Sportkonzept für Nachwuchsarbeit

Am Montag fand in Salzburg die erste Coaches Clinic des Österreichischen Eishockeyverbandes der laufenden Saison statt. Rund 50 Teilnehmer widmeten sich an diesem Tag dem wichtigen Thema "Sportkonzept für die Nachwuchsarbeit im Verein".

Der Österreichische Eishockeyverband, das Austrian Hockey Board und die Erste Bank Eishockey Liga luden für Montag Trainer und Nachwuchsverantwortliche der österreichischen Klubs (von Erste Bank Eishockey Liga bis hin zu den Nachwuchsklassen) nach Salzburg zur ersten Coaches Clinic in der Saison 2015/16 ein.

Angeführt von Sportdirektor Alpo Suhonen sowie Entwicklungsleiter und Ausbildungschef Roger Bader nahmen rund 50 Personen, darunter auch alle Trainer der österreichischen Nationalmannschaften, an diesem Seminar teil. Der wichtigste Punkt dieser Veranstaltung war die Gruppenarbeit zum Thema "Sportkonzept für die Nachwuchsarbeit im Verein". Geleitet wurden die einzelnen Gruppen von Dieter Kalt, Dieter Werfring, Andreas Brucker, Paul Ullrich und Michael Suttnig. In der folgenden Diskussion haben sich vier wichtige Punkte im Bereich der Nachwuchsarbeit herauskristallisiert:

- Wie sieht die Struktur bzw. die Organisation des Nachwuchsbetriebes im Verein aus?
- Welches professionelle Personal braucht man für die Nachwuchsarbeit?
- Welche "Philosophie" will man als Verein in der Nachwuchsarbeit haben?
- Welche Ziele setzt sich der Verein für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit?

Das Sportkonzept für die Nachwuchsarbeit bildet eine von vier Säulen zur nachhaltigen Entwicklung des österreichischen Eishockeysports und zur Positionierung Österreichs im internationalen Spitzenfeld. Die weiteren Eckpunkte für einen langfristigen Erfolg ist der Ausbau der Programme für die österreichischen Nationalmannschaften über die IIHF Breaks hinweg, die neu geschaffene eishockeyspezifische Trainerausbildung in Österreich (ab Mai 2016) sowie die Fortführung der professionell organisierten Nachwuchsligen Erste Bank Young Stars League und Erste Bank Juniors League.

"Ich arbeite jetzt seit dreieinhalb Jahren in Österreich und ich kann sagen, dass sich einiges bewegt hat. Das Berufsbild des österreichischen Trainers hat sich in dieser Zeit total gedreht", meinte Sportdirektor Suhonen. "Mittlerweile haben Trainer und jene, die es noch werden wollen, eine Perspektive im österreichischen Eishockey, vor allem im Nachwuchsbereich, entdeckt. Dadurch entstehen neue Projekte, neue Ideen und neue Synergien, die sich positiv auf die Entwicklung auswirken. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Ich hoffe, dass wir durch unsere Maßnahmen mehr österreichische Trainer und mehr österreichische Spieler bekommen werden."

Nach der Gruppenarbeit inklusive Diskussion hatten auch die Trainer der österreichischen Nationalmannschaften noch die Möglichkeit, über die letzten Trainingslager und Länderspiele Anfang November zu berichten. Außerdem lieferte Salzburgs Skating Coach Anton Walch einen kurzen Vortrag über das Erlernen der richtigen Eislauftechnik.