Hattrick von Michael Grabner

Villacher schießt die New York Rangers zum Sieg und hält bei 13 Saisontoren.

"Grabse" on fire! 

Michael Grabner glänzt beim 5:1-Heimsieg der New York Rangers gegen die Carolina Hurricanes mit einen Hattrick.

Der 30-jährige Villacher erzielt die Tore zum 2:1 (22.), 3:1 (58./EN) und 4:1 (59./EN). Die Hurricanes gehen im Finish volles Risiko, nehmen früh den Tormann vom Eis und werden von Grabner mit zwei "Empty-Net-Goals" bestraft.

Der Kärntner wird zum "Spieler des Abends" gekürt und hält nach 26 Saison-Partien bei 13 Toren. Zehn seiner 13 Treffer gelingen im 3. Drittel.

Grabners erster NHL-Hattrick datiert aus dem April 2010, als ihm beim 5:4-Erfolg der Vancouver Canucks nach Penaltyschießen bei den Anaheim Ducks drei Tore in einem Spiel gelingen.

Auch für die New York Islanders erzielte der Flügelstürmer bereits einen Hattrick und sein letzter für die Rangers ist erst im Nachhinein verbucht worden: Beim 5:4-Auswärtserfolg bei den Columbus Blue Jackets wird Grabner ein angeblicher Treffer von Clendening für einen Hattrick zuerkannt.

Früher Rückstand im Madison Square Garden

Beim Sieg gegen die Hurricanes laufen die Rangers schnell einem Rückstand nach. Im Madison Square Garden schießt Justin Williams die Gäste bereits nach 56 Sekunden in Führung. Im zweiten Abschnitt gelingt David Desharnais (21.) der schnelle Ausgleich: Nach nur 37 Sekunden steht es 1:1 und eine gute Minute später schließt Grabner (22.) einen perfekten Angriff der "Blueshirts" mit dem 2:1 ab.

J.T. Miller spielt aus der eigenen Zone ideal auf Kevin Shattenkirk und dessen perfekten "Stanglpass" verwertet der Villacher eiskalt. "Kevin hat die ganze Zeit aufgeschaut und mich gesucht, da habe ich mich freigelaufen und bin ideal bedient worden", ist der Kärntner voll des Lobes über seinen Teamkollegen.

Turbulentes Finish

In einer ausgeglichenen Partie (33:26 Torschüsse zugunsten der Rangers) erleben die Fans dann ein turbulentes Finale. Zwei Treffer von Grabner ins leere Hurricanes-Tor und ein Powerplay-Treffer von Paul Carey 40 Sekunden vor Schluss fixieren den am Ende klaren Heimsieg der Rangers.

Star-Goalie Henrik Lundqvist (32 Saves) und Verteidiger Shattenkirk werden neben Grabner in die "Three Stars of the Game" gewählt.

"Wenn man eine solche Chance bekommt, dann muss man sie nutzen, vor allem wenn man nur mit einem Tor vorne liegt. Es ist immer eine große Erleichterung, wenn man mit zwei Toren führt", betont Grabner nach dem Match über seinen zweiten Treffer.

Rangers-Coach lobt Grabner als "Schlüsselspieler"

"Er hat die Gelegenheit bekommen und das Beste daraus gemacht. Er verfügt über enorme Schnelligkeit und findet auch immer die Lücke, um ins leere Tor zu treffen. Er ist da unser Schlüsselspieler", lobt der kanadische Rangers-Head-Coach Alain Vigneault seinen Matchwinner.

Der Kärntner ist mit bereits sechs "empty net goals" in dieser Saison die klare Nummer eins der Liga.

In der "even strength goals"-Wertung, die nur die Treffer ohne Überzahlspiele berücksichtigt, ist Grabner, der im Powerplay nicht zum Einsatz kommt, mit 13 Toren aktuell die Nummer zwei - gemeinsam mit dem russischen Superstar Alexander Owetschkin (Washington Capitals) und dem Kanadier Mark Stone (Ottawa Senators). Spitzenreiter ist der 24-jährige Russe Nikita Kutscherow (Tampa Bay Lightning) mit 14.

Grabner besser als Gretzky und Lemieux

Michael Grabners zwei Empty-Net-Treffer gegen die Carolina Hurricanes sorgen für ein besonderes Karrierehighlight des Villachers.

Mit durchschnittlich 19 Treffern ins leere Tor pro 500 Spiele - Grabner hält momentan genau bei diesen 19 nach 499 Partien - überholt der ÖHEV-Star mit Wayne Gretzky (18,8) den besten Eishockeyspieler aller Zeiten in dieser Kategorie. Auch Mario Lemieux (18,0) kann er damit hinter sich lassen.

Damit liegt nur mehr Pavel Bure (19,9) vor ihm, den er mit einem EN-Treffer in den nächsten zwölf Spielen ebenfalls noch abfangen könnte.

Saisonrekord winkt

Insgesamt liegt der 30-Jährige mit seinen 19 Empty-Nettern auf Platz 21 der All-Time-Liste, die von Gretzky (56) angeführt wird. Unter den noch aktiven NHL-Spielern sind lediglich noch Alex Ovechkin (27), Eric Staal (26), Joe Thornton (26), sein Teamkollege Rick Nash (22) und Jaromir Jagr (22) vor ihm zu finden - alle jedoch mit deutlich mehr Spielen.

"Grabse" jagt Bure allerdings nicht nur in der EN/500-Spiele-Kategorie, er könnte den ehemaligen russischen NHL-Star auch den Rekord für die meisten Empty-Net-Treffer in einer Saison abluchsen. Bure hält diesen mit insgesamt neun, Grabner kommt nach nur 26 Partien schon auf sechs.

Freitag-Ergebnisse der National Hockey League (NHL):

New York Rangers - Carolina Hurricanes 5:1
Colorado Avalanche - New Jersey Devils 1:2
Florida Panthers - San Jose Sharks 1:2
Winnipeg Jets - Vegas Golden Knights 7:4
Buffalo Sabres - Pittsburgh Penguins 0:4
New York Islanders - Ottawa Senators 5:6
Columbus Blue Jackets - Anaheim Ducks 4:2
St. Louis Blues - Los Angeles Kings 1:4