Nur der Aufstieg zählt

Der Abstieg bei der letzten U18-Weltmeisterschaft in Dänemark ist vergessen. Das österreichische U18-Nationalteam unter Trainer Mike Shea blickt nach vorne und hat den Wiederaufstieg ins Visier genommen.

Es war eine schwarze Turnierwoche für das heimische Nachwuchs-Eishockey, als das U18-Team (aktueller Kader) im Vorjahr im dänischen Herning überraschend in die Division II absteigen musste.

Niederlagen gegen die Außenseiter Japan (5:7) und Südkorea (3:4 nach Penaltyschießen) musste man einstecken, der Gang in die Drittklassigkeit war mit nur einem Punkt aus fünf Spielen nicht mehr aufzuhalten.

Im vergangenen Sommer übernahm dann der 49-jährige Shea, in seiner aktiven Karriere als Spieler je ein Mal österreichischer Meister mit der VEU Feldkirch (1989/90) und dem EHC Linz (2002/03), den Posten als Head Coach bei der U18-Auswahl.

Der Austro-Kanadier war nach seiner Spielerkarriere schon in Kapfenberg und Bruneck als Trainer sowie in Graz und Salzburg als Assistent tätig. "Seine Arbeit ist absolut zufriedenstellend", beurteilt U18-Referent Christian Weinfurter die Leistungen seines neuen Trainers durchwegs positiv. "Der ganze Betreuerstab ist davon überzeugt, dass uns der Wiederaufstieg in die Division I gelingen wird. Das muss auch unser erstes Ziel sein."

In Brasov - 175 Kilometer nördlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest - kämpft das österreichische U18-Nationalteam von 19. bis 25. März um Wiedergutmachung.

Als unangenehmster der fünf Gegner werden die Gastgeber, gegen die es am Schlusstag wohl um den Aufstieg gehen wird, eingeschätzt. Davor sind gegen Kroatien, Serbien, Estland und Neuseeland jeweils drei Punkte eingeplant.

"Von diesen vier Mannschaften wissen wir nicht besonders viel. Direkte Duelle hatten wir auch noch keine. Dennoch dürfen wir die Gegner nicht unterschätzen", ist für Weinfurter nur Rumänien - Co-Trainer Helmut Keckeis war bei rumänischen Spielen schon als "Spion" tätig - ein beschriebenes Blatt.

In den acht Vorbereitungspartien von November bis Februar hat sich die österreichische Mannschaft nach oben orientiert. Gegen Division-I-Mannschaften wie Ungarn, Lettland, Italien und Dänemark sowie gegen A-Nation Norwegen, das bei der WM 2010 in der Österreich-Gruppe den Aufstieg fixiert hatte, wurde überprüft, wo der heimische Nachwuchs tatsächlich steht.

"Wir haben gesehen, dass wir gegen die Top-Teams Probleme haben. Unsere U18 hat aber sicher das Niveau, wieder in die Division I aufzusteigen", ist Weinfurter trotz des rumänischen Heimvorteils vom WM-Titel und vom Potential der österreichischen Truppe überzeugt.

Das Vorbereitungscamp für diese Titelkämpfe beginnt am 12. März in St. Pölten. Ein Vorbereitungsspiel gegen Italien wird dabei absolviert. "Wir hoffen, dass wir dann auch auf Landan Viveiros zurückgreifen können. Derzeit spielt er in Kanada aber noch Playoff", erklärt Weinfurter. Am 17. März bricht die österreichische Delegation nach Rumänien auf.

IIHF U18-Weltmeisterschaft der Division II in Rumänien
Samstag, 19. März, 15:30 Uhr: Österreich - Kroatien
Sonntag, 20. März, 12:00 Uhr: Österreich - Serbien
Dienstag, 22. März, 12:00 Uhr: Österreich - Estland
Mittwoch, 23. März, 15:30 Uhr: Österreich - Neuseeland
Freitag, 25. März, 19:00 Uhr: Österreich - Rumänien