Verdienter Erfolg gegen Italien

Am zweiten Spieltag der "Euro Ice Hockey Challenge" in Slowenien feierte die österreichische Nationalmannschaft einen ungefährdeten 6:2-Sieg über Italien. Michael Raffl steuerte einen "Doppelpack" bei.

Wie schon gegen Frankreich am Vortag hatte die österreichische Nationalmannschaft (KADER), bei der Gregor Baumgartner, Daniel Oberkofler und Konstantin Komarek nicht eingesetzt wurden, in der Anfangsphase Probleme das Übergewicht an Spielanteilen auch in Tore umzusetzen. Mit Fortdauer der Partie fanden die Österreicher vor dem gegnerischen Gehäuse aber auch die nötige Sicherheit und gewannen schlussendlich verdient mit 6:2 (0:0,2:1,4:1).

In der Anfangsphase setzte das Team von Head Coach Manny Viveiros den Gegner gehörig unter Druck und verzeichnete zahlreiche Torschüsse auf den Kasten von Thomas Tragust. Doch erst im zweiten Drittel fielen die ersten Treffer der ÖEHV-Auswahl bei diesem Turnier.

Manuel Latusa und Matthias Trattnig stellten auf 2:0, ehe den Italienern kurz vor Ende des zweiten Abschnitts durch Luca Felicetti der überraschende Anschlusstreffer gelang. Von diesem kleinen Rückschlag ließen sich die Österreicher nicht beeindrucken und setzten im Schlussdrittel ihren Sturmlauf fort.

Zunächst scheiterten noch Latusa, der zum besten Spieler der Partie gewählt wurde, und Stefan Ulmer mit guten Möglichkeiten am italienischen Schlussmann. Mit dem Treffer zum 3:1 durch Michael Raffl, der erst nach einer Absprache zwischen den Schiedsrichtern gegeben wurde, schien dieses Spiel gelaufen. Die Italiener bäumten sich noch einmal auf und kamen nach einem Abspielfehler in der österreichischen Defensive durch Daniel Tudin erneut zum Anschlusstreffer.

Die Antwort folgte aber in den letzten zehn Minuten: Thomas Raffl, Michael Raffl und Stefan Ulmer sorgten mit den Toren vier, fünf und sechs endgültig für klare Verhältnisse und einen verdienten Sieg. Gegenüber dem Spiel gegen Frankreich war das Powerplay der Österreicher stark verbessert, in Überzahl fielen vier der sechs Treffer.

In Spiellaune zeigte sich vor allem die zweite Angriffslinie (Raffl-Latusa-Raffl), in der jeder Stürmer mit drei Scorerpunkten abschloss. "Es war eine Steigerung im Vergleich zum ersten Spiel erkennbar. Das Powerplay hat gut funktioniert und wir haben dieses Mal unsere Chancen auch nützen können", meinte Viveiros nach dem verdienten Sieg über Italien, das im Rahmen der Olympiaqualifikation im Februar 2013 erneut ein Gegner sein wird. Zum Abschluss der "Euro Ice Hockey Challenge" am Samstag trifft Österreich in Ljubljana vor einer ausverkauften Halle auf Gastgeber Slowenien.

Euro Ice Hockey Challenge in Ljubljana/Slowenien
08.11.2012, 15:30 Uhr: Österreich – Frankreich 0:2 (0:1,0:0,0:1)
Tore: Tardif (17.), Treille (60./EN)
Strafminuten: 8 bzw. 16

09.11.2012, 14:00 Uhr: Italien – Österreich 2:6 (0:0,1:2,1:4)
Tore: Felicetti (40.) Tudin (48.) bzw. Latusa (33.), Trattnig (38./PP), M. Raffl (44./PP, 55.), Th. Raffl (52./PP), S. Ulmer (60./PP)
Strafminuten: 18 bzw. 6

10.11.2012, 17:30 Uhr: Slowenien – Österreich (live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv)