Champions League mit EBEL-Meister?

Der Internationale Eishockeyverband IIHF präsentiert einen Plan für eine neue Champions Hockey League für die Saison 2011/12. Die Erste Bank Eishockey Liga soll einen der 16 Startplätze erhalten.

Große Eishockey-Politik wurde beim IIHF-Champions-Hockey-League-Meeting in Zürich gemacht. Und zwar mit positivem Ausgang für die Erste Bank Eishockey Liga.

Nach einigen Konsultations-Gesprächen, in die sich auch NHL-Deputy-Commisioner Bill Daly einschaltete, liegt nun folgende Einladung der IIHF vor: Das Format der Champions Hockey League soll weiterhin aus sechzehn Mannschaften bestehen.

Für die Qualifikation ist aber das Liga-Ranking und nicht das Nationen-Ranking entscheidend. Das Liga-Ranking spricht, nicht zuletzt aufgrund der stetig wachsenden Zuschauer-Zahlen, für die Erste Bank Eishockey Liga.

Mit diesem Vorschlag gehen je zwei Startplätze für die in Planung befindliche Champions Hockey League der IIHF an die Ligen aus Russland, Tschechien, Schweden, Finnland, Deutschland und der Schweiz. Je ein Platz geht an den Titelverteidiger, den Sieger der European Trophy, sowie die Meister der Slowakei und der Erste Bank Eishockey Liga.

Liga-Manager Christian Feichtinger, der als Vorsitzender von Hockey Europe die Fäden zog, um die IIHF in diesem Sinne umzustimmen, stellte zufrieden fest: "Ich bin stolz, dass die Erste Bank Eishockey Liga die Anerkennung bekommt, die sie verdient. Unsere Präsenz in Hockey Europe hat uns den Weg hierzu geebnet. Das ist ein Beweis, dass die Bedeutung der Erste Bank Eishockey Liga im Konzert der Top-8-Ligen Europas weiter steigt."

Die europäischen Ligen müssen diesen Vorschlag nun prüfen und bis 17. Februar ihre Rückmeldung zu diesem Projekt geben. Der Ball liegt damit nun bei den europäischen Ligen und deren Klubs. Diese müssen entscheiden, ob sie den Vorschlag annehmen und ob ihre Mannschaften an diesem Wettbewerb teilnehmen sollen.

Im Falle einer Absage stehen Klubs aus der Slowakei, Weißrussland und anderen Nationen bereit, die lieber heute als morgen an der IIHF Champions Hockey League teilnehmen möchten.

Dem Konzept der IIHF liegt eine zentrale Vermarktung der TV-Rechte zugrunde. Seitens des Rechteinhabers Infront und der IIHF wird ein Budget garantiert, dass sowohl ein Startgeld für die teilnehmenden Vereine, sowie einen Transport- und Logistikkosten-Anteil, als auch ein Preisgeld für die Top-Vier - ein Final Four ist im Jänner 2012 vorgesehen - beinhaltet.

Ligapräsident Dr. Karl Safron nahm wie folgt Stellung: "Es ist eine große Anerkennung für die hervorragende Arbeit der Erste Bank Eishockey Liga und eine große Gelegenheit für einen unserer Klubs, an einer gesamt-europäischen Liga teilzunehmen."