Acht Mannschaften, ein Ziel

Der Grunddurchgang spielt ab Samstag in der Nationalliga keine Rolle mehr. Acht Mannschaften haben es ins Viertelfinale geschafft. Ein Derby, zwei Westschlager und das Duell zwischen Titelverteidiger und Neuling ermitteln in einem "Best of Five"

ATSE Graz – ece Bulls Kapfenberg
Eishalle Graz-Liebenau, 19:15 Uhr
SR: Rene STRASSER, Christoph GESSON, Daniel KÖNIG
Bisherige Ergebnisse: 5:2 (a), 5:2 (h), 3:2 (a), 5:3 (h)
Stand im "Best of Five": 0:0

Bereits am Mittwoch in der letzten Runde gab es einen Vorgeschmack darauf, was Klubs und Fans im Viertelfinale erwartet. Kapfenberg behielt trotz der knappen 3:5-Niederlage in Graz den achten Rang, nachdem die Vienna Capitals Silver nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen den EC-KAC verloren haben. Daher gibt es im Viertelfinale eine Fortsetzung der steirischen Rivalität. Auch wenn die Grazer bisher alle vier Spiele für sich entscheiden konnten, erwartet sich der Sieger des Grunddurchgangs eine enge Serie auf Augenhöhe. "Es ist relativ einfach. Wir müssen zu unserem Spiel finden und dürfen nicht abwarten, was der Gegner macht. Ich will, dass mein Team mehr Leidenschaft am Eis zeigt und härter arbeitet als der Gegner", möchte Head Coach Martin Hohenberger nur auf seine Mannschaft schauen. Bei Kapfenberg hat in den Derbys nur wenig gefehlt, um einmal als Sieger vom Eis zu gehen. Vor zwei Tagen verzeichneten die Obersteirer mehr Torschüsse, im Abschluss waren die Bulls aber nur drei Mal erfolgreich. "Wir gehen unbelastet in diese Serie und haben nichts zu verlieren", meint Head Coach Andreas Wanner, der nach dem Saisonende der Moser Medical Graz 99ers einige Kooperationsspieler zur Verstärkung erhalten wird. „Der ATSE ist Favorit und hat die Liga bisher dominiert. Mit Ales Sila haben die Grazer den stärksten Goalie.“

EC hagn_leone Dornbirn – Ek Zell am See
Messehalle Dornbirn, 19:15 Uhr
SR: Gerhard SPORER, Oliver RAMBAUSEK, Karl WALLUSCHNIG
Bisherige Ergebnisse: 5:1 (h), 3:2 nV (h), 6:2 (a), 1:3 (a)
Stand im "Best of Five": 0:0

Am letzten Spieltag des Grunddurchgangs schaffte der EC hagn_leone Dornbirn noch den Sprung auf den zweiten Platz. Diese Position verschafft den Vorarlbergern im Viertelfinale ein Wiedersehen mit dem EK Zell am See, gegen den man im Laufe der Saison vier Mal antreten musste. Verliefen zwei Aufeinandertreffen recht deutlich, konnten sich die Eisbären aber auch zwei Mal gut in Szene setzen. Der 3:1-Heimsieg in der letzten Begegnung wird den Salzburgern zusätzliches Selbstvertrauen verleihen, hat man gesehen, dass die Bulldogs nicht unverwundbar sind. "Wir schauen von Spiel zu Spiel. Dornbirn ist Favorit, wir wollen aber eine lange Serie erzwingen", heißt es aus dem Pinzgau. Zahlreiche Verletzungen machten es Zell am See in der Vorbereitung auf diese Serie nicht leicht. Jan Bula, Jan Nemecek, Volker Keidel und Christoph Frank sind angeschlagen und für die erste Partie in Dornbirn fraglich. Im Lager der Vorarlberger hält sich die Freude über den Gegner in Grenzen. "Auch wenn es klare Ergebnisse gab, alle Spiele standen auf des Messers Schneide", wissen die Bulldogs. Daher wird der Vizemeister voll konzentriert zur Sache gehen, um nicht überrascht zu werden. Als Bonus für die Zuschauer gibt es nach dem Spiel eine Faschingsparty, auf alle "Mäschgerle" wartet ein Glas Sekt zur Begrüßung.

HC TWK Innsbruck "Die Haie" – EHC Palaoro Lustenau
TWK Arena Innsbruck, 19:15 Uhr
SR: Werner FLADENHOFER, Oskar JOHNSTON, Lucas PLATTNER
Bisherige Ergebnisse: 6:1 (h), 4:0 (a), 6:2 (a), 5:0 (h)
Stand im "Best of Five": 0:0

Am letzten Spieltag hat der HC TWK Innsbruck noch den zweiten Rang verloren und an Dornbirn abgegeben. Daher geht es für die "Haie" in der ersten Play-off-Runde nun gegen den EHC Lustenau, gegen den man sich bisher schadlos halten und sogar zwei Shutouts feiern konnte. "Gegen Feldkirch war es wie verhext. Beim 0:1 wollte der Puck einfach nicht ins gegnerische Tor", konnten sich die Innsbrucker auch nicht erklären, warum es gerade bei der torgefährlichsten Mannschaft der Liga (175 Treffer) am Mittwoch bei über 50 Torschüssen nicht klappen wollte. "Auf die erste Linie der Lustenauer müssen wir besonders aufpassen." Genau darin sehen jetzt die Vorarlberger ihre Chance und möchte dieses Tiroler Offensiv-Blackout im Viertelfinale zu einer Überraschung nutzen. Was spricht gegen eine Sensation? Lustenau hat schon zwei Jahre lang keinen Punkt mehr gegen die "Haie" gemacht. "Neuzugang Marc Rancourt hat sich gut bei uns eingefügt und harmoniert mit Toni Saarinen und Juha-Matti Vanhanen", heißt es aus dem "Ländle". "Wir wollen im Play-off zeigen, dass wir eine Überraschung schaffen können."

FBI VEU Feldkirch – Dab. Docler Dunaujvaros
Vorarlberghalle Feldkirch, 19:30 Uhr
SR: Gerald PODLESNIK, Alexander DREIER, Stefan KUMMER
Bisherige Ergebnisse: 4:3 (h), 0:3 (a)
Stand im "Best of Five": 0:0

Dab. Docler Dunaujvaros ist nicht gerade der Wunschgegner für den Titelverteidiger aus Feldkirch, liegen doch etliche Buskilometer zwischen den beiden Mannschaften. Positiv für die Vorarlberger ist jedoch, dass sie sich im letzten Spiel mit einem 1:0-Sieg beim HC Innsbruck noch das Heimrecht für diese Viertelfinalserie sichern konnten. Damit ist schon einmal garantiert, dass der Neuling aus Ungarn öfter die weite Anreise in Kauf nehmen muss. "Den Gegner können wir auch kaum einschätzen, da der Spielerpool der Ungarn sehr groß ist", konnte die VEU aus den bisherigen beiden Duellen gegen Dunaujvaros nicht schlau werden. Zu Hause feierten die Feldkircher einen 4:3-Sieg, auswärts setzte es eine 0:3-Niederlage. Eine ähnlich ausgeglichene "Best-of-Five"-Serie wird hier erwartet. Personalsorgen bestehen bei den Feldkirchern weiterhin, auch wenn Walter Fussi nach seiner langen Verletzungspause in wenigen Tagen wieder das Training aufnehmen könnte. Der große Kader von Dunaujvaros gibt den Ungarn unzählige Möglichkeiten, das Team durchzumischen und bei Kräften zu halten. Denn Der Verein nimmt neben der Nationalliga auch noch an der MOL-Liga (im "Best-of-Seven"-Finale gegen Miskolc mit 2:0 voran) und der ungarischen Meisterschaft teil.

Play-off Termine
Viertelfinale (Best of Five)
18.02., 21./22.02., 25.02., 28.02., 03.03.
Halbfinale (Best of Five)
06.03., 10.03., 13.03., 17.03., 20.03.
Finale (Best of Five)
24.03., 27.03., 31.03., 03.04., 07.04.

Modus
Bei unentschiedenem Spielstand nach Ablauf der regulären Spielzeit erfolgt nach zweiminütiger Pause ohne Eisreinigung eine "Sudden Victory Overtime" von zehn Minuten mit vier Feldspielern. Danach Penaltyschießen nach ÖEHV-Regeln. Sollte in einem Viertel-, Halbfinal- oder Finalspiel, in dem eine Mannschaft den Aufstieg bzw. den Gewinn der Meisterschaft schaffen kann, nach der regulären Spielzeit der Spielstand unentschieden sein, so erfolgt eine weitere 20-minütige "Sudden Victory Overtime" bis zum entscheidenden Tor gespielt. Sollte der Spielstand danach weiterhin unentschieden sein, so erfolgen weitere 20-minütige "Sudden Victory Overtime" bis zur Entscheidung.