Björn Kinding zu Gast beim ÖEHV

Auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor lud der Österreichische Eishockeyverband am Freitag seinen nächsten internationalen Gast zu einem Gespräch ein. Der Schwede Björn Kinding präsentierte dabei seine Ideen und Vorstellungen.

Nachdem im Rahmen der Strategie- und Strukturanalyse des Österreichischen Eishockeyverbandes, die unter der Leitung von Contrast Management Consulting durchgeführt wurde, die Position des Sportdirektors als wichtig erkannt wurde, hat der ÖEHV einen zweiten internationalen Gesprächspartner eingeladen.

Der Finne Alpo Suhonen stellte sich während der IIHF Weltmeisterschaft Division IA in Slowenien vor. Am Freitag konnte Börn Kinding seine Konzepte, Ideen und Vorstellungen Präsident Dr. Dieter Kalt und Generalsekretär Christian Hartl beim Zusammentreffen in Wien erklären.

Der 55-jährige Schwede blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Head Coach und Entwickler von Ausbildungsstrategien zurück. In Dänemark wurde die von Kinding betreute Mannschaft in der Saison 1983/84 nationaler Meister, 2006/07 gewann sein Team die Nationalliga B in der Schweiz. Zudem war der Schwede als Head Coach der dänischen U20-Nationalmannschaft und der japanischen Auswahl bei den Olympischen Spielen 1998 tätig.

"Alle Verbände machen Höhen und Tiefen durch. Die Förderung der österreicherischen Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Funktionäre gilt es zu optimieren und zugleich ein Fundament für zukünftige Erfolge aller ÖEHV-Auswahlmannschaften zu schaffen", erklärte Kinding. "Aus meiner Sicht ist dies eine sehr reizvolle Aufgabe. Mittelmaß ist nicht das Ziel, was die Herausforderung sehr interessant macht."

In den 1990er-Jahren half Kinding drei großen Eishockeynationen bei der Entwicklung neuer Ausbildungsstrategien. Der Schwede war in der Schweiz Leiter der Ausbildung, in Kanada verantwortlich für den Aufbau von neuen Hockeyakademien und in seiner Heimat Autor wichtiger Ausbildungsliteratur.

Ein Eckpunkt des neuen Strategie- und Strukturkonzeptes ist die Aufbauarbeit und Weiterentwicklung des heimischen Eishockeyniveaus. Die professionelle Vorbereitung und Überwachung dieses Punktes wird eine Aufgabe des Sportdirektors und dessen Abteilung innerhalb des österreichischen Verbandes sein.

"Wenn man sich die besten Nationen heute ansieht, erkennt man, dass Spieler und Trainer das wichtigste Element in unserem Sport sind. Hier wollen wir eine professionelle Ausbildung und Entwicklung installieren", lautet das Ziel von Präsident Dr. Kalt für die zukünftige Nachwuchs- und Trainerarbeit in Österreich.

Die Suche nach der passenden Person für den neuen Sportdirektor im ÖEHV ist damit nicht zu Ende. Weitere Gesprächsrunden werden in den nächsten Wochen noch folgen.