Lustenau biegt Hohenems im Halloween-Derby - Kundl feiert klaren Sieg gegen Wattens
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Am Freitag erlebte die Ö Eishockey Liga in der Division West ihren absoluten Derby-Schlager: Tabellenführer EHC Lustenau traf in der Reinhalle vor knapp 1.500 Fans auf den bis dahin punktegleichen SC Samina Hohenems. Beide Teams agierten dem Tabellenstand gemäß von Beginn an auf Augenhöhe, spielten zunächst aus einer kontrollierten Defensive heraus ohne großes Risiko.
Nach einem schönen Angriff stand es 1:0 für die Löwen: Adem Kandemir spielte die Scheibe mit einem Traumpass auf den aufgerückten Verteidiger Stefan Hrdina, der aus kurzer Distanz zur Führung traf (12.). Dann überstanden die Gastgeber die heikle Phase einer einminütigen 3:5-Unterzahl und ließen auch mit einem Mann weniger keinen Gegentreffer zu.
Gegen Ende des ersten Drittels hatten die Lustenauer ihre erste Überzahl, nahmen den Großteil der numerischen Überlegenheit in den Mittelabschnitt mit. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando und waren überlegen. Die Steinböcke ließen eine weitere Powerplay-Möglichkeit aus.
Die Lustenauer legten nach: Dominic Haberl brachte den Puck auf seinen Bruder Lucas Haberl, der aus kurzer Distanz auf 2:0 stellte (35.). Gleich danach jubelten die Fans in der Reinhalle erneut, das vermeintliche 3:0 wurde vom Schiriteam jedoch wegen hohen Stocks nicht anerkannt. In der letzten Minute hatte Hohenems ein weiteres Powerplay, der Anschlusstreffer gelang dem Team von Head Coach Martin Mallinger bis zur zweiten Sirene aber nicht.
Die Gäste versuchten, ergebnistechnisch ins Match zurückzukommen, aber der Leader agierte defensiv stark und war offensiv gefährlicher. Bei einer weiteren Überzahl verabsäumte es das Team von Head Coach Dániel Fekete, den Sack zuzumachen. Und so kam es, wie es kommen musste: Kai Fässler fälschte einen Schuss genau acht Minuten vor dem Ende zum 1:2-Anschlusstreffer ab (53.).
Das Derby war plötzlich ein Krimi. Und wenig später Hohenems kam sogar zum Ausgleich: Nach einem schnellen Konter konnte Lustenau-Keeper Felix Beck zunächst noch abwehren, Benjamin Kyllönen stand im Slot perfekt und erzielte das 2:2 (55.). Kurz danach vergab Hohenems eine Überzahl, um die erstmalige Führung nachzulegen.
Das Derby ging in die Overtime, in der Lustenau zwei Mal den Sieg nach Alleingängen vergab. Dann hatte Hohenems eine 4:3-Überzahl, der Siegestreffer gelang nicht, der ultimative Showdown namens Penaltyschießen folgte: Die Routiniers Thomas Auer und Martin Grabher Meier trafen für Lustenau, bei Hohenems war Julian Payr erfolgreich. Der Tabellenführer setzte sich in einem spannenden Derby doch noch knapp mit 3:2 nach Penaltyschießen durch.
EHC Kundl feiert Kantersieg gegen Wattens Penguins
Der EHC Kundl erwartete am Freitag in der Division West die WSG Swarovski Wattens Penguins zum Unterinntaler Derby. Die Gäste erwischten einen Traumstart: Noah Polig traf aus dem Slot zur frühen 1:0-Führung nach genau 83 Sekunden (2.). Beide Teams absolvierten wenig später jeweils ein Überzahlspiel, konnten aber kein Kapital in Form eines Treffers schlagen.
Das Match war schon im ersten Drittel von beiden Mannschaften intensiv geführt - Stichwort: Derbycharakter. Matko Pavetić sorgte mit einem schönen Schuss aus dem Slot für den Ausgleich zum 1:1 (8.). Beide Goalies - Johann Bauer bei Kundl und Jakob Sprachmann bei Wattens - ließen im restlichen ersten Abschnitt keine weiteren Gegentreffer zu.
Im zweiten Drittel übernahm Kundl immer mehr das Kommando, spielte Chancen heraus, Keeper Sprachmann verhinderte vorerst den Führungstreffer der Gastgeber. Wattens kam nur vereinzelt vor das gegnerische Tor, die Schüsse waren aber zu harmlos. Nach einem Angriff über links überraschte Lion Ramoser den Wattens-Schlussmann 21 Sekunden nach Halbzeit der Partie mit einem Backhand-Schuss aus spitzem Winkel zum 2:1 (31.).
Gleich danach vergaben die Kristallstädter eine weitere Überzahl-Möglichkeit auf den schnellen Ausgleich. Das Derby blieb spannend, beide Teams schenkten sich in den Zweikämpfen nichts. Im letzten Abschnitt bogen die Kundler mit einem Tripleschlag innerhalb von 45 Sekunden auf die Siegerstraße ein: Maximilian Mackner schloss einen schnellen Angriff mit einem vehementen Schuss aus dem Slot zum 3:1 ab (44.), dann ließ Simon Brandner das 4:1 folgen (44.). Nun waren die Hausherren so richtig on fire, Alexander Frandl erzielte von der linken Seite das 5:1 (45.).
