Ferienlager für Gutbetuchte?

LAOLA1-Experte Bernd Freimüller erklärt die Umstände der NHL-Fortsetzung, das System und die "Bubble" in Kanada.

Während sich in Europa einige Eishockey-Ligen zögerlich an die Saison 2020/21 heranmachen, ist in der National Hockey League bald "Play-off-Time": Am 1. August sollen die durch Corona am 11. März unterbrochene Saison fortgesetzt werden.

Wie auch in der NBA zieht sich die gesamte Liga in zwei "Bubbles" (Edmonton und Toronto) zurück, in der sie sich möglichst gut von der Außenwelt abschirmt und so weitere Coronafälle verhindern soll. Auch das Spielsystem auf dem Weg zum Stanley Cup ist durch die Pandemie ein unübliches.

LAOLA1-Experte Bernd Freimüller wirft einen Blick auf die fast surreal anmutenden Regeln und Bedingungen. Die Top Vier jeder Conference (Tabelle nach Punkte pro Spiel zum Abbruch) sind fix für das Play-off gesetzt. Im Osten spielen sich dabei Boston, Tampa Bay, Washington und Philadelphia (Michael Raffl) in einem Turnier untereinander die Positionen für die eigentliche Endrunde aus.

Das Gleiche gilt für St. Louis, Colorado, Las Vegas und Dallas aus der Western Conference. Die restlichen 16 Teams treffen in "Best-of-Five"-Serien der "Qualifier Games" aufeinander - je acht Teams im Osten und Westen.

Danach geht es mit den Achtelfinali weiter, an dem erneut 16 Teams teilnehmen. Die Paarungen werden laut Conferences vorgenommen, das beste Team der Round Robin würde dann auf den (nach Regular Season Percentage) schlechtesten Qualifier-Sieger der eigenen Conference treffen. Diese Serien wie auch die darauffolgenden bis zum Finale finden im "Best-of-Seven"-Modus statt.

Wenn alles gut geht, sollte der Stanley-Cup-Sieger spätestens am 4. Oktober feststehen, statistisch werden alle Spiele als Play-off-Spiele bewertet. In den Tagen bis zum 1. August absolviert jedes Team noch ein Testspiel. Auch interessant: Die Maple Leafs bzw. Oilers spielen zwar in ihren sonstigen Heimarenen, haben allerdings bezüglich Kabinen keinen Heimvorteil.