Unentschieden gegen Kroatien

Nach einem Training gab es das erste Spiel gegen ältere Kroaten. Ergebnis: ein gerechtes Remis, obwohl die Österreicher das Spiel bestimmten.

Am Vormittag absolvierte die Mannschaft noch ein Training am Eis, wo speziell Elemente des Aufbaus und des Forcheckings geübt wurden. Die Spieler waren wieder mit Eifer bei der Sache und arbeiteten sehr konzentriert.

Nach der Mittagspause versuchte Coach Wolfgang Kontschieder den Spielern noch die letzte Motivation mitzugeben, um sie auf die bevorstehende Aufgabe gegen die jahrgangsälteren Kroaten vorzubereiten.

Das Spiel begann mit einem Blitzstart. Die Österreicher verloren zwar das Eröffnungsbully, konnten aber durch schnelles Forchecking den Gegner gleich unter Druck setzen. Die Scheibe wurde zurück gewonnen und der Center Andy Schwab nahm sich ein Herz und überraschte den kroatischen Goalie mit einem verdeckten, nicht allzu scharfen Schuss und nach nur 29 Sekunden stand es 1:0.

Ein Beginn nach Maß also; was dann kam, war ein aus österreichischer Sicht sehr attraktives Drittel, es wurde beherzt nach vorne gearbeitet ohne die Defensive zu vernachlässigen, und die Kompaktheit der Burschen wurde einige Male offensichtlich.

Und doch sollte es bis zur 16. Minute dauern, bevor das verdiente 2:0 erzielt wurde. Der von der Strafbank herbeieilende Mario Raschun konnte nach Vorarbeit von Schwab allein aufs Tor ziehen und ließ dem kroatischen Goalie ganz wie ein alter Profi keine Chance.

Nur zwei Minuten später Ende der 18. Minute stand Raphael Rieger goldrichtig und schlenzte den Puck ins lange Eck, nachdem ihn Raschun ideal angespielt hatte.

Im zweiten Drittel waren die Mannschaften wie ausgewechselt. Die Kroaten bestimmten das Spiel und die jungen Österreicher hatten wenig entgegen zu setzen. Der Coach der ÖEHV-Yougsters ermahnte die Burschen zwar zur Vorsicht, dennoch konnte man nicht an die Leistung der ersten 20 Minuten anschließen.

Die Kroaten besannen sich hingegen ihres körperlichen Vorteils und spielten schneller und härter, was Philipp Schurian nach einem Check gegen den Kopf zu spüren bekam - er konnte nicht mehr weiterspielen.

Die Räume wurden enger, die Torchancen häuften sich. Dieses Drittel wurde mit 1:3 verloren und Coach Kontschieder war froh, dass nicht noch mehr Tore gegen seine Mannschaft gefallen waren. Das einzige Tor der Österreicher in diesem Drittel gelang Philipp Schader.

Nach einer wachrüttelnden Kabinenpredigt erwachte der Kampfgeist wieder und die Jungs begannen wieder ihre Tugenden auszuspielen. Eislaufen, sich aktiv anbieten, enger am Mann bleiben.

Das Drittel entsprach wieder dem, was sich der Trainer erwartete, die technisch besseren Österreicher hatten mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen, allein das Überzahlspiel bereitete dem Coach Sorgen, denn es ging schleppend voran und nur wenig Nennenswertes schaute dabei heraus.

Trotzdem wurde gekämpft und mit viel Herz gespielt, Chance um Chance herausgeholt, aber kein Tor fiel. Und so kam es wie es kommen musste. Die Kroaten nutzten eine Unachtsamkeit der österreichischen Defensive zum 4:4-Ausgleich.

Alles in allem ein gerechter Ausgleich, wobei Trainer Kontschieder aber die Chancenauswertung bemängelt: "Mir fehlt noch ein wenig der absolute Wille ein Tor zu machen, wir hatten insgesamt wesentlich mehr Chancen als die Kroaten, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden, daran müssen wir arbeiten und natürlich noch am Powerplay. Die Mannschaft hat sich aber nach einem schwachen zweiten Drittel aufgerafft und im dritten Drittel phasenweise stark gespielt. Der Teamgeist ist vorbildhaft und die Jungs geben nie auf."