Rang vier beim Women's Nations Cup

Im Spiel um Platz drei des 2014 Women's Nations Cup unterliegt Österreich Russland klar mit 1:8 und ist damit Vierter in der Endabrechnung.

Damit konnte "frau" aber immerhin mit der Schweiz und Deutschland zwei A-Nationen und Teilnehmer an den olympischen Winterspielen hinter sich lassen. Im Spiel um Platz fünf siegten die Schweizerinnen gegen Gastgeber Deutschland mit 4:1, das Finale entschied Finnland gegen Schweden mit 4:0 für sich.

Groß war die Freude nach dem Sieg gegen die Schweiz, doch dann kam die Frage: wer kann noch spielen? Beiter, Volgger und Hämmerle waren definitiv out, Hybler (Fieber) folgte. Dazu waren einige weitere (u. a. Hummel) bereits seit Beginn des Turniers angeschlagen.

Gut, dass dann zumindest noch Nadine Ullrich, die gegen die Schweiz gefehlt hatte, grünes Licht von der medizinischen Abteilung bekam und ins Line-up zurück kehren konnte. Somit waren gerade noch drei Linie irgendwie einsatzfähig.

Und die kämpften gegen einen übermächtigen Gegner auch von der ersten bis zur letzten Minute... bis zum Umfallen. Russland machte von der ersten Minute an Druck, schnürte das rot-weiß-rote Team phasenweise im eigenen Drittel ein und wollte sichtlich eine frühe Entscheidung. Die auch mit drei Toren in Minute 13, 15 und 16 letztendlich gelang. Positiv war aber, dass vor allem die erste Linie des rot-weiß-roten Teams mit Altmann - Kantor - Meixner die Russinnen  auch in deren Defensivabschnitt immer wieder in Bedrängnis bringen konnte. Am Ende stand allerdings ein klares 8:1 auf der Anzeigetafel und Russland durfte sich über Platz drei im Turnier freuen.

"Russland ist vor allem offensiv extrem stark, sie nützen Fehler wie unter anderem beim fünften Tor einfach eiskalt aus. Selbst in Komplettbesetzung hätten wir sie wohl derzeit nicht schlagen können. Gefreut hat mich aber, dass ein Block mit ihnen wirklich auf Augenhöhe agiert hat und wenn alle da und fit sind, haben wir knapp zwei Linien, die auf einem Niveau mit Finnland, Schweden oder Russland spielen können. Das reicht noch nicht, da müssen wir andere Spielerinnen auch noch dorthin bringen. Und wir müssen alle noch hart an uns arbeiten, denn vor allem physisch klafft noch eine riesige Lücke gegenüber diesen Ländern und die müssen wir jetzt mehr und mehr schließen. Dazu müssen wir uns auch technisch noch weiter steigern, um auf diesem Level 60 Minuten und mehr spielen zu können. Alles in allem war das Turnier aber eine sehr positive Erfahrung bzw. Standortbestimmung für uns und Platz vier war mehr, als wir uns urprünglich erwarten konnten", lautet das Schlussresümee von Teamchef Hämäläinen.

2014 Women's Nations Cup
3. Jänner 2014
Deutschland - Finnland 1:4 (0:1,1:2,0:1)
Österreich - Schweden 1:6 (0:1,1:4,0:1)
4. Jänner 2014
Schweiz - Schweden 4:5 n.P. (3:2,1:2,0:0)
Deutschland - Russland 1:4 (0:0,0:3,1:1)
5. Jänner 2014
Österreich - Schweiz 2:1 (1:0,1:0,0:1)
Russland - Finnland
6. Jänner 2014
Deutschland - Schweiz 1:4 (0:1,0:1,1:2)
Österreich - Russland 1:8 (1:4,0:2,0:2)
Schweden - Finnland 0:4 (0:1,0:1,0:2)