Keine Schonkost am Aschermittwoch

Drei Viertelfinalspiele gehen in die zweite Runde. Grunddurchgangssieger ATSE Graz ist auswärts gegen die ece Bulls Kapfenberg schon unter Druck. EK Zell am See und EHC Palaoro Lustenau wollen mit Heimsiegen ihre "Best-of-Five"-Duelle ausgleiche

21.02.2012
Dab. Docler Dunaujvaros – FBI VEU Feldkirch
Eishalle Dunaujvaros, 19:15 Uhr
SR: Christian JELINEK, Wolfgang KRUTAK, Daniel SOOS
Bisherige Ergebnisse: 3:4 (a), 3:0 (h), 1:3 (a)
Stand im "Best of Five": 0:1

22.02.2012
ece Bulls Kapfenberg – ATSE Graz

Eishalle Kapfenberg, 19:00 Uhr
SR: Oscar WALLNER, Manuel NIKOLIC, Roman TRATTNIG
Bisherige Ergebnisse: 2:5 (h), 2:5 (a), 2:3 (h), 3:5 (a), 5:2 (a)
Stand im "Best of Five": 1:0

Es war die große Überraschung am vergangenen Samstag: Die ece Bulls Kapfenberg feierten ausgerechnet im ersten Viertelfinalspiel gegen den Dominator des Grunddurchgangs, den ATSE Graz, den ersten Saisonsieg. Damit führen die Bulls in der Serie mit 1:0. Aufgrund des Ausscheidens der Moser Medical Graz 99ers aus der Erste Bank Eishockey Liga stehen den Obersteirern ab sofort die Kooperationsspieler der 99ers dauerhaft zur Verfügung. Zudem gehen diese Spieler ausgeruhter in die Partien, fällt die Doppelbelastung seit letzter Woche weg. „Die Jungs haben uns die ganze Saison schon geholfen. Dass diese Spieler jetzt immer bei uns sind, sollte keinen überraschen“, erklärt Geschäftsführer Michael Schrittwieser. Trotz des Sieges wissen die Kapfenberger, dass der ATSE weiterhin Favorit ist und am Mittwoch zurückschlagen möchte. „Ich erwarte den ATSE sehr aggressiv“, meint Head Coach Andreas Wanner. „Wir dürfen den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, dann ist wieder eine Überraschung möglich.“ Auf der Gegenseite wollen die Grazer nicht neuerlich als Verlierer vom Eis gehen und dann komplett mit dem Rücken zur Wand stehen. Stürmer Marc Brown, der nach seiner Verletzungspause am Samstag erstmals wieder spielen konnte, sieht die 2:5-Heimniederlage des ATSE folgendermaßen: „Kapfenberg hat einfach stärker gespielt und mit Oliver Zirngast war ein sehr guter Torhüter am Werk. Am Mittwoch ist ein neues Spiel, was davor war, ist egal.“ Die Grazer haben sich von Kooperationspartner EC Rekord Fenster VSV mittlerweile Verstärkung geholt. Seit Montag trainieren unter der Leitung von Head Coach Martin Hohenberger die Spieler Stefan Bacher, Benjamin Petrik und Michael Köfeler mit dem ATSE mit. Als speziellen Trainingsgast begrüßen die Steirer Markus Peintner, der vor seinem Wechsel zum VSV mit den Grazern die Saisonvorbereitung bestritt.

EK Zell am See – EC hagn_leone Dornbirn
Eishalle Zell am See, 19:30 Uhr
SR: Pavel CERVENAK, Daniel HÖLLER, Kevin KONTSCHIEDER
Bisherige Ergebnisse: 1:5 (a), 2:3 nV (a), 2:6 (h), 3:1 (h), 2:6 (a)
Stand im "Best of Five": 0:1

