EHC Kundl nach Sieg gegen Dornbirner Bulldogs neuer Tabellendritter in der Division West

Der EHC Kundl feierte in der Ö Eishockey Liga im einzigen Freitagsspiel in der Division West einen 4:2-Sieg gegen die Dornbirner EC Bulldogs und ist nun erster Verfolger von Lustenau und Hohenems. Am Samstag folgen die heißen Duelle SC Hohenems gegen Wattens Penguins und HC Kufstein gegen Tabellenführer EHC Lustenau. In der Division Ost gibt’s am Samstag den ewigen Klassiker ATSE Graz gegen Wiener Eislauf-Verein. Und die KSV Kängurus treffen auf den HDK Maribor.

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Der EHC Kundl traf bereits am Freitag in der Division West in der Kundler Eisarena auf den Dornbirner EC Bulldogs. Die Vorarlberger erwischten einen Traumstart: Domenic Grabher kam im Slot an die Scheibe und bezwang Kundl-Keeper Johann Bauer nach 103 Sekunden zum 1:0 (2.). Beide Teams konnten danach jeweils eine Überzahl nicht nützen, lieferten sich im Verlauf des ersten Abschnitts einen offenen Schlagabtausch.

Die Tiroler kamen nach einer schönen Kombination zum Ausgleich: Michal Kluka spielte auf Valentin Ploner, der ebenfalls aus dem Slot zum 1:1 einschoss (14.). Zwei Minuten vor Drittelende hatte das Team von Head Coach Jaroslav Betka das Spiel vorerst gedreht: Nach einem Faceoff kam der Puck nach einem Schuss von Alexander Gruber und Verlängerung durch Lukas Haaser zu Maximilian Agerer, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (19.).

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gastgeber das Tempo, Goalie Fabian Pozzera hielt zwei Mal mit hervorragenden Saves den knappen Rückstand für die Bulldogs fest. Beim Hammer von Michal Kluka hatte der DEC-Keeper in einer 3:5-Unterzahl dann jedoch keine Chance, Kundl lag im zweiten Drittel mit 3:1 voran (34.).

Im letzten Abschnitt konnten die Vorarlberger zunächst eine frühe Überzahl nicht nützen, wenig später überraschte Alessandro Togni Kundl-Goalie Bauer mit einem schönen Wristshot nach einem schnellen Angriff und erzielte den 2:3-Anschlusstreffer (46.). Plötzlich war das Match wieder hochspannend und von beiden Teams äußerst intensiv geführt.

Im Gegensatz zu Dornbirn nützten die Kundler ein weiteres Powerplay und bauten den Vorsprung wieder auf zwei Tore aus: Christian Baierl schloss einen Traumangriff nach Doppelpass mit Lukas Thaler zum 4:2 ab (56.). Das Team von Head Coach Jörg Kopeinig fand in den letzten Minuten kein Rezept mehr, dem Match eine Wende zu geben, Kundl feierte den zweiten Heimsieg und ist nun Tabellendritter im Westen.

SC Samina Hohenems vs. WSG Swarovski Wattens Penguins
Sa., 18. Oktober 2025, 18:30 Uhr, Eisstadion Hohenems

Der SC Samina Hohenems feiert am Samstag in der Division West seine Heimpremiere im Eisstadion Hohenems - auch als Herrenriedstadion bekannt - gegen die WSG Swarovski Wattens Penguins. Die Steinböcke waren unter der Leitung des neuen Head Coaches Martin Mallinger mit zwei Auswärtssiegen - 3:2 in Kufstein und 5:1 im Derby gegen Dornbirn - erfolgreich in die neue Saison gestartet und liegen in der Tabelle Kopf an Kopf mit Leader Lustenau.

Hohenems-Head-Coach Martin Mallinger brennt mit seinem Team auf das erste Heimspiel: "Wir wollen unser erstes Heimspiel der Saison natürlich gewinnen. Wattens hatte keinen idealen Start und wird alles daransetzen, das zu ändern - darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir hingegen haben mit zwei Siegen einen super Auftakt hingelegt, deshalb gilt es, von Beginn an konzentriert und fokussiert zu sein. Die Vorfreude ist groß, endlich wieder vor unseren Fans auf heimischem Eis zu spielen."

Die Tiroler machen am Wochenende bereits ihren dritten Road Trip ins Ländle, wo es für das Team von Head Coach Fabian Hechenberger bisher noch nicht zu Punkten gereicht hat. Knapp dran waren die Penguins beim 3:4-Auftakt gegen Dornbirn, erst acht Sekunden vor dem Ende machten die Bulldogs den Kristallstädtern einen Strich durch die Punkterechnung. Am Wochenende war in der Rheinhalle beim 1:5 gegen die Offensiv-Heimpower von Lustenau für die Wattener kein Kraut gewachsen.

Wattens-Head-Coach Fabian Hechenberger hofft im Herrenried auf eine bessere Chancenverwertung seiner Cracks: "Die ersten beiden Spiele waren nicht optimal, es war sicherlich nicht der Saisonstart, den wir uns erhofft haben. Gegen Dornbirn haben wir uns durch eine schwache Chancenauswertung selbst geschlagen, gegen den Ligafavoriten Lustenau verschlafen wir die ersten zehn Minuten, laufen von Anfang an einem 0:3-Rückstand hinterher, doch die Moral der Mannschaft stimmt zu 100%, was uns sehr zuversichtlich für die kommenden Aufgaben macht. Für das Match gegen Hohenems gilt es, die Kleinigkeiten richtig zu machen, diese Details entscheiden über Sieg und Niederlage. Zudem müssen wir die hart erarbeiteten Chancen endlich in Tore ummünzen!"

