Suhonen ist neuer Sportdirektor

Nach zahlreichen Gesprächsrunden mit Kandidaten für den Posten des neuen Sportdirektors einigte sich der Vorstand des Österreichischen Eishockeyverbandes auf einer Sitzung am Mittwoch auf die Besetzung der Stelle mit dem Finnen Alpo Suhonen.

Die Besetzung der neuen Position des Sportdirektors hatte beim Österreichischen Eishockeyverband nach der Strategie- und Strukturanalyse durch Contrast Management Consulting oberste Priorität.

Nach einigen Gesprächen mit aussichtsreichen Kandidaten einigte sich der Vorstand des ÖEHV bei einer Sitzung am Mittwoch in Wien auf den Finnen Alpo Suhonen. Der 63-Jährige, der sich erstmals im Rahmen der IIHF Weltmeisterschaft Division IA in Ljubljana Präsident Dr. Dieter Kalt, Vizepräsident Peter Schramm und Generalsekretär Christian Hartl vorstellte, wird ab Mitte Juli den Posten als Sportdirektor in Angriff nehmen.

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit wird sich der Finne ein Bild vom österreichischen Spielermaterial machen können, wenn Ende Juli Head Coach Manny Viveiros zu einem Trainingslager der verschiedenen Altersklassen in Kapfenberg einladen wird.

Suhonen blickt auf 46 Jahre im Eishockeysport zurück, war lange Jahre Head Coach finnischer Nachwuchsnationalteams, Schweizer Profiklubs (Ambri-Piotta, ZSC Lions, Kloten und Bern) und Teams in der National Hockey League (Winnipeg, Toronto, Chicago). Zahlreiche Meistertitel und Medaillen pflastern seinen Lebensweg ebenso wie Pionierarbeit in Sachen Eishockeyentwicklung in Finnland.

"In den 1960er und 1970er Jahren wurde in Finnland vom Amateur- zum Profibetrieb umgestellt. An dieser Entwicklung war ich maßgeblich beteiligt und konnte in meiner Heimat die Professionalisierung des Eishockey vorantreiben", erklärt Suhonen, der durch die neu geschaffene Abteilung "Sport, Entwicklung und Spielbetrieb" in der Geschäftsstelle in Wien Unterstützung erhalten wird.

Dass Finnland in Sachen Nachwuchsentwicklung auch aktuell auf einem guten Weg ist, zeigt der Gewinn der Goldmedaille bei den 1. Youth Olympic Winter Games im Jänner 2012 in Innsbruck. Der ÖEHV ist daher zuversichtlich, durch den neuen finnischen Sportdirektor mehr Professionalität in die Nachwuchs- und Trainerarbeit zu bringen.

"Wenn man sich Finnland ansieht, erkennt man, dass in der Vergangenheit Vieles richtig gemacht wurde", meint Präsident Dr. Kalt. "Spieler und Trainer sind das wichtigste Element in unserem Sport. Hier wollen wir in Zukunft eine professionelle Ausbildung und Entwicklung installieren."

Dieser Bereich bildet eine Hauptaufgabe von Suhonen, der vermehrt als Bindeglied zwischen ÖEHV, Erste Bank Eishockey Liga, der ins Leben gerufenen Erste Bank Young Stars League, den Vereinen, den Nachwuchsteams und den Landesverbänden auftreten soll.

Weitere Eckpunkte seiner Tätigkeit bilden die Entwicklung eines sportlichen Leitbildes und einer österreichischen Eishockeyphilosophie, die Mitarbeit im "Austrian Hockey Board", die Erarbeitung von Standards für die National- und Auswahlmannschaften sowie die Professionalisierung des Trainer- und Schiedsrichterwesens in Sachen Ausbildung und weiterführender Programme.