Turnstunde muss gesetzlich verankert werden

Nach aktueller Studie würde die Einführung der täglichen Turnstunde der Bruttowertschöpfung Österreichs 1,1 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Die Bundes-Sportorganisation hat dazu zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Dr. Christian Helmenstein, Geschäftsführer von SportsEconAustria, zeigte am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz der Bundes-Sportorganisation (BSO) in der Champions Bar Vienna Marriott Hotel anhand einer brandneuen Studie, welch positive wirtschaftlichen Folgen die Tägliche Turnstunde hätte.

Demnach würde der totale Effekt der Täglichen Turnstunde der Bruttowertschöpfung Österreichs 1,1 Milliarden Euro bringen. Außerdem sind 26.000 Arbeitsplätze zu erzielen.

Dr. Peter Wittmann, BSO-Präsident: "Der Sport ist ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor, der für Österreich enorm viel leistet. Sind mehr Menschen sportlich aktiv, führt dies auch zu gesamtwirtschaftlich positiven Auswirkungen für Österreich. Die Einführung der täglichen Turnstunde ist daher neben dem Gesundheitsaspekt, den wir schon ausführlich dargelegt haben, auch aus wirtschaftlicher Sicht von großer Bedeutung. Dies beweist die von der BSO in Auftrag gegebene, aktuelle Studie. Das 8-Punkte-Programm des Unterrichtsministeriums ist zwar nett, muss aber massiv nachgebessert werden. Die tägliche Turnstunde darf nicht der Schulautonomie überlassen werden."

Dr. Christian Helmenstein, SportsEconAustria über seine Studie: "Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, welche ökonomischen Vorteile mit körperlicher Betätigung einhergehen. Die Kosten treten kurzfristig auf, die Erträge langfristig. Kurzfristig werden wir einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen müssen, um die tägliche Turnstunde zu realisieren. Damit geht allerdings eine wirtschaftliche Steigerung von 280 Millionen Euro pro Jahr einher. Kurzfristig würden durch die tägliche Turnstunde 6.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Langfristig wäre eine Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro pro Jahr und 26.000 Arbeitsplätze zu erwarten."

Mag. Michael Nendwich, Geschäftsführer der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs: "Wichtig ist, dass die Kinder wieder die Freude an der Bewegung entdecken, weil sie die Sportler und Sportlerinnen der Zukunft sind und damit natürlich auch die künftigen Kunden und Kundinnen der Sportindustrie."

KR Peter Kleinmann, BSO-Vizepräsident: "Wir brauchen die tägliche Bewegung für unsere Jugendlichen! Jetzt ist auch bewiesen, dass die tägliche Turnstunde Geld bringt, dass sie Arbeitsplätze bringt und der Volkswirtschaft etwas bringt. Es ist eigentlich skurril, dass wir darum betteln müssen, das umzusetzen. Bei der Neuen Mittelschule hat das Ministerium schon wieder die Sportstunden gekürzt. Deshalb müssen wir für etwas Druck sorgen, weil es um die Gesundheit unserer Kinder geht. Und wenn ihnen die Gesundheit unserer Kinder schon nicht wichtig ist, auf 26.000 neue Arbeitsplätze können sie wohl nicht verzichten."

Weitere Informationen zur Studie auf www.bso.or.at