Auch beim EK Zell am See wird im zweiten Viertelfinalspiel gegen EC hagn_leone Dornbirn ein spezieller Gast erwartet. Die tschechische Torhüter-Legende Dominik Hasek besucht auf Einladung von Head Coach Milan Mazanec Zell am See und wird im Abschlusstraining am Dienstag versuchen, den Eisbären nützliche Tipps zu geben. Vor dem Spiel wird der Olympia- und Stanley-Cup-Sieger Autogrammwünsche erfüllen und nach der Partie bei einer Pressekonferenz zur Verfügung stehen. Nach der 2:6-Auswärtsniederlage wollen die Salzburger vor Heimpublikum in der Serie ausgleichen. Wie das gelingen soll? Mit einer konsequenten Defensivleistung gepaart mit Leidenschaft und Einsatz bis zum Umfallen. Volker Keidel wird an dieser Partie nach einem Handgelenksbruch nicht teilnehmen. Stephan Uhl, Jan Bula und Jan Nemecek sind fraglich. „Um zu gewinnen, müssen wir dir erste Linie der Dornbirner ausschalten“, weiß Uhl. In den ersten 40 Minuten war die Begegnung am Samstag äußerst umkämpft. Erst im Schlussdrittel bewiesen die Bulldogs ihren Torriecher und zogen mit vier Toren im letzten Abschnitt noch davon. „Das Spiel war lange auf des Messers Schneide. Spiel zwei in einer Serie kann schon vorentscheidend sein. Daher wollen wir auf 2:0 stellen“, heißt es aus Dornbirn.

EHC Palaoro Lustenau – HC TWK Innsbruck "Die Haie"
Rheinhalle Lustenau, 19:30 Uhr
SR: Robert DOSTAL, Patrick KALB, Oliver RAMBAUSEK
Bisherige Ergebnisse: 1:6 (a), 0:4 (h), 2:6 (h), 0:5 (a), 3:4 nV (a)
Stand im "Best of Five": 0:1

Die Partie mit der meisten Spannung war in Innsbruck zu sehen. Der Auftakt in diese Viertelfinalserie wurde erst in der Verlängerung entschieden. Florian Pedevilla schoss den HC TWK Innsbruck in der achten Minute der Overtime zum knappen 4:3-Heimsieg. Trotz des Erfolges mussten die „Haie“ auch einen Rückschlag verkraften. Nach einem Stockschlag von Raymond Murray am Lustenauer Gerald Penker, der sich dadurch das linke Wadenbein gebrochen hat, sperrte der Referent für das Melde-, Ordnungs- und Beglaubigungswesen des ÖEHV am Dienstag den Innsbrucker Spieler für drei Meisterschaftsspiele unbedingt und für zwei Meisterschaftsspiele bedingt. Auch wenn mit dem Kanadier ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft ausfällt, gilt es für Head Coach Daniel Naud, zahlreiche Dinge besser zu machen. „Wir fanden nie zu unserem Rhythmus und hatten auch ein schlechtes Überzahlspiel“, analysiert der Trainer. Der EHC Palaoro Lustenau war am Samstag knapp dran, den ersten Saisonsieg über die Tiroler zu feiern. Im ersten Heimspiel dieser Serie wollen die Vorarlberger dieses Kunststück aber schaffen. „Die Niederlage war unglücklich. Wir haben phasenweise dieses erste Spiel kontrolliert“, weiß Head Coach Gary Prior. Penker darf nach seiner schweren Verletzung die nächsten vier bis fünf Wochen keinen Sport ausüben.

Play-off Termine
Viertelfinale (Best of Five)
18.02., 21./22.02., 25.02., 28.02., 03.03.
Halbfinale (Best of Five)
06.03., 10.03., 13.03., 17.03., 20.03.
Finale (Best of Five)
24.03., 27.03., 31.03., 03.04., 07.04.

Modus
Bei unentschiedenem Spielstand nach Ablauf der regulären Spielzeit erfolgt nach zweiminütiger Pause ohne Eisreinigung eine "Sudden Victory Overtime" von zehn Minuten mit vier Feldspielern. Danach Penaltyschießen nach ÖEHV-Regeln. Sollte in einem Viertel-, Halbfinal- oder Finalspiel, in dem eine Mannschaft den Aufstieg bzw. den Gewinn der Meisterschaft schaffen kann, nach der regulären Spielzeit der Spielstand unentschieden sein, so erfolgt eine weitere 20-minütige "Sudden Victory Overtime" bis zum entscheidenden Tor gespielt. Sollte der Spielstand danach weiterhin unentschieden sein, so erfolgen weitere 20-minütige "Sudden Victory Overtime" bis zur Entscheidung.