Boston gewinnt den Stanley Cup

Die Boston Bruins gewinnen zum sechsten Mal in der Geschichte den Stanley Cup. Die Franchise aus Massachusetts setzte sich im entscheidenden siebenten Spiel der Finalserie in Vancouver gegen die Canucks mit 4:0 durch.

Mit jeweils zwei Treffern sind Patrice Bergeron und Brad Marchand neben Torhüter Tim Thomas die gefeierten Helden auf Seiten der Sieger.

Dabei hatte das Spiel für die Hausherren gut begonnen, denn den Canucks gehörte die Anfangsphase.

Nach zwölf gespielten Minuten nahmen die Bruins das Zepter in die Hand und schnürten die Hausherren im eigenen Drittel ein.

Drei Minuten später war es dann passiert. Nach einem ein Bully im gegnerischen Drittel brachte Marchand die Scheibe zur Mitte, wo Bergeron mit einem Flachschuss ins lange Eck Luongo keine Chance ließ.

Während die Kanadier ihre Chancen nicht nützten, präsentierten sich die Bruins eiskalt. In der 33. Minute konnte Luongo einen Schuss von Dennis Seidenberg nicht festhalten und Marchand eroberte sich den Puck, fuhr um das Tor herum und drückte den Puck zum 2:0 über die Linie. Luongo, der zu allem Überfluss von Daniel Sedin noch behindert wurde, kam zu spät.

Drei Minuten vor Drittelende musste Zdeno Chara auf die Strafbank. Es war im übrigen die erste Strafe des Spiels und die Hausherren feuerten in der Überzahl aus allen Lagen.

Dennoch war es Boston, das erneut Zählbares verbuchen konnte. In Unterzahl kam plötzlich Bergeron an den Puck und lief bedrängt von Ehrhoff auf das gegnerische Tor zu.

Kurz bevor der Stürmer abschließen konnte, kam er zu Fall und bugsierte den Puck samt Luongo ins Tor. Nach kurzer Beratung entschieden die Referees auf Tor und mit dem 3:0 ging es auch in die zweite Drittelpause.

Im letzten Abschnitt versuchten die Kanadier nochmal alles, um die Niederlage noch abzuwenden, doch die Bruins ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und erzielten durch Marchand mit einem Empty-Net-Goal auch noch das 4:0.

Vor allem Thomas im Tor Bostons war am Ende der Sargnagel für die Kanadier. Der Goalie entschärfte alle 37 Schüsse auf sein Tor und war am Ende neben den Doppeltorschütze Bergeron und Marchand der gefeierte Held auf Seiten des neuen Stanley-Cup-Siegers.

Boston stand zum insgesamt 18. Mal in einem NHL-Finale und ging zum sechsten Mal, erstmals seit 1972, auch wieder als Champion vom Eis. Für Vancouver war es im dritten Endspiel die dritte Niederlage.