Die Feinheiten der neuen Regeln

LAOLA1-Experte Bernd Freimüller erklärt die Anpassungen, ihre Hintergründe - und was mit der großen Revolution in der Erste Bank Eishockey Liga ist.

Wie in jeder Sportart gibt es auch im Regelbuch des Eishockeys hin und wieder Anpassungen. Den Ländern bzw. Ligen ist dabei mitunter große Gestaltungsfreihei in einigen Punkten gegeben.

In der Erste Bank Eishockey Liga gibt es 2019/20 keine großen Änderungen, aber doch etwas "Fine Tuning" - besonders, was die Aussprache bestimmter Strafen betrifft. LAOLA1-Experte Bernd Freimüller wirft einen Blick auf die Neuheiten im Casebook - und eine abgesagte Revolution.

Drei-gegen-Drei-Overtimes im Play-off,

Keine vier Minuten mehr für Boarding,

Der tote Paragraf – "Late Hits",

Goalies, die den Puck einfrieren,

und was ist mit der "großen Revolution"?

Erste Bank Eishockey Liga

19 Saisonen sind seit dem Neustart in Eishockey-Österreich im Jahr 2000 verstrichen. Seit der Spielzeit 2003/04 - und damit seit 17 Jahren - ist die Erste Bank Hauptsponsor der Liga. Mag. Gernot Mittendorfer, Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes und Vorsitzender des Austrian Hockey Board, will gemeinsam mit den Ligaverantwortlichen neue Schritte im österreichischen Eishockey setzen: "Das österreichische Nationalteam soll weiterhin das Premiumprodukt bleiben. Der Fokus liegt auf noch mehr Eiszeit für die einheimischen Spieler, einer optimalen Ligenstruktur und mehr Investment in den Nachwuchs."

Nach dem Rückzug von Medvescak Zagreb nehmen in der kommenden Saison elf Teams teil. Der Modus erfuhr dadurch eine Änderung: Die Top-5 erreichen nach Phase eins des Grunddurchgangs (44 Runden) die Pick-Round, erhalten für die zweite Phase 4-2-1-0-0 Bonuspunkte. In der Qualifikationsrunde kämpfen die restlichen sechs Teams um die letzten drei verbleibenden Play-off-Tickets. Die Bonuspunkte mit 8-6-4-2-1-0 vergeben.

Am 13. September startet die erste Runde des Grunddurchgangs mit vier Spielen. Der regierende Meister EC-KAC eröffnet die Saison mit einem Heimspiel gegen Hydro Fehérvár AV19. Parallel treffen die beiden weiteren Champions-Hockey-League-Starter Moser Medical Graz99ers und spusu Vienna Capitals aufeinander und das erste "West-Derby" der neuen Saison zwischen dem HC TWK Innsbruck und den Dornbirn Bulldogs geht in Szene. Der in der Preseason ungeschlagene HCB Südtirol Alperia empfängt den EC Red Bull Salzburg.