Nach einer Scheibeneroberung von Michal Kluka stand Valentin Ploner völlig alleine vor dem Wattens-Tor - das nun Isaac Schönthaler hütete - und besorgte das 6:1 (48.). Nach einem schnörkellos vorgetragenen Angriff machte Maximilian Agerer aus kurzer Distanz das 7:1 (57.).
Der Kundler Torhunger war damit noch immer nicht gestillt: In Unterzahl schloss Valentin Ploner einen Alleingang mit einem schönen Haken zum 8:1 ab (59.). Lion Ramoser stellte vierzig Sekunden vor dem Ende aus dem Slot mit seinem zweiten Treffer den 9:1-Endstand her (60.). Mit dem Sieg festigen die Kundler Tabellenplatz drei hinter Lustenau und Hohenems, die Penguins müssen weiterhin auf ihren ersten Punktegewinn warten.
Divison Ost:
Sharks Gmunden weiterhin makellos
Titelverteidiger UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden traf am Samstag in der Division Ost in der muki Arena auf den HDK Maribor. Marc-André Dorion (7.) und Dominik Stöttner (15.) brachten die Haie mit 2:0 voran, Adi Drnda verkürzte auf 1:2 für die Füchse (18.).
Der amtierende Meister aus Oberösterreich baute seinen Vorsprung im zweiten Abschnitt auf 4:1 aus, Paul Ornetzeder kurz nach Halbzeit der Partie (32.) und Elias Koller in Überzahl (37.) sorgten für einen Drei-Torevorsprung nach 40 Minuten. Im letzten Abschnitt traf das Team von Head Coach Gregor Baumgartner noch zwei Mal: André Flatscher schraubte das Ergebnis mit einem Doppelpack auf 6:1 (41., 46.), die Sharks feierten den vierten Sieg im vierten Spiel.
Ö Eishockey Liga - Division West:
EHC Lustenau vs. SC Samina Hohenems 3:2 n.P. (1:0,1:0,0:2,0:0,1:0)
Fr., 31. Oktober 2025, 18:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Stefan Hrdina (11:59 Min.), Lucas Haberl (34:11 Min.), Martin Grabher Meier (Entscheidender Penalty)
Torschützen SC Hohenems: Kai Fässler (52:00 Min.), Benjamin Kyllönen (54:18 Min.)
EHC Kundl vs. WSG Swarovski Wattens Penguins 9:1 (1:1,1:0,7:0)
Fr., 31. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Eisarena Kundl
Torschützen EHC Kundl: Matko Pavetić (07:38 Min.), Lion Ramoser (30:21 Min., 59:20 Min.), Maximilian Mackner (43:34 Min.), Simon Brandner (43:48 Min.), Alexander Frandl (44:19 Min.), Valentin Ploner (47:41 Min., 58:27 Min./SH1), Maximilian Agerer (56:28 Min,)
Torschütze WSG Wattens Penguins: Noah Polig (01:23 Min.)
Dornbirner EC Bulldogs vs. HC Kufstein
So., 02. November 2025, 17:30 Uhr. Messestadion - >> zum Livestream
Ö Eishockey Liga - Division OST:
UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden vs. HDK Maribor 6:1 (2:1,2:0,2:0)
Sa., 01. November 2025, 18:30 Uhr, muki Arena Gmunden
Torschützen Sharks Gmunden: Marc-André Dorion (06:25 Min.), Dominik Stöttner (14:03 Min.), Paul Ornetzeder (31:19 Min.), Elias Koller (36:56 Min./PP1), André Flatscher (40:33 Min., 45:51 Min.)
Torschütze HDK Maribor: Adi Drnda (17:11 Min.)
KSV Kängurus vs. ATSE Graz
So., 02. November 2025, 18:00 Uhr, Stadthalle Kapfenberg - >> zum Livestream
Wiener Eislauf-Verein spielfrei.
Ö Eishockey Liga Modus 2025/2026
Am 4. Oktober 2025 startet die Ö Eishockey Liga mit dem ersten Spieltag in die neue Saison. Der Modus wird im fünften Jahr in den beiden Divisionen West mit sechs Teams und Ost mit fünf Teams in der Phase 1 eine Veränderung aufweisen. In der Division Ost gibt es in der kommenden Saison eine zweieinhalbfache Hin- & Rückrunde, das ergibt 20 Spiele pro Team. In der Division West werden wie in der Vorsaison zwei Hin- und Rückrunden gespielt, das ergibt ebenfalls 20 Spiele pro Team.
Nach der Phase 1 findet wieder ein überregionales Playoff, das am 07. Februar 2026 mit dem Viertelfinale beginnt, statt. Auch in der kommenden Spielzeit wird nach dem Grunddurchgang ein Playoff-Pick für zusätzliche Spannung sorgen. Das jeweilig bestplatzierte Team der Division West und Ost darf seinen Viertelfinal-Gegner aus dem Dritt- oder Viertplatzierten der anderen Division auswählen. Die Playoff-Duelle beginnend mit dem Viertelfinale über Halbfinale bis zum Finale werden ab der kommenden Spielzeit jeweils in einer Best-of-Three Serie (H/A/H) entschieden.
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