Vorarlbergderby zwischen VEU und EHC

Die Nationalliga geht an diesem Wochenende in die 4. Runde. In Feldkirch empfängt die FBI VEU den EHC Infrafit Lustenau zum ewig jungen Derby, Zell/See versucht als nächstes Team dem Leader aus Dornbirn ein „Haxl“ zu stellen.

Samstag, 09.10.2010,  19.30 Uhr
EC Red Bull Salzburg - HC TWK Innsbruck „die Haie“
SR: Robert DOSTAL, Oliver Rambausek, Gerhard Sporer

In der Volksgarten Eisarena empfangen die Red Bulls den HC TWK Innsbruck „die Haie“. Beide Teams sind mit zwei Siegen aus drei Spielen gut gestartet und halten Anschluss an den momentan souveränen Leader aus Dornbirn.

Die jungen Salzburger wussten bislang zu gefallen und konnten beide Heimspiele gewinnen. Sowohl gegen den EHC Bregenzerwald, als auch gegen den EHC Infrafit Lustenau gab es volle Erfolge. Dabei glänzten die Bullen vor allem durch sehr solide Defensivarbeit und ließen nur einen Gegentreffer zu. An diese Leistungen will das Team von Mario Richer nun auch gegen die routinierten Innsbrucker anschließen.

„Es wird mit Sicherheit ein ganz hartes Spiel in Salzburg. Wir müssen alles geben.“ Mit diesen Worten zeigt Haie-Coach Jarno Mensonen, wie viel Respekt seine Mannschaft vor dem Auswärtsspiel in Salzburg hat. Nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Bregenzerwald wollen Alexander Höller und Co. nun den dritten vollen Erfolg in Folge. „Wir wollen natürlich wieder gewinnen. Salzburg hat ein junges, hungriges Team. Wir müssen uns viel bewegen und richtig eislaufen. Dann ist ein Sieg wieder drinnen“, erklärt Angreifer Christoph Echtler.

Der Stürmer aus der dritten Linie zeigte gemeinsam mit seinen Kollegen ein starkes Spiel gegen Bregenzerwald. Coach Mensonen honorierte die gute Leistung mit einem Extralob. „Diese junge Linie bringt viel Kampfkraft und Speed mit. Sie haben sich gut entwickelt. Gegen Salzburg müssen sie genau da anschließen.“ Auch im Hinblick auf die gesamte Mannschaft sieht der Trainer seine Jungs auf dem richtigen Weg. „Sicher haben wir noch sehr viel Potenzial. Wir müssen uns stetig verbessern. Aber ich bin guter Dinge.“

Für das Spiel gegen die Red Bull Juniors kann Jarno Mensonen aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die Langzeitverletzen Jamie Mattie, Marc Schönberger und Manuel Schönhill müssen passen. 

Samstag, 09.10.2010,  19.30 Uhr
FBI VEU Feldkirch – EHC Infrafit Lustenau
SR: Ullrich ERD, Anthony Maurer, Dominik Wurzer

Am Samstag kommt es zum ersten Vorarlberg Derby für die VEU Feldkirch  und es ist das ewig junge und gleichzeitig traditionelle Duell zwischen  der FBI VEU und dem EHC Lustenau. Von Emotionen und  Kampf um jeden Zentimeter Eis geprägt und meist eine sehr spannende Angelegenheit waren die Derbys mit den Stickern in jüngster Vergangenheit eigentlich immer.

In dieser Saison ist vom Kader her die VEU sicherlich zu favorisieren,  so schnüren gleich zwei ehemalige EHC Leistungsträger heuer für die VEU die Schlittschuhe. Goalgetter Ryan Foster und Top Tormann Patrick Machreich sind neu im VEU Aufgebot und sind sicher schmerzliche Abgänge für die Lustenauer.

Trotzdem ist der EHC nicht zu unterschätzen, zu den Top Legionären Vanhanen und Saarinen ist vor kurzen der finnische Verteidiger Matti Kuusisto zum Team von Neo- Coach Eloranta  dazugestoßen. Er soll der Lustenauer Hintermannschaft mehr Stabilität bringen. 

Dazu kommt das die VEU nicht in Vollbesetzung antreten kann. Fix nicht dabei sind der noch gesperrte Rodi Short und Ryan Foster der im Spiel gegen die Red Bulls einen Rippenbruch erlitt. Fraglich sind weiters, Johannes Hehle, Marco Ferrari und Patrick Breuß die alle an einer Grippe laborieren.

Die Fankurve hat für das Derby neben ihrer schon gewohnt lautstarken Unterstützung einige Spezialaktionen geplant, die Halle soll beben. Und nach dem Spiel ist noch nicht aus, denn im Goal ist „Oktoberfest“ angesagt. Mit Bierbrezel, Weißwürsten mit süßem Senf und einer richtigen bayrischen „Maß“ geht bei Partysound die Post ab. Für gute Stimmung ist also gesorgt, alles angerichtet zum Derbyschlager.

