Titel an die Sabres

60 Minuten lieferten sich die Sabres Wien und die Eagles Salzburg ein würdiges Finalspiel in der European Women's Hockey League. Zwölf Sekunden vor Schluss gelang den Wienerinnen der "Lucky Punch" zum 5:4.

Am Samstag (Halbfinaltag) hatten sich die Wienerinnen mit einem klaren 5:1 gegen KMH Budapest aus Ungarn den Platz im diesjährigen Finale gesichert, Salzburg konnte dieses nach einem hart umkämpften 3:2 gegen die Kasachinnen aus Almaty erreichen.

Spannung pur dann auch am Finaltag: Aisulu Almaty setzte sich im Spiel um Bronze am Ende erst im Penaltyschießen mit 4:3 durch und darf sich damit erstmals über eine EWHL-Medaille freuen.

Spannung und Dramatik bot dann das rein österreichische Finale - apropos: erstmals in der Geschichte der EWHL gingen damit sowohl die Gold-, als auch die Silbermedaille nach Österreich.

In einem von der ersten Minute an intensiv geführten Spiel ergriffen die Sabres als erste die Initiative und machten Druck auf das Tor der Mozartstädterinnen, die ihrerseits aber mit 2:0 in Führung gehen konnten. Worauf Sabres-Coach Väärälä mit einem Timeout reagierte.

Mit 2:2 ging es in die erste Pause, nach Abschnitt zwei stand ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Als Anna Meixner mit ihrem vierten Tor an diesem Nachmittag zur erstmaligen Führung für den Titelverteidiger traf, glaubten viele bereits an eine Entscheidung, doch die Eagles glichen 127 Sekunden nochmals aus.

Zwölf Sekunden vor einer vermeintlichen Verlängerung traf Liga-Torschützenkönigin Kaitlin Spurling zum 5:4 Siegtreffer und die Sabres durften über ihren insgesamt sechsten EWHL-Titelgewinn jubeln.

Die vierfache Torschützin Anna Meixner zum Spiel: "Das war ein Spiel, das man Finalmatch nennen kann. Beide Teams haben sich von der besten Seite gezeigt, hatten gute und gefährliche Chancen. Es war ein Hin und Her mit vielen Emotionen. Im Endeffekt hatten wir mit dem Treffer zwölf Sekunden vor dem Ende das Glück auf unserer Seite und konnten so den EWHL-Titel erringen!"

Ähnlich auch der Kommentar von Meistertrainer Mika Väärälä: "Es war ein großartiges Spiel. Wie ein Finalspiel sein sollte. Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Die Mädels haben gekämpft und alles gegeben und so konnten wir die Trophäe wieder nach Wien holen. Es war nicht leicht, diesen Titel zu verteidigen."

"Bei den beiden Finalspielen zeigten wir unser bestes Eishockey in dieser Saison. Es macht irrsinnig Spaß, mit diesem Eagles-Team zu spielen. Am Ende fehlte uns auch ein wenig das Glück, dass man auch braucht, um so entscheidende Spiele zu gewinnen", so Teamkapitänin Marlene Brunner.

 

Die SPG Kitzbühel/Kufstein gewinnt nach einem 4:1-Heimsieg gegen die WE-V Flyers die Bronzemedaille in der Dameneishockey Bundesliga und sichert sich damit als bestes österreichisches Team der Liga auch den Platz in der Serie um die Bronzemedaille in der österreichischen Staatsmeisterschaft, wo es ab kommendem Samstag gegen die Neuberg Highlanders geht.

Die DEBL-Finalspiele zwei und drei zwischen dem HK Triglav Olimpija (SLO) und KMH Budapest II (HUN) finden am kommenden Wochenende in Ljubljana statt. Budapest liegt hier mit 1:0 nach Siegen in der "Best-of-Three"-Serie in Führung.

Und in der DEBL2 gewinnt Maribor Gold, Silber geht an die Dragons Klagenfurt und Bronze an die Red Angels aus Innsbruck.