Schlacher beendet seine Karriere

Unerwartetes Ende einer verdienten Karriere: Markus Schlacher hängt die Schlittschuhe an den Nagel.

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Beim EC VSV erhält Markus Schlacher für die neue Saison keinen Vertrag mehr, der 33-jährige Verteidiger wechselt laut "Kleine Zeitung" in die Immobilienmakler-Branche. "Ich hätte noch gerne weitergespielt", meint der Villacher gegenüber der Zeitung.

Schlacher stammt aus dem Nachwuchs des VSV und errang gleich in seinem dritten Jahr den einzigen österreichischen Meistertitel seiner Laufbahn. Einem einzigen kurzen Auslandsabenteuer bei Skelleftea in Schweden (2006/07) folgte die endgültige Rückkehr nach Österreich und Engagements bei den Black Wings Linz, Red Bull Salzburg und den Vienna Capitals, bei denen er vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult wurde.

Seit 2015 stand Schlacher schließlich wieder im VSV-Aufgebot. Am Ende stehen 747 Einsätze in der Erste Bank Eishockey Liga mit 47 Toren und 125 Assists in der Bilanz.

Auch im österreichischen Nationalteam war Schlacher stets ein fixer Bestandteil bei allen Weltmeisterschaften seit 2014. Mit 85 Länderspielen (drei Tore und 15 Assists) ist der Verteidiger einer der verdienstvollsten Nationalteamspieler des letzten Jahrzehnts.

Für Österreichs Teamchef Roger Bader ist das Karrierende sportlich wie menschlich ein herber Verlust: "Ich bedaure sehr, dass Markus keinen Platz mehr in einem Kader gefunden hat und daher jetzt mit dem Eishockey aufhört. Er gehört sicher zu den besten Verteidigern in Österreich. Ich war mit seinen Leistungen sehr zufrieden. Er war immer sehr gerne ein Bestandteil der Nationalmannschaft, das hat man gespürt. Menschlich ist Markus ein sehr guter Typ, in der Kabine war er stets ein Vorbild für die Jüngeren."