Erstes konstruktives Gespräch

Am Dienstag fand in Linz ein erstes Treffen zwischen Österreichischem und Oberösterreichischem Eishockeyverband sowie den beiden Vereinen EHC Liwest Black Wings Linz und EV Linz statt.

Vor zwei Wochen haben der Österreichische (ÖEHV) und der Oberösterreichische (OÖEHV) Eishockeyverband angeboten, im Konflikt zwischen dem ansässigen EHC Liwest Black Wings Linz und dem vor einem Monat neu gegründeten EV Linz eine Vermittlerrolle hinsichtlich der Zukunft des oberösterreichischen Eishockeys im Spitzen- und Breitensport einzunehmen.

Diesbezüglich fand am Dienstag in Linz ein erstes konstruktives Treffen zwischen ÖEHV-Präsident Mag. Gernot Mittendorfer, OÖEHV-Präsident Christian Ladberg und Vertretern beider Klubs statt, um die aktuelle Lage beider Seiten anzuhören und erste Perspektiven für die weitere Arbeit im Profibereich sowie Konzepte zur Nachwuchsförderung zu besprechen.

"Wir hatten ein gutes Gesprächsklima während unserer Sitzung. Das Erfreuliche daran war, dass sich alle einig sind, dass wir eine gemeinsame Nachwuchsarbeit leisten müssen, um den Eishockey-Standort Linz auf Dauer zu sichern", fasste Ladberg, der mit seinem oberösterreichischen Landesverband eine wichtige Rolle in den Verhandlungen einnehmen wird, das erste Meeting zusammen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir noch vor dem Start in das Sommertraining auf einen grünen Zweig kommen. Es geht um die Zukunft des Eishockeys in Oberösterreich. Alle Beteiligten wollen daher das Beste für Profis, Amateure und Kinder."

Denn in einem offenen Brief hatten vor drei Wochen die Verantwortlichen im Nachwuchsbereich des oberösterreichischen (im Allgemeinen) und des Linzer (im Speziellen) Eishockeys ihre Wünsche und Anliegen – Weiternutzung der Linzer Eishallen, klares Bekenntnis von Wirtschaft und Politik in Form von finanzieller Unterstützung und das eindeutige Ja zum gestarteten Nachwuchskonzept – für eine Fortführung der erfolgreich gestarteten Nachwuchsarbeit formuliert.

Moderatorenrolle übernimmt der OÖEHV

In diesen Bereich fallen die von den Black Wings betriebenen Mannschaften in der Alps Hockey League und der Erste Bank Juniors League, den in einer Spielgemeinschaft mit dem Landesverband auftretenden Teams in den österreichischen Nachwuchsmeisterschaften (U16, U14, U12, U11) sowie die Anfängerkurse für Eishockey-Einsteiger. Zudem wird vom Landesverband seit 2010 das Talentezentrum Oberösterreich – das Projekt umfasst mittlerweile an die 60 Schülerinnen und Schüler – erfolgreich geführt.

"Es war ein gutes Herantasten an die Differenzen, die derzeit in Linz herrschen. Wir haben aber eine gute Gesprächsbasis hergestellt, wodurch in den nächsten Wochen ein zufriedenstellendes Ergebnis für das oberösterreichische Eishockey erarbeitet werden kann. Die diesbezüglich stattfindenden Gespräche, um zu einer raschen Lösung zu kommen, werden vom oberösterreichischen Verband moderiert", sagte ÖEHV-Präsident Mittendorfer.