Boston ist zurück im Stanley-Cup-Finale

Spiel drei im Kampf um die Krone in der National Hockey League glich einer Härteschlacht. Allein im Schlussdrittel gab es 98 Strafminuten. Boston verkürzte mit dem 8:1-Heimsieg über Vancouver in der Serie auf 1:2.

Im TD Garden von Boston war schon in der Anfangsphase die erhitzte Stimmung zu spüren. Bereits nach fünf Minuten gab es einen Ausschluss.

Vancouvers Aaron Rome streckte mit einem harten Check Nathan Horton nieder. Der Bruins-Stürmer blieb benommen auf dem Eis liegen und musste von den Ärzten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Hausherren wirkten nach dem Verlust eines ihrer Toptorschützen einige Zeit geschockt. Diese Lähmung löste sich allerdings mit Beginn des zweiten Drittels, als bereits nach elf Sekunden Andrew Ference zum 1:0 für die Bruins einschoss.

Nur vier Minuten später erhöhte Mark Recchi im Powerplay auf 2:0. Der 43-Jährige ist damit der älteste Spieler, der in einem Stanley-Cup-Finale einen Treffer erzielen konnte. Brad Marchand (32./Unterzahl) und David Krejci (36.) bauten den Vorsprung sogar noch auf 4:0 aus.

Damit war die Partie gelaufen, im Schlussdrittel gab es neben weiteren Toren aber auch noch zahlreiche Strafen. Kurz vor dem fünften Tor der Bruins durch Daniel Paille (52./Unterzahl) gab es die erste Finalschlägerei zwischen Dennis Seidenberg und Ryan Kesler.

Jannik Hansen (54.) verhinderte mit dem Ehrentreffer für die Canucks ein Shutout von Bruins-Goalie Tim Thomas. In den letzten zweieinhalb Spielminuten legte Boston durch Recchi, Chris Kelly und Michael Ryder noch drei Tore zum 8:1-Endstand nach.

Zum ersten Mal seit 1996 erzielte eine Mannschaft wieder acht Tore in einem Stanley-Cup-Finale. Spiel vier der "Best-of-Seven"-Finalserie findet am Mittwoch in Boston statt.