HC Kufstein vs. EHC Lustenau
Sa., 18. Oktober 2025, 19:00 Uhr, Eisarena Kufstein

Der HC Kufstein fordert am Samstag in der Division West im Schlager der Runde Tabellenführer EHC Lustenau. Die Dragons hatten ihren Heimauftakt gegen Hohenems knapp mit 2:3 verloren. Am Wochenende konnten die Kufsteiner in einem knisternden Bezirksderby auswärts gegen Kundl drei Mal einen Eintore-Rückstand ausgleichen, holten den ersten Saisonpunkt, mussten aber in der Overtime beim Lokalrivalen das 3:4 hinnehmen.

Der Kufsteiner Head Coach Andreas Luchner hofft gegen den West-Leader auf einen besseren Spielverlauf als in den ersten beiden Partien: "Leider sind wir nicht so in die Saison gestartet, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben sowohl gegen Hohenems als auch gegen Kundl nervös und zerfahren begonnen. In der Folge mussten wir in beiden Partien einen Rückstand aufholen. Das wollen wir beim Heimspiel am Samstag definitiv anders machen. Nach zwei Spielen, in denen das Team immensen Druck verspürt hat, hilft es uns hoffentlich, mit Lustenau einen Gegner zu Gast zu haben, bei dem vor allem die jüngeren Spieler etwas befreiter loslegen können. Nichtsdestotrotz ist klar, dass wir schön langsam unsere Stärken in zählbare Erfolge ummünzen müssen. Und dass wir das Zeug dazu haben, wollen wir unseren Fans am Samstag beweisen."

Der EHC Lustenau ist mit zwei Heimsiegen in der Rheinhalle - 3:1 gegen Kundl und 5:1 gegen Wattens - in die neue Spielzeit gestartet. Das Team von Head Coach Dániel Fekete, das in der letzten Saison im Grunddurchgang auf eigenem Eis keinen einzigen Punkt abgegeben hat, setzt zu Beginn genau dort fort und stellte seine immense Heimstärke unter Beweis. Vor der Auswärtspartie in Kufstein sind die Löwen gewarnt, im letzten Jänner gab es in der Festungsstadt mit einem 3:6 eine der insgesamt nur zwei Niederlagen in der Vorrunde.

Lustenaus Head Coach Dániel Fekete schätzt die Dragons stark ein: "Kufstein hat eine sehr gute Mannschaft und es ist eine Frage der Zeit, bis bei ihnen der Knoten platzt. Sie spielen ein eher körperbetontes Eishockey. Darauf müssen wir uns einstellen und dagegenhalten. Mit zwei Siegen in der Tasche und einem dementsprechend großen Selbstvertrauen treten wir die Reise nach Kufstein an und freuen uns auf ein intensives Spiel!"

Ö Eishockey Liga - Division Ost:

ATSE Graz vs. Wiener Eislauf-Verein
Sa., 18. Oktober 2025, 18:30 Uhr, Merkur Eisstadion (Halle A)

Der ATSE Graz erwartet am Samstag in der Division Ost den Wiener Eislauf-Verein zum ewig jungen Klassiker im Merkur Eisstadion. Die Grazer starteten Ende September im vorgezogenen Spiel auswärts gegen Kapfenberg mit einem überraschenden 2:1-Sieg nach Verlängerung in die Saison. Nach einem spielfreien Wochenende gab’s zuletzt eine knappe 2:4-Heimniederlage nach einer starken Leistung gegen Titelverteidiger Sharks Gmunden.

ATSE-Head-Coach Markus Losch geht mit seinem Team zuversichtlich ins nächste Match: "Nach der Niederlage gegen Gmunden freuen wir uns auf das Spiel gegen den WEV. Wir wissen, dass die Wiener nach der Niederlage gegen den KSV bestimmt auch auf Wiedergutmachung aus sind, trotzdem denke ich, dass wir den Heimvorteil nutzen werden, um einen Sieg gegen den WEV zu landen. Wir werden uns in dieser Woche gut auf den WEV vorbereiten und sind bereit für ein weiteres spannendes Spiel!"

Der WEV kämpft noch mit Startschwierigkeiten, der Motor des Divisions-Siegers aus der Vorsaison läuft in der neuen Spielzeit noch nicht ganz rund. Nach einer 2:3-Niederlage in Maribor, die später in einen 5:0-Sieg umgewandelt wurde, da die Slowenen einen gesperrten Spieler unberechtigt eingesetzt hatten, folgte am Wochenende im ersten Heimspiel ein 2:5 in einer intensiv geführten Partie gegen Kapfenberg. Die Wiener zeigten phasenweise gutes Eishockey, waren aber in den entscheidenden Momenten im Gegensatz zu den Steirern nicht kaltschnäuzig genug, um dem Match nach 0:2- und 2:4-Rückstand noch eine Wende geben zu können.

WEV-Head-Coach Philipp Ullrich hat gegen die Kängurus schon den spielerischen Fortschritt seines Team gesehen und hofft in Graz auf eine weitere Leistungssteigerung: "Das Spiel gegen Kapfenberg war trotz Niederlage ein Schritt in die richtige Richtigung. Wir müssen uns unser Selbstverständnis jetzt Schritt für Schritt in jedem Training und Spiel zurückholen. ATSE hat eine gute Mannschaft und wird uns wieder alles abverlangen, ich bin aber zuversichtlich, dass sich meine Mannschaft wieder mit viel Herz und Disziplin dagegen stemmt."

KSV Kängurus vs. HDK Maribor
Sa., 18. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg

Die KSV Kängurus erwarten am Samstag in der Division Ost den HDK Maribