Keine WM in Radenthein

Der Internationale Eishockeyverband hat aufgrund der Empfehlung der Covid-19-Expertengruppe den Beschluss gefasst, zehn IIHF Weltmeisterschaften der Saison 2020/21 abzusagen. Darunter ist auch die U18-Weltmeisterschaft der Damen, die im Jänner in Kärnten stattfinden hätte sollen.

Die aktuelle Situation bezüglich der Covid-19-Pandemie schlägt sich erneut auf die Planungen für die beginnende Eishockey-Saison nieder. Nach der Verschiebung des Starts der Champions Hockey League auf November werden am Donnerstag vom Internationalen Eishockeyverband (IIHF) auch die ersten IIHF Weltmeisterschaften der Saison 2020/21 gestrichen.

Die Covid-19-Expertengruppe des IIHF empfahl dieses Vorgehen aufgrund diverser Gespräche mit veranstaltenden und teilnehmenden Nationen und kam dadurch zum Schluss, dass ein sicheres und nicht gesundheitsgefährdendes Umfeld (Stichwort "Bubble") zu hohen finanziellen Risken beim Veranstalter führen könnten.

Im U20-Bereich der Herren finden bis auf die A-Weltmeisterschaft in Kanada, an der auch die österreichische Nationalmannschaft von 26. Dezember bis 5. Jänner teilnehmen wird, keine weiteren Titelkämpfe statt. Dies betrifft von Division I Gruppe A bis Division III insgesamt fünf Turniere und 28 teilnehmende Nationen.

Bei den U18-Damen werden alle fünf vorgesehenen WM-Turniere (von Top Division bis Division II Gruppe B für 27 Nationen), die allesamt im Jänner gespielt worden wären, abgesagt. Unter diese Absagen fällt auch das für Kärnten geplante Heimturnier der österreichischen U18-Nationalmannschaft, die in Radenthein um die Rückkehr in die Division IA gekämpft hätte.

"Für unsere Damen ist es sehr schade, dass sie in diesem Jahr um das Saisonhighlight im eigenen Land gebracht werden. Leider ist das Coronavirus mit einer zweiten Welle bei uns angekommen und die Gesundheit sowie die Sicherheit aller Teilnehmerinnen geht hier ganz eindeutig vor. Wir werden uns auf jeden Fall mit unseren Partnern darum bemühen, dass wir diese Weltmeisterschaft 2022 austragen und wieder nach Kärnten holen", so Dr. Klaus Hartmann, Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes.