Vanek bietet Rossi Hilfe an

NHL-Veteran Thomas Vanek könnte Marco Rossi als "Ziehvater" in Minnesota zur Seite stehen.

Marco Rossi gehört die Zukunft. Das 19-jährige Eishockey-Talent wurde bekanntlich an neunter Stelle von den Minnesota Wild gedraftet und blickt einer großen Zukunft in der National Hockey League entgegen. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen den Agenten des Vorarlbergers, Serge Payer und Patrick Piloni, und seinem zukünftigen Arbeitgeber.

"Wir verhandeln, aber es gibt noch keinen Vertrag", lässt Pillioni in der "Kleine Zeitung" wissen. Dabei geht es um zentrale Punkte wie Boni, aber auch Einsätze für ZSC Lions und Österreichs U20-Nationalteam. Aktuell hält sich Rossi in seiner Heimat Feldkirch fit. "Guerin (Anm.: General Manager der Minnesota Wild) hat uns versichert, dass Minnesota plant, Rossi gleich zu Beginn spielen zu lassen", so Pillioni, obwohl andere Varianten diskutiert werden, etwa auch dass er lediglich von ZSC an Ottawa 67's verliehen werden könnte.

Der Einstieg wird schwer, doch nun bietet NHL-Veteran Thomas Vanek seine Hilfe als "Ziehvater" des Youngsters in den USA an. "Thomas Vanek hat angeboten, Marco zu helfen und dass er bei ihm wohnen könne. Das ist wirklich sehr, sehr nobel von ihm", hält Pilloni viel von der Bereitschaft Vaneks, der Zukunftshoffnung unter die Arme zu greifen.

Die NHL fiebert dem Neustart entgegen. Zwar ist noch immer nicht fix, wann das sein wird, angestrebt wird die Rückkehr auf das Eis jedoch Anfang Jänner 2021. Bis dahin haben sich einige Spieler "Zwischenjobs" in anderen Ligen gesichert, die große Flut an NHL-Spielern in Europa blieb jedoch aus.

Auch bei Michael Raffl gab es Gerüchte, er könne zwischenzeitlich in Österreich auflaufen. Doch der NHL-Legionär, der vor seiner achten und vorerst letzten Saison bei den Philadelphia Flyers steht, dementiert nun in der "Kleine Zeitung": "Ich denke nicht, dass es dazu kommen wird."

Seine Frau Kerstin erwartet in den kommenden Wochen das zweite Kind, zudem erteilen die Flyers zum jetzigen Stand auch keine Freigabe für einen Wechsel. Mit den NHL-Trainingscamps vor dem Saisonstart wäre dann auch nicht mehr lange Zeit, damit sich ein Auslandsengagement auch auszahlt.