Nachbarduell mit Minikader

Am kommenden Wochenende spielt das österreichische Nationalteam in Telfs zweimal gegen Italien. Glaubt man der Statistik, dann bekommen die Zuseher am 25. und 26. Oktober ausgeglichene Spiele zu sehen.

Von den bisher 23 Spielen gingen nämlich zwölf Siege an Italien und elf an Österreich. Ein weiterer Sieg für unsere heimischen Damen würde den vorläufigen Ausgleich im Länderduell bedeuten.

Diesen Sieg zu holen, wird für das österreichische Team allerdings eine Herausforderung, denn von acht Auslandslegionärinnen ist diesmal nur Eva Beiter dabei und auch sie ist zudem für den Samstag noch fraglich. Zu den weiters sehr zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen im österreichischen Nationalteam gehört auch Allessandra Lopez. Vergangenes Wochenende zog sie sich beim Spiel mit ihrem Klub Salzburg Eagles gegen Bratislava einen Riss des Seitenbandes zu.

Mindestens vier bis sechs Wochen Pause stehen nun auf dem Programm und das ausgerechnet vor einem Wochenende, das für die Österreicherin mit italienischen Wurzeln besonders reizvoll gewesen wäre: "Meine Mutter ist Österreicherin, mein Vater Italiener. Daher ist es für mich immer besonders spannend mit dem österreichischen Nationalteam gegen Italien zu spielen. Und nun besonders bitter, dass ich nicht dabei sein kann!"

Noch spannender ist die Situation von Valentina Bettarini. In Bozen geboren und aufgewachsen lebt sie bereits seit fünf Jahren in Wien. Neben ihrem Studium spielt sie im Team der Sabres Wien und gilt daher als "Eishockeyösterreicherin".

Am kommenden Wochenende spielt sie mit dem italienischen Nationalteam gegen ihre Kolleginnen aus Österreich. "Für mich ist es natürlich ein bisschen komisch gegen meine Kolleginnen aus Österreich zu spielen, aber auf der anderen Seite spiele ich ja mit den Sabres Wien auch gegen meine Landsleute aus Bozen! Diese Situation hat ja auch immer einen gewissen Reiz und macht die Matches besonders spannend für mich", erklärt die Wahlwienerin schmunzelnd.

Auf die Frage hin, welcher Mannschaft sie am Wochenende bessere Chancen einräumt, muss sie länger überlegen: "Das ist schwer einzuschätzen, da beiden Teams nur ein Teil der Spielerinnen zur Verfügung steht. Trotzdem werden die Teams alles geben und kämpfen. Ich würde die Spiele als ernste Trainingsspiele einstufen."

Zur Info: neben den bereits erwähnten sieben Auslandslegionärinnen fehlen beim Team Austria diesmal elf weitere Spielerinnen verletztungs- oder berufsbedingt. Da dies aufgrund des ohnehin nicht sehr großen Kaders eigentlich nicht kompensierbar ist, werden sich insgesamt 14 Spielerinnen der Herausforderung "Italien" stellen.

25. Oktober 2014, 20:00 Uhr
Österreich - Italien
Eisarena Telfs
Schiedsrichter: David Nothegger, Wolfgang Newerkla, Günther Wieser

26. Oktober 2014, 11:00 Uhr
Österreich - Italien
Eisarena Telfs
Schiedsrichter: Matthias Ruetz, Marius Köb, Gerald Mutz