Vanek und das Jahrhundertteam

Einen Monat nach der Jubiläumsfeier des Österreichischen Eishockeyverbandes wurde auch der letzte Spieler des Jahrhundertteams geehrt. Thomas Vanek erhielt am Sonntag in Graz von Präsident Dr. Dieter Kalt die Auszeichnung.

Eine 20-köpfige Expertenjury aus dem In- und Ausland hatte die Mitglieder des Jahrhundertteams des Österreichischen Eishockeyverbandes gewählt. Fünf der sechs Auserwählten (Reinhard Divis, Herbert Hohenberger, Martin Ulrich, Dieter Kalt jun. und Christoph Brandner) wurden bei der 100-Jahr-Gala im Wiener Rathaus präsentiert.

Einen Monat später wurde nun auch dem letzten Mitglied dieser ehrenvollen Runde diese Auszeichnung zuteil. Aufgrund seines Engagements bei den Moser Medical Graz 99ers während des "Lockouts" in der National Hockey League konnte Thomas Vanek früher als erwartet auch persönlich – bei der Jubiläumsfeier war sein Bruder David stellvertretend anwesend – in die Jahrhundertauswahl aufgenommen werden.

Am Sonntag nahm ÖEHV-Präsident Dr. Dieter Kalt nach dem Meisterschaftsspiel der Erste Bank Eishockey Liga zwischen den Graz 99ers und dem Dornbirner EC die Ehrung des einzigen noch aktiven Spielers des Jahrhundertteams vor. Wie seine "Teamkollegen" zuvor erhielt Vanek ein Retro-Trikot der österreichischen Nationalmannschaft mit der Rückennummer 26, eine von Christian Imme mit einem persönlichen Motiv angefertigte Zeichnung und einen Glaspokal als Erinnerung.

"Es hat mich schon überrascht, dass ich in dieses Team gewählt wurde", erklärte der 28-Jährige, der vor sieben Jahren seine NHL-Karriere bei den Buffalo Sabres begann und seit einigen Wochen erstmals in seiner Laufbahn Spiele der heimischen Meisterschaft bestreitet. "Es macht mich aber sehr stolz und ist für mich eine große Ehre."

Sollte die NHL weiter keinen Spielbetrieb aufnehmen, würde sich Vanek auch freuen, wieder für das österreichische Nationalteam zu spielen – sei es bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele im Februar oder bei der IIHF Weltmeisterschaft im Mai. "Sportdirektor Alpo Suhonen hat bereits Kontakt mit ihm aufgenommen und wird mit Thomas über das Nationalteam sprechen. Einen Stürmer seiner Klasse und mit seiner Erfahrung brauchen wir", meinte Präsident Dr. Kalt.