Feichtner-Comeback nach Unfall

Fünf Monate nach dem Autounfall ist der Stürmer wieder im Liga-Betrieb.

Alps Hockey League

25 Wochen nach seinem schweren Autounfall ist Ex-ÖEHV-Nationalspieler Alexander Feichtner für den EK Zeller Eisbären aufs Eis zurückgekehrt.

Schon seit Anfang Jänner steht der 28-Jährige wieder im Mannschaftstraining, beim 1:0 der Salzburger über Jesenice in der Alps Hockey League wurde es für den ehemaligen EBEL-Stürmer bei RB Salzburg, Dornbirn und den Graz99ers auch wettkampfmäßig wieder ernst. Gleichzeitig war es das Debüt für seinen neuen Verein.

"Es war ein ganz besonderes Gefühl, wieder aufs Eis zu dürfen und vor Zuschauern, Familie und meinen Freunden zu spielen", sagt Feichtner im Interview auf der EKZ-Website.

"Ich habe wirklich sehr viel an meiner Fitness gearbeitet, um die Defizite zu kompensieren."

Aufbautraining von Null an

Überhaupt liegt ein langer Weg hinter Feichtner, der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Corin Konradsheim in der Nacht von 7. auf 8. August frontal mit einem anderen Fahrzeug kollidierteund einige Tage im Tiefschlaf lag.

"Ich habe Ende September wieder mit dem Aufbautraining begonnen, und zwar von Null. Das bedeutet, meine erste 'Trainingseinheit' bestand tatsächlich aus einem langsamen Spaziergang", berichtet der Salzburger von seinen letzten Monaten.

"Der Wiedereinstieg ins Eishockey fiel mir schwerer, als ich gedacht habe. In so einer Situation war ich noch nie und werde ich hoffentlich auch nie wieder sein. Ich war etwas zu ungeduldig und es war etwas Neues für mich, das Eishockey 'wieder zu erlernen'. Aber durch mein Umfeld wurde mir stets gut zugesprochen und ich werde auch weiterhin Geduld beweisen", verspricht Feichtner.

Weg von Konradsheim länger

"Der Weg zurück ist noch lange nicht abgeschlossen, dennoch freut es mich, wieder am Eis zu stehen und mit der Mannschaft zu spielen. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis ich wieder mein volles Potenzial ausschöpfen kann", ist sich der 28-Jährige bewusst, der auch betont: "Wir (Corin und ich) hätten beide den Unfall nicht überlebt, wenn wir nicht in diesem sehr guten Fitnesszustand gewesen wären, sagten die Ärzte. Deshalb ist die sportliche Fitness besonders wichtig für mich."

Zu Ehren von Corin Konradsheim, der das Unfallauto lenkte, trägt Feichtner die Nummer 74 auf der Brust - dessen Nummer bei den Eisbären. "Dadurch möchte ich meine Wertschätzung für ihn als Sportler und vor allem als Freund zum Ausdruck bringen, denn er wird immer einen speziellen Stellenwert in meinem Leben haben."

Der 24-jährige Verteidiger trug schwerere Verletzungen davon. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung, der aber länger sein wird als bei Feichtner.

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