Samstag, 09.10.2010,  19.30 Uhr
EHC Bregenzerwald – ATSE Graz
(Eishalle Lustenau)
SR: Roland ALTERSBERGER, Stefan Jamnig, Christian Meurers

Zum ersten Mal in der laufenden Saison hat der EHC Bregenzerwald heuer Heimrecht. Allerdings wird der Heimvorteil ein wenig relativiert, da die Arena in Alberschwende noch nicht zur Verfügung steht. Deshalb muss das Team von Trainer Tommy Andersson ins nahe Lustenau ausweichen.

Bislang haben sich die Wälder gut geschlagen, einzig am Punktekonto haben sich die Leistungen noch nicht niedergeschlagen. Denn obwohl man in allen drei Partien voll mitgehalten hat, steht man noch immer ohne Zähler da. Trotzdem stimmt die Formkurve der stark ersatzgeschwächten Vorarlberger, was vor allem das letzte Spiel in Innsbruck gezeigt hat. Dort führte man gegen den klaren Favoriten schon mit 2:0 und musste sich mehr als unglücklich mit 2:3 geschlagen geben.

Der Gegner aus der Steiermark hingegen hat schon angeschrieben und mit zwei Siegen aus drei Spielen einen tollen Start hingelegt. Sowohl in eigener Halle – 3:1 gegen Zell am See – als auch auswärts – 3:1 in Feldkirch – hat das rein österreichische Team von Greg Lindqvist gewonnen. Logisch, dass man auch gegen Bregenzerwald wieder anschreiben will.

Im letzten Spiel verletzte sich mit Diethard Winzig ein wichtiger Spieler der Eggenberger und wird voraussichtlich länger ausfallen. Für ihn konnte aber auf kurzem Weg vom Kooperationspartner Moser Medical Graz 99ers Ersatz geholt werden: U20 Nationalteamspieler Max Wilfan verstärkt ab sofort den ATSE.

Der quirlige Stürmer wird vorerst für voraussichtlich einen Monat lang das Trikot der Eggenberger tragen und den Angriff des Nationalligisten verstärken. Damit spielt er erstmals in seiner Karriere gemeinsam mit seinem älteren Bruder Franz Wilfan in einem Team: „Es freut mich natürlich besonders, zum ersten Mal mit ihm in einer Mannschaft zu stehen. Generell ist es für mich eine gute Gelegenheit, um in der Nationalliga Spielpraxis zu sammeln. Mein Ziel bleibt aber natürlich die EBEL.“

Max Wilfan ist aktueller U20 Nationalteamspieler und kennt daher auch schon mit Red Bull Salzburg einen der Gegner in der Liga. Gegen die Mozartstädter hat er heuer schon im Rahmen des Projektes „Pure Hockey“ mit dem Nationalteam gespielt. Da es zwischen den 99ers und dem ATSE eine Farmteamregelung gibt, kann Wilfan jederzeit auch wieder für die 99ers in der EBEL zum Einsatz gebracht werden.

Samstag, 09.10.2010,  19.30 Uhr
EC hagn_leone Dornbirn – EK Zeller Eisbären  
SR: Michael GRABER, Rainer König, Manuel Nikolic

Der Meister empfängt am Samstag im Dornbirner Messestadion den EK Zeller Eisbären. Vor eigenem Publikum wollen die hagn_leone Bulldogs ihren Erfolgsrun im Messestadion fortsetzen.

In beeindruckender Manier markierten die hagn_leone Bulldogs in den ersten drei Runden die Nationalliga als ihr Revier. Der Sturm des amtierenden Meisters fegte mit insgesamt 22 Treffern über Innsbruck, den Bregenzerwald und Lustenau. Auch die Defensive glänzte. Goalie Hannes Enzenhofer lies sich vom Gegner nur dreimal bezwingen.

Im Lager der Messestädter lassen sich die Cracks von Bulldogs-Coach Jamie Bartman nicht von den letzten Erfolgen blenden, arbeiten weiterhin konsequent an der Verbesserung ihres Systems. Der Deutschkanadier an der Bande kann bis auf die verletzten Marcel Wolf und Michael Kutzer aus dem vollen Kader schöpfen.

Das Lazarett der Zeller Eisbären wird auf der Gegenseite nicht kleiner. Zu den weiter verletzten Suorsa und Viinikainen kommt nun auch noch Barton hinzu. Der Verteidiger der Pinzgauer laboriert an einer Entzündung in der rechten Hand und muss zurzeit einen Gips tragen. Damit kann Trainer Dilsky gegen Dornbirn nur mehr auf einen Ausländer bauen, nämlich auf Matt Moffat.

Es gibt aber nicht nur negative Meldungen von den Eisbären. Mit Hartl und Pfeffer kommen zwei wichtige Spieler zurück in die Mannschaft. Ob Kaindl sein Team verstärken kann, ist hingegen noch unklar.

„Wir werden auch gegen Dornbirn sehr kompakt und defensiv spielen müssen, um die Ausfälle zu verkraften. Meine Mannschaft hat schon gegen Graz großen Charakter gezeigt und wird sich als Kollektiv gegen die Stars der Vorarlberger stellen.“ meint Trainer Peter Dilsky zum ersten Aufeinandertreffen mit dem Meister der letzten Saison.