Zusammenarbeit und Entwicklung im österreichischen Eishockey
Gemeinsame Projekte, aktuelle Verbandsfragen und die finanzielle Situation des ÖEHV standen im Mittelpunkt der Konferenz in Salzburg.
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GEPA/Kevin HacknerUnter dem Vorsitz von Landespräsidentensprecher Michael Herzog-Löschnig nahmen Vertreter aus Wien, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten vor Ort oder online teil. ÖEHV-Präsident Dr. Klaus Hartmann beantwortete Fragen zur Verbandsarbeit.
Zusammenarbeit und regionale Entwicklung
Besprochen wurden die Aufgaben der Landesverbände im Breitensport, in der Nachwuchsförderung und bei regionalen Meisterschaften sowie die Zusammenarbeit mit dem ÖEHV. Die gestarteten Arbeitsgruppen sollen regionale Expertise einbringen und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Ein regelmäßiger Austausch mit den ICE-League-Vereinen soll dazu beitragen, gemeinsame Vorhaben besser abzustimmen und einen gemeinsamen österreichischen Weg zu verfolgen. Als Beispiel wurde die Einbindung von Norbert Obermayer vom Frauenreferat des OÖEHV bei den Herausforderungen rund um das Frauennationalteam angeführt.
Aktuelle Verbandsdiskussion
Auch die als "Team Kern" bezeichnete Initiative für einen Wechsel im ÖEHV-Präsidium wurde diskutiert. Der in die Teamfindung eingebundene Wiener Landespräsident Andreas Ösze gab dazu Auskunft. Fragen zu Personen, Zielen und Programm blieben offen. Trotz medial geäußerter Veränderungsansprüche waren die Initiatoren bis zur Konferenz weder persönlich vor die Landespräsidenten getreten noch hatten sie ein konkretes Konzept vorgelegt.
Angesprochen wurde ein möglicher Zusammenhang mit den bevorstehenden Ligavertragsverhandlungen zwischen ICE-League und ÖEHV. Ein solcher Zusammenhang ist bislang nicht belegt.
Finanzen und ehemaliges Stiftungsvermögen
ÖEHV-Präsident Dr. Klaus Hartmann erklärte, dass das ehemalige Stiftungsvermögen vollständig vorhanden und ordnungsgemäß veranlagt sei. Die Mittel unterstützten ausschließlich Nachwuchsprojekte und würden nicht für den laufenden Betrieb verwendet.
Der ÖEHV unterliege laufenden Prüfungen; bei den Generalversammlungen würden die Mitglieder durch den Wirtschaftsprüfer informiert. Der Verband bilanziere ausgeglichen und schreibe eine "schwarze Null".
Die anwesenden Landespräsidenten zeigten sich mit den Erläuterungen zufrieden und bewerteten die dargestellte Geschäftsgebarung des ÖEHV als nachvollziehbar und verantwortungsvoll. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen waren für sie keine unnötigen wirtschaftlichen Risiken erkennbar. Einen sachlichen Anlass für eine vorzeitige Beendigung der laufenden Funktionsperiode des Präsidiums im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung sehen die vertretenen Landesverbände nicht.
Rahmenbedingungen für den Sport
Weitere Themen waren planbare Förderungen, leistbare Sportstätten und die Unterstützung des Ehrenamts. Angesichts der Kosten für Eiszeiten, Infrastruktur und Nachwuchsarbeit braucht es ein klares politisches Bekenntnis von Bund, Ländern und Gemeinden zur Stärkung der Vereine und Verbände – mit konkreten Maßnahmen und verlässlicher finanzieller Unterstützung.
Landespräsidentensprecher Michael Herzog-Löschnig: "Wir brauchen einen offenen, regelmäßigen Austausch zwischen ÖEHV, Landesverbänden und ICE-League-Vereinen. Jeder muss über den eigenen Bereich hinausdenken und Verantwortung für das gesamte österreichische Eishockey übernehmen. Gemeinsame Ziele müssen über Einzelinteressen stehen. Wer Veränderungen anstrebt, sollte Personen, Ziele und Programm offenlegen. Als gewählter Landesverbandssprecher stehe ich gerne als Vermittler für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung. Die Erläuterungen des ÖEHV-Präsidenten zu Finanzen und Stiftungsvermögen waren für mich nachvollziehbar. Aus meiner Sicht hätten sich manche Vorwürfe durch direkte Nachfrage klären lassen; die besprochenen Gerüchte haben sich für mich nicht bestätigt. Die Arbeit des ÖEHV verdient Anerkennung, auch wenn es immer Verbesserungspotenzial gibt. Es braucht ein klares Bekenntnis der Politik: Sport verbindet, hält gesund und muss für Kinder und Jugendliche leistbar bleiben."



