Es bleibt spannend

Im Kampf um ein Play-off-Ticket in der Inter-National-League kann Titelverteidiger EHC-Bregenzerwald enorme Pluspunkte sammeln. Zwei Siege am Wochenende gegen die Nachzügler sollten möglich sein. FBI VEU Feldkirch könnte wieder zu Tabellenführer HK Jeseni

Der EHC-Bregenzerwald hat sich in den ersten drei Spielen der Zwischenrunde der Inter-National-League in eine gute Ausgangsposition gebracht. Der Titelverteidiger holte drei Siege und könnte am Wochenende bereits einen großen Schritt Richtung Play-off-Ticket machen, wenn es auswärts gegen den HKMK Bled (0 Punkte) und zu Hause gegen HDK Maribor (3 Punkte) geht.

"Es wird sicher keine leichte Aufgabe, auch wenn die Tabellensituation anderes verspricht", meint Obmann Guntram Schedler. "Wir arbeiten weiterhin sehr fokussiert und wollen unseren Polster auf den ersten Verfolger weiter ausbauen." Mit einem Abstand von vier bzw. fünf Zählern liegen HK Playboy Slavija Ljubljana und der SV Kaltern rothoblaas in Lauerstellung.

Am Sonntag empfangen die Slowenen die Südtiroler zum zweiten Duell innerhalb von wenigen Tagen. Kaltern konnte zuletzt das Heimspiel mit 4:0 für sich entscheiden und möchte mit einem Auswärtssieg Slavija in der Tabelle der Gruppe B überholen. "Wir haben diesen Sieg wirklich verdient und haben hervorragendes Eishockey gezeigt. So wollen wir auch auswärts auftreten", erklärt Präsident Mathias Lobis.

In Gruppe A ist die Situation ähnlich, der HK Jesenice führt mit zwölf Punkten vor der FBI VEU Feldkirch (9) und dem HC Merano (7) die Tabelle an. Am Samstag kommt es hier auch zum Verfolgerduell zwischen Feldkirch und Meran in der Vorarlberghalle. Der Verlierer dieser Partie wird wohl die Ambitionen einer direkten Play-off-Qualifikation zu den Akten legen können.

In der "Master Round" konnte der Siegeszug des HC Gherdeina etwas eingebremst werden, dennoch liegen die Grödner noch mit einem Zähler Vorsprung an der Spitze. Dies könnte sich bereits Freitagabend ändern, wenn der HC Neumarkt Riwega drei Punkte entführen kann. Aus österreichischer Sicht duellieren sich an diesem Abend noch der EHC Palaoro Lustenau und der EK Zell am See, der Verlierer dürfte sich vom „Pick-Recht“ langsam aber sicher verabschieden.

"Wir können über 60 Minuten – und wenn gefordert noch länger – mit vier Linien Druck auf die Pinzgauer ausüben. Die jungen Lustenauer Nachwuchsspieler haben gelernt, auch in entscheidenden Phasen Verantwortung zu übernehmen", meint ein motivierter Lustenauer Trainer Timo Keppo, der mit seiner Mannschaft den letzten Platz gerne verlassen möchte.

Beim EK Zell am See geht man mit einer langen Verletztenliste in dieses Duell, man möchte sich aber nicht bereits im Vorhinein geschlagen geben. "Die Verletzten bereiten uns natürlich Kopfzerbrechen, jetzt müssen wir noch enger zusammenrücken. Wir haben dieses Wochenende zum Glück nur ein Spiel, werden versuchen all unsere zur Verfügung stehenden Kräfte zu bündeln und eine Überraschung zu liefern", üben sich die Pinzgauer im Optimismus.