Positives Fazit

Vom 23.-28. Juli versammelten sich gesamt 122 Spieler der Jahrgänge 1998-2003 für ein sechstägiges Trainingslager in Wien. Sportdirektor Roger Bader findet Österreichs Nachwuchs auf einem guten Weg.

Die Trainerteams der U20, der U18 und des Zukunft-Talente-Teams hatten intensive Einheiten für ihre Mannschaften zusammengestellt. Neben den ersten Eiseinheiten der neuen Saison standen in der Wiener Albert-Schultz-Halle diverse Off-Ice-Programme an. Alle Teams absolvierten täglich zwei Trainings am Eis, die zudem durch intensive Off-Ice Einheiten ergänzt wurden. Die Torhüter erhielten in speziellen Trainings mit Ex-Teamspieler Jürgen Penker zusätzliche Ratschläge für die anstehende Saison. Abgerundet wurden diese praktischen Einheiten durch theoretische Sitzungen. Den Abschluss des Sommercamps bildeten interne Spiele, bei denen die Trainerteams ihre Mannschaften unter Wettkampfbedingungen beobachteten und die Spieler das Erlernte direkt umsetzten.    

Roger Bader, Sportdirektor des Österreichischen Eishockeyverbandes: „Ich ziehe ein positives Fazit zu unserem Sommercamp. Es war das erste Mal, dass wir alle Nationalteams in der selben Woche zusammen hatten. Das war möglich, da wir in Wien zwei Eisflächen nutzen konnten. Hierdurch können wir gegenseitige Synergien nutzen und Erfahrungen austauschen. Die jüngeren Spieler konnten in der Halle den älteren Teams bei den Trainings zuschauen und lernen. Gleichzeitig haben die älteren Spieler aber auch gesehen, dass jüngere nachrücken und sie sich nicht ausruhen dürfen. Die Teams haben intensiv trainiert und die Trainer konnten im taktischen und spielerischen Bereich die Grundlagen für die neue Saison setzen. Unsere Trainerteams im Nachwuchs bestehen schon seit einigen Jahren aus sehr erfahrenen, ehemaligen Spielern, die bis in die höchsten Klassen Erfolge gefeiert haben, hiervon können unsere Nachwuchsspieler nur profitieren. Bei den internen Abschlussspielen, die in erster Linie der Spielersichtung dienten, konnten die Teams schon einiges umsetzen, was die Trainer ihnen während des Camps vermittelt haben. Während der gesamten Woche wurde aber wieder deutlich, dass wir in Österreich viele gute Spieler haben. Die Coaches müssen jetzt ihre Teams für die anstehenden Aufgaben finden. Bereits in wenigen Wochen geht es zum Beispiel für die U20 weiter, wenn sie wieder am Turnier in Schweden teilnimmt. Leider hatten wir ein paar Verletzungen. Wir hoffen aber, dass die Spieler bald wieder gesund sind und wieder ins Training bei ihren Teams einsteigen können.“

Alexander Mellitzer, Head Coach U20 Nationalteam: „Das Sommercamp war ein guter Start in die Saison. Das gesamte Set Up mit den Betreuern, Physios und der Infrastruktur hat gepasst, so dass wir ordentlich mit den Spielern arbeiten konnten. Die Woche war anstrengend, aber die Stimmung im Team war gut. Unsere Burschen müssen lernen, die Kleinigkeiten richtig zu machen. Ich habe den Fokus diese Woche vor allem aufs Taktische und aufs Tempo gelegt. Wir wollen unsere Teams weiter ans internationale Level heranführen, dafür müssen die Burschen mit Tempo spielen. Positiv sind mir die Torhütersituation aufgefallen. Wir hatten sechs Goalies im Camp, die alle die Qualität für die Nummer 1 haben. Die internen Abschlussspiele sind wir wie normale Länderspiele angegangen, aber natürlich hat man gemerkt, dass die Beine am Ende schwer wurden. Über 10 Stunden am Eis plus zusätzliche Off-Ice-Einheiten zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison waren ein schweres Programm. Trotzdem denke ich, dass es ein guter Zeitpunkt war. Jeder Spieler bekommt jetzt noch von mir ein persönliches Feedback. Für das Turnier in Schweden im August haben wir vom Trainerteam schon eine Vorstellung, die Einberufung hierfür werden wir in der nächsten Woche verschicken.“

Andreas Brucker, Head Coach U18 Nationalteam: „Ich konnte einen positiven Eindruck während des Camps gewinnen. Einige Spieler, die durch Verletzungen nachgerückt sind, haben sich sehr positiv präsentiert. Natürlich war es eine intensive Woche mit vielen Trainings, aber die Mannschaft hat einen guten Charakter gezeigt und ordentlich mitgezogen. Es hat Spaß gemacht, mit den Spielern zu arbeiten. Ich konnte mit meinen Trainerkollegen viele Spieler sichten und ein Grundsystem für die anstehende Saison einarbeiten. Der feinschliff erfolgt bei den nächsten Trainingslagern und Länderspielen. Bei den Spielen konnte mein Team schon einiges umsetzen. Gegen die U20 haben wir phasenweise gut mitgespielt, natürlich waren wir aber körperlich unterlegen. Positiv ist mir aufgefallen, dass die Spiele sehr ernst genommen wurden und jeder gewinnen wollte. Noch fehlt uns die positive Gewinnermentalität, das Talent ist in Österreich vorhanden.“

 

Gregor Baumgartner, Head Coach Zukunft-Talente-Team: „Wir hatten eine gute Woche und konnten viele Erkenntnisse gewinnen. Wir hatten gute, intensive Trainings und konnten innerhalb dieser einen Woche viele Spieler sichten, die jetzt wissen, wie beim Nationalteam gearbeitet wird. Im Laufe der Woche konnte ich eine Steigerung erkennen, aber am Ende waren die Burschen konditionell ziemlich am Limit. Das zweite interne Spiel war besser als das erste, aber bei beiden Spielen wurden schon viele Sachen aus den Trainings umgesetzt. Das hat mir sehr gut gefallen.“      

 

 

 

 

Interne Abschlussspiele

Donnerstag, 27. April 2017

U20 rot – U18 weiß 5:2
U20 weiß – U18 rot 4:1

ZTT rot – ZTT weiß 1:5

 

Freitag, 28. April 2017

U20 weiß – U20 rot 1:2

U18 weiß – U18 rot 3:1

ZTT rot – ZTT weiß 6:4