Neue Akademie in der Steiermark

Die Steiermark soll mit einem neuen gesamtsteirischen Konzept an die Eishockey-Spitze geführt werden.

Die letzten Monate wurde innerhalb des Steirischen Eishockeyverbandes (STEHV) hart gearbeitet und das Nachwuchskonzept für steirische Nachwuchseishockeyspieler neu gedacht. Auf Grund neuer Evaluierungskriterien des Landes Steiermark und adaptiert an die derzeitigen Herausforderungen der Nachwuchsarbeit, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

An die 90 Seiten beinhaltet das neue gesamtsteirische Nachwuchskonzept, welches beginnend mit den Jüngsten bis zur U20 vom STEHV mit seinen Vereinen neu aufgesetzt wurde. Erste Trägersäule ist eine Verbesserung im Recruitment in allen regionalen Vereinen die sich über Kindergarten- und Schulprojekte einstellen soll – dazu wird es auch ab November eine hauptamtliche Stelle geben.

Die zweite Trägersäule ist eine Verbesserung der Qualität der Ausbildung im Bereich der 10- bis 14-Jährigen. Gerade hier verlieren die österreichischen Spieler viel Boden im internationalen Vergleich und gerade deshalb gilt es im Besonderen in diesem Bereich mehr Qualität zu entwickeln. Die Speerspitze stellt dann die Eishockey Akademie dar. Die U16, U18 und U20 wird dabei vom STEHV übernommen und soll Heimat für die größten steirischen Talente werden.

Diese hat in Graz ihren Stützpunkt und wird auf Grund des Neubaus der zweiten Halle in Graz-Liebenau auch infrastrukturell neue Möglichkeiten schaffen. Eishockey ist ein Ganzjahressport und daher müssen auch die Trainingsmöglichkeiten auf zwölf Monate ausgerichtet werden. Ferner gewährleistet Graz bereits seit einem Jahrzehnt mit dem BORG Monsberger eine duale Ausbildung die Präsident Philipp Hofer sehr wichtig ist. Mit dem Ex-Profi Gerd Gruber konnte man einen sportlichen Leiter finden, der diese Funktion auch in der Eishockey Akademie Steiermark bekleiden wird und als A-Lizenz Trainer auch Assistant Coach im österreichischen U18-Nationalteam ist.

Der administrative Leiter und U18 Head Coch ist mit Markus Losch ein "alter Fuchs" im Nachwuchsbereich. Seit gut 15 Jahren ist Losch im Nachwuchs tätig und kennt die Problemstellungen und Aufgaben der Nachwuchscracks wie kein anderer. Unterstützt werden die beiden von der angehenden Sportwissenschaftlerin Stephanie May, die auch das Sekretariat führt.

Mit Iztok Petelin (U16) und Harald Antalovic (U20) sind zwei weitere A-Lizenz Trainer im Stab der Akademie. Besonders erfreulich ist auch, dass mit Daniel Oberkofler ein aktueller Profi und mit Rupert Strohmeier, der heuer seine aktive Karriere beendet hat, zwei absolute Top-Verpflichtungen im Trainerstab zu verzeichnen waren. Manuel Laritz und Rene Wilding waren ebenso Spieler, die es bis zur obersten Spielklasse geschafft haben. Komplettiert wird der Trainerstab von Patrick Primus (B-Lizenz). Manuel Laritz, Rupert Strohmeier und Nikoaus Zierer, der ebenso erst heuer seine Karriere beendet hat, nehmen ab November auch an der A-Lizenz-Trainerausbildung teil.

Statement von Sportlandesrat Anton Lang: "Heute ist ein ganz besonderer Tag für das Sportland Steiermark, schließlich wird nicht  jeden Tag eine Nachwuchs-Akademie aus der Taufe gehoben. Ziel ist es, junge Talente leistungsmäßig nicht nur an die steirische oder österreichische Spitze sondern auch an internationales Niveau heranzuführen und ihnen dadurch auch eine Karriere im Spitzensport zu ermöglichen. Kinder und Jugendliche zu mehr Sport zu begeistern hat für mich als Sportlandesrat oberste Priorität. Ziel unserer weiß-grünen Sportstrategie ist es, sportliche Betätigung als lebensbegleitendes Element für alle SteirerInnen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Hintergrund, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Herkunft etc. zu positionieren. Sport vermittelt uns allen unverzichtbare gesellschaftliche Werte wie Teamfähigkeit, Zusammenhalt, Solidarität, Durchhaltevermögen und Leistungswillen. Ein derart wichtiges Projekt konnte nur gemeinsam ins Leben gerufen werden und kann auch nur gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden. Durch die 99ers, unsere Profimannschaft, können wir den Kindern und Jugendlichen innerhalb der Akademie auch die Möglichkeit bieten, sich an den Besten zu orientieren. Ich wünsche der Akademie einen guten Start und den sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen alles Gute auf ihrem weiteren sportlichen Weg."

Statement vom Grazer Sportstadtrat Kurt Hohensinner: "Die Eishockey Akademie ermöglicht es uns neue Wege zu gehen und unsere Jugend in diesem Bereich noch intensiver zu fördern. Wir unterstützen damit aber nicht nur den Nachwuchssport, sondern schaffen auch die Rahmenbedingungen, um junge Talente zu zukünftigen Leistungsträgern in der Bundesliga zu machen, und hoffentlich manche auch bis zur Einberufung in die Nationalmannschaft zu begleiten. Die Stadt Graz setzt gerade zuletzt verstärkt auf den Eissport. Insgesamt wurden und werden über 25 Millionen Euro in moderne Infrastruktur investiert, zusätzlich wird die Akademie als Kaderschmiede im Wert von rund 100.000 Euro unterstützt. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse der neuen Eishockey Akademie, bedanke mich bei allen Beteiligten und wünsche viele Erfolg und alles Gute."

Statement Dr. Philipp Hofer, Präsident von STEHV und Eishockey Akademie Steiermark: "Mit dem gesamtsteirischen Nachwuchskonzept, an der Spitze die Eishockey Akademie Steiermark, ist uns ein großer Coup gelungen von dem wir uns sehr viel erwarten! Das erste Jahr wird sicherlich nicht leicht werden, da auch die finanzielle Herausforderung einer Akademie sehr groß ist. Erstmals seit vielen Jahren ist es aber wieder möglich in allen Alterskategorien eine Steirische Mannschaft in der höchsten Spielklasse zu stellen und der STEHV ist stolz diesen Schritt gewagt zu haben. In den nächsten Jahren heißt es sich kontinuierlich sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich zu verbessern, sodass in nicht allzu geraumer Zeit wieder steirische Eishockeyspieler in den diversen Nationalmannschaften tragende Rollen übernehmen können. Wir sprühen vor Ideen und Tatendrang und wollen noch viele Ideen verwirklichen – mit dem steirischen Eishockey wird in Zukunft wieder verstärkt zu rechnen sein."