Wer holt sich die Führungsposition?

Am Mittwoch geht die 3. Runde im Österreich Cup über die Bühne. Tabellenführer Lorenz Lift VEU Feldkirch hat dabei den noch ungeschlagenen HC Steelers Kapfenberg zu Gast. Auf den EHC-Bregenzerwald kommt in den kommenden sechs Tagen ein "Monsterprogra

In der Inter-National-League (INL) konnte der EHC-Bregenzerwald am vergangenen Samstag die Tabellenführung erobern. In den Österreich Cup sind die "Wälder" allerdings mit einer knappen Niederlage gestartet, Spiel Nummer zwei gegen HC Steelers Kapfenberg musste verschoben werden. In den kommenden sechs Tagen wartet daher auf die Vorarlberger ein "Monsterprogramm" mit vier Spielen (Cup, zwei Mal Inter-National-League und der Cup-Nachtrag in Kapfenberg).

In der Messehalle von Dornbirn empfangen die "Wälder" am Mittwoch den EK Zell am See, gegen den sie zum Auftakt in diesen neuen österreichischen Bewerb vor rund einem Monat in der Verlängerung den Kürzeren zogen. "Es erwartet uns ein harter Brocken. Vor dem schweren Auswärtswochenende mit drei Spielen in drei Tagen wollen wir noch einmal Selbstvertrauen tanken", meint Trainer Henrik Alfredsson.

Obmann Guntram Schedler warnt vor den gegnerischen Sturmreihen, die mit Petr Vala und Igor Rataj (je fünf Scorerpunkte) die besten Scorer des Österreich Cup in ihrem Team haben. "Es gilt die Paradelinie der Zeller zu entschärfen. Wir sind Handwerker und müssen wie ein guter Handwerker, schlau, mit viel Einsatz, unseren besten Werkzeugen und Hausverstand an die Sache herangehen", so Schedler.

Die Zeller "Eisbären" wollen am Mittwoch zum bereits dritten Mal in dieser Saison (einmal Cup, einmal INL) gegen die Vorarlberger gewinnen. "Die Wälder sind im Moment gut drauf, doch wir brauchen uns vor niemanden zur verstecken", meint Verteidiger Fabian Stichauner. So wie es aussieht, steht dem Trainerteam für dieses Vorhaben die komplette Mannschaft zur Verfügung. "Erstmals in dieser Saison hatten wir in den letzten Trainingseinheiten bis zu fünf Linien am Eis. Das heißt erstmals entscheidet nicht die Verletztenliste, wer zum Einsatz kommen wird. Die Duelle gegen Bregenzerwald sind immer heiß umkämpft. Ich bin überzeugt, auch dieses Mal werden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden", so Assistant Coach Thomas Guggenberger.

Der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel steht im Cup als einzige Mannschaft noch ohne Punkte da. Im Heimspiel gegen EHC Alge Elastic Lustenau soll sich dieser Zustand allerdings ändern. Bis auf Christopher Feix treten die Tiroler komplett an. "Für uns ist es egal, ob Cup- oder INL-Spiel, wir wollen auf jeden Fall unsere Spiele gewinnen, um damit Selbstvertrauen zu tanken. Bei den Niederlagen fehlte es uns meistens an der Kaltschnäuzigkeit und Coolness in den Schlüsselszenen. Wir arbeiten aber in jedem Training hart daran, diese Fehler zu minimieren und gehen voller Zuversicht in die kommenden Spiele", meint Verteidiger Igor Ivanov. Gegner Lustenau ist mit ebenfalls zwei Niederlagen in den Cup gestartet und erhofft sich daher den ersten vollen Erfolg mit einem Sieg in Kitzbühel.

In der Vorarlberghalle treffen am Mittwoch zwei noch ungeschlagene Teams aufeinander, wobei Lorenz Lift VEU Feldkirch die Tabelle anführt und HC Steelers Kapfenberg erst ein Spiel ausgetragen hat. "Es ist eine ganz interessante Konstellation, wir treffen zweimal hintereinander auf den gleichen Gegner, zuerst im Cup und dann am Wochenende in der INL. Kapfenberg ist ein starker Gegner. Um voll zu punkte, wird alles passen müssen, aber wir werden alles daran setzen, dies auch zu schaffen", wünscht sich Manager Michael Lampert zwei Siege gegen die Steirer. Kapfenberg bilanzierte in dieser Woche nach den ersten zwei Monaten Inter-National-League durchaus positiv und hofft, den Schwung der letzten Spiele auch in den Cup mitnehmen zu können.

"Man kann mit allen Teams der Liga mehr als nur mithalten, gerade wenn das Team sich weiter mit solchen Riesenschritten entwickelt, ist heuer schon Vieles möglich. Mit Richard Sabol und Robin Bauer haben wir eines der besten Torhüterduos der Liga, beide sind ein absolut toller Rückhalt für das ganze Team. Die Abwehr wirkt immer gestärkter und in der Offensive überzeugen neben den routinierten Kräften auch die sehr jungen Spieler immer mehr. Eine gefährliche Mischung, mit der man sicher Großes erreichen kann", freut sich das Mangement über einen erfolgreichen Neustart im Kapfenberger Eishockey.