Rossi von Minnesota gedraftet

Der Feldkircher Marco Rossi wird im ersten virtuellen Draft der National Hockey League an neunter Stelle von Minnesota Wild gezogen.

Marco Rossi kennt sein NHL-Team: Er geht zu den Minnesota Wild! Der 19-jährige Feldkircher wird an neunter Stelle gepickt. Die Wild hatten großen Bedarf auf der Center-Position, damit ergibt sich eine vielversprechende sportliche Perspektive für den Vorarlberger.

Minnesota gehörte in den letzten Jahren nicht zu den schlechtesten NHL-Teams, hatte mit dem Stanley Cup allerdings auch nichts zu tun. 2020 scheiterten sie in der Qualifikationsrunde mit 1:3 an den Vancoucer Canucks.

Rossi spielte die letzten zwei Jahre in der kanadischen Ontario Hockey League für die Ottawa 67's und erzielte in 126 Spielen 76 Tore und 133 Assists. Mit Rechtsflügel Jack Quinn (8./Buffalo) wird ein bisheriger Teamkollege noch vor Rossi gezogen. Vor Rossi werden weiters die erwarteten Top Drei gezogen - Alexis Lafreniere (New York Rangers), Quinton Byfield (Los Angeles Kings) und Tim Stützle (Ottawa Senators) -, dahinter folgen die schwedischen Flügelstürmer Lucas Raymond (4./Detroit) und Alexander Holtz (7./New Jersey) sowie die bestgereihten Defender Jake Sanderson (5./Ottawa) und Jamie Drysdale (6./Anaheim).

Der Kanadier Lafreniere, der noch diese Woche als seinen 19. Geburtstag feiert, war der designierte Top-Pick und gilt als ein künftiger Superstar der Liga. Der 1,86 Meter große Center erzielte in drei Jahren für die Rimouski Oceanic in der kanadischen QMJHL 127 Tore und 200 Assists.

Mit dem zweiten Pick entscheiden sich die Los Angeles Kings für einen Positionskollegen von Rossi: Center Quinton Byfield. Der Kanadier, Jahrgang 2002 und damit ein knappes Jahr jünger als Lafreniere, wurde zusammen mit dem Top-Pick 2020 U20-Weltmeister. Als erster gezogener Europäer im Draft macht Tim Stützle die Top Drei komplett. Der 18-jährige Deutsche, als Center und Linksflügel einsetzbar, geht zu den Ottawa Senators. Stützle durfte sich zuletzt schon ein Jahr in der Deutschen Eishockey-Liga bei den Adlern Mannheim beweisen.

Eine Spur später als erwartet, an neunter Stelle, entschieden sich die Wild für den österreichischen Center. LAOLA1-Experte Bernd Freimüller erklärte bereits die Situation des Teams - und ernannte Minnesota zu seiner absoluten Wunsch-Destination für Österreichs potenziellen Star. Auch Rossi selbst ist in seiner ersten Reaktion auf den Draft sehr zufrieden mit seinem Team und beweist Selbstvertrauen: "Es ist ein perfekter Fit. Sie brauchen einen Center. Und ich bin zu 100 Prozent ready. Mein Impact wird mein ganzes Spiel sein. Ich bin ein Spielmacher, habe guten Hockey Sense und kann auch Tore schießen."

Der 19-jährige Vorarlberger wird allerdings nicht der erste Österreicher im dunkelgrünen Jersey des "State of Hockey": Christoph Brandner wurde 2002 in der achten Runde von den Wild gezogen und absolvierte immerhin 35 NHL-Spiele für die Franchise, wobei er auch zum ersten österreichischen NHL-Torschützen wurde.

Auch Thomas Vanek spielte von 2014 bis 2016 insgesamt 164 Partien für Minnesota und ist dem US-Bundesstaat vor und nach seiner Karriere eng verbunden: Der mittlerweile 36-Jährige absolvierte seine College-Zeit an der University of Minnesota und hat sich hier mit seiner Familie angesiedelt.