbsmanipulationen immer melden.

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Missbrauch und Belästigung

Die IIHF ist der festen Überzeugung, dass jeder, der im und um den Eishockeysport herum aktiv ist, das Recht hat, in einem respektvollen Umfeld frei von Missbrauch und Belästigung zu spielen, um den Eishockeysport weltweit zu stärken und zu fördern.

Die IIHF definiert Missbrauch und Belästigung wie folgt:

  • Psychologischer Missbrauch - bedeutet jede unerwünschte Handlung, einschließlich Einsperren, Isolation, verbaler Angriffe, Demütigung, Einschüchterung, Infantilisierung oder jeder anderen Behandlung, die das Gefühl der Identität, der Würde und des Selbstwerts beeinträchtigen kann.
  • Körperliche Misshandlung - bedeutet jede vorsätzliche und unerwünschte Handlung - wie z. B. Schlagen, Treten, Beißen und Verbrennen -, die ein körperliches Trauma oder eine Verletzung verursacht. Solche Handlungen können auch in erzwungener oder unangemessener körperlicher Aktivität bestehen (z. B. alters- oder körperlich unangemessene Trainingsbelastungen; Training bei Verletzungen oder Schmerzen), erzwungenem Alkoholkonsum oder erzwungenen Dopingpraktiken.
  • Rassismus und Diskriminierung - bezeichnet jede Handlung oder Einstellung, die eine Person oder Gruppe aufgrund ihrer Rasse, Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer ethnischen, nationalen oder sozialen Herkunft, ihrer Religion, ihrer philosophischen oder politischen Überzeugung, ihres Familienstands oder ihrer sexuellen Ausrichtung benachteiligt oder vorverurteilt.
  • Sexuelle Belästigung - bedeutet jedes unerwünschte und unwillkommene Verhalten sexueller Natur, sei es verbal, nonverbal oder physisch. Sexuelle Belästigung kann die Form von sexuellem Missbrauch annehmen.
  • Sexueller Missbrauch - bedeutet jedes Verhalten sexueller Natur, ob berührungslos, berührend oder penetrierend, bei dem die Zustimmung erzwungen/manipuliert wird oder nicht erteilt wird oder werden kann.
  • Vernachlässigung - bezeichnet das Versäumnis eines Trainers oder einer anderen Person mit einer Sorgfaltspflicht gegenüber dem Spieler, dem Spieler ein Mindestmaß an Fürsorge zukommen zu lassen, wodurch ein Schaden verursacht wird, ein Schaden zugelassen wird oder eine unmittelbare Gefahr eines Schadens entsteht.

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Ethik

Ethik erfordert ein Verhalten, das mit den Grundsätzen der Würde, Integrität, Loyalität und Verantwortung in allen Beziehungen wettbewerblicher, wirtschaftlicher, sozialer (einschließlich sozialer Medien) und moralischer Art im Einklang steht.

Darüber hinaus stellt jede Handlung in einer Situation, in der ein Interessenkonflikt besteht, oder jede Situation, in der ein Interessenkonflikt nicht erklärt wird, einen Verstoß gegen ethisches Verhalten dar.

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Externe Anlaufstellen

Der Österreichische Eishockeyverband steht für Offenheit und Transparenz und achtet mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln darauf, dass sämtliche Spielerinnen und Spieler von Fehlverhalten von Innen und Außen geschützt werden. Zur Prävention, Aufklärung wie auch im Falle von Verdachtsfällen, arbeitet der ÖEHV mit sämtlichen nationalen und internationalen Stellen und Vereinen zusammen.