"Matchpuck" für die "Haie"

Drei "Best-of-Five"-Viertelfinalserie in der Nationalliga beginnen am Samstag wieder bei Null. ATSE Graz, FBI VEU Feldkirch und EC hagn_leone Dornbirn möchten im Heimspiel vorlegen. Der HC TWK Innsbruck könnte den Einzug unter die besten Vier sc

FBI VEU Feldkirch – Dab. Docler Dunaujvaros
Eishalle Dunaujvaros, 19:15 Uhr
SR: Roland ALTERSBERGER, Daniel KÖNIG, Christian MEURERS
Bisherige Ergebnisse: 4:3 (h), 0:3 (a), 3:1 (h), 1:2 (a)
Stand im "Best of Five": 1:1

Ein Duell auf Augenhöhe ist diese "Best-of-Five"-Viertelfinalserie zwischen Titelverteidiger und Liganeuling. Nach einem knappen Heimsieg von FBI VEU Feldkirch am vergangenen Samstag mussten sich die Vorarlberger am Faschingsdienstag in Ungarn knapp mit 1:2 geschlagen geben. Damit starten beide Vereine bei Null in ein neues "Best of Three". Spiel drei in der Feldkircher Vorarlberghalle kommt eine große Bedeutung zu, kann der doch Sieger dieser Begegnung bereits in der nächsten Woche den Einzug in das Halbfinale fixieren. Dabei möchte sich die VEU der Stärken aus dem ersten Duell wieder erinnern: Diszipliniertes Verhalten in der Defensive und konsequentes Forechecking waren der Schlüssel zum Erfolg. "Es war eine sehr enge Partie am Dienstag, wir haben zu viele Chancen vergeben und gegen Ende sind wir zu ungeduldig geworden und haben uns dann bei einem Konter den entscheidenden Gegentreffer eingefangen", analysiert Head Coach Michael Lampert Dunaujvaros’ Ausgleich zum 1:1 in der Serie.

ATSE Graz – ece Bulls Kapfenberg
Eishalle Graz-Liebenau, 19:15 Uhr
SR: Ulrich ERD, Oskar JOHNSTON, Karl WALLUSCHNIG
Bisherige Ergebnisse: 5:2 (a), 5:2 (h), 3:2 (a), 5:3 (h), 2:5 (h), 3:2 nP (a)
Stand im "Best of Five": 1:1

Auch im steirischen Viertelfinalderby zwischen dem ATSE Graz und den ece Bulls Kapfenberg beginnt das Duell wieder von vorne. Nach dem überraschenden Auftaktsieg der Obersteirer in Graz konnte der Dominator des Grunddurchgangs ebenso mit einem Auswärtssieg zurückschlagen und die Serie zum 1:1 ausgleichen. Die Grazer mussten zwei Mal einen Rückstand aufholen und zusätzlich ins Penaltyschießen gehen, um die Kapfenberger in die Knie zu zwingen. "Wir müssen noch konzentrierter spielen und uns weiter steigern", meint ATSE-Stürmer Philipp Winzig, der im Shootout am Mittwoch den entscheidenden Treffer beisteuerte. "Was wir verbessern können, ist auf jeden Fall unsere Undiszipliniertheit. Wir müssen viel weniger Strafen nehmen." Auf Seiten der Grazer werden wieder die VSV-Spieler Stefan Bacher, Nico Toff, Benjamin Petrik und Michael Köfeler auflaufen. Kapfenberg trauert der vergebenen Chance, den zweiten Sieg einzufahren, nicht nach, auch wenn "es schön gewesen wäre". Für die dritte Begegnung in dieser Serie erwartet sich Head Coach Andreas Wanner wieder ein sehr ausgeglichenes Spiel. "Ein Shootout ist immer mit Glück verbunden. Jetzt geht es wieder von vorne los. Wir haben die Qualität, um den ATSE in Liebenau wieder zu biegen. Wenn wir einen guten Tag erwischen ist alles drinnen."

EC hagn_leone Dornbirn – EK Zell am See
Messehalle Dornbirn, 17:00 Uhr
SR: Gerald PODLESNIK, Alexander DREIER, Christoph GESSON
Bisherige Ergebnisse: 5:1 (h), 3:2 nV (h), 6:2 (a), 1:3 (a), 6:2 (h), 1:4 (a)
Stand im "Best of Five": 1:1

Die symbolische Unterstützung von Torhüter-Legende Dominik Hasek hat beim EK Zell am See gefruchtet. Der Besuch des Tschechen, ein Freund von Head Coach Milan Mazanec, in dieser Woche beflügelte die Eisbären zu einem 4:1-Heimsieg über den EC hagn_leone Dornbirn und zum 1:1-Ausgleich im "Best of Five". Damit fahren die Salzburger mit breiter Brust am Samstag nach Dornbirn, um vielleicht den Schwung vom jüngsten Erfolg in die dritte Partie mitzunehmen. "Unser Minimalziel war es, ein zweites Heimspiel zu erreichen. Das haben wir geschafft und damit lastet der Druck auf den Dornbirnern", erklären die Eisbären. Zudem könnte sich die Verletztenliste der Salzburger reduzieren: Volker Keidel ist nach seinem Handgelenksbruch wieder dabei, die Einsätze von Jan Nemecek und Jan Bula entscheiden sich kurzfristig. Von beginnender Nervosität möchten die Bulldogs vorerst aber noch nichts wissen, auch wenn im Heimspiel ein Sieg gefordert wird. "Spiel drei in so einer Serie ist richtungsweisend. Die Niederlage müssen wir abhaken und uns neu für die nächste Partie motivieren", meint Trainer Lenny Eriksson.

HC TWK Innsbruck "Die Haie" – EHC Palaoro Lustenau
TWK Arena Innsbruck, 19:15 Uhr
SR: Gerhard SPORER, Manfred SPORER, Roman TRATTNIG
Bisherige Ergebnisse: 6:1 (h), 4:0 (a), 6:2 (a), 5:0 (h), 4:3 nV (h), 7:3 (a)
Stand im "Best of Five": 2:0

Als einzige Mannschaft der acht Viertelfinalvertreter kann am Samstag der HC TWK Innsbruck ins Halbfinale einziehen. Nach einem hart umkämpften Auftaktsieg nach Verlängerung setzten sich die Tiroler am Mittwoch mit 7:3 in Lustenau durch. Durch das 2:0 im "Best of Five" haben die "Haie" vor eigenem Publikum bereits den ersten "Matchpuck". In diese dritte Partie müssen die Innsbrucker allerdings erneut ohne Stürmer Raymond Murray gehen, der noch für zwei Spiele nach seinem Stockschlag gegen Gerald Penker gesperrt sein wird. "Wir müssen wieder hochkonzentriert sein. Aber natürlich spricht die Ausgangslage klar für uns. Vor allem die Art und Weise wie wir in Lustenau gespielt haben, stimmt sehr positiv", erklärt Verteidiger Florian Pedevilla. Das Thema Konzentration spielt auch beim EHC Palaoro Lustenau eine wichtige Rolle. Im letzten Heimspiel ließ man diese manchmal vermissen, wodurch Innsbruck zu einfachen Toren gekommen ist. "Wir hatten in beiden Spielen unsere Chancen. Vor dem gegnerischen Tor müssen wir konzentrierter und eiskalt zu Werke gehen", wissen die Lustenauer, was sie auf dem Weg zu einem Auswärtssieg und zur Verlängerung der Saison tun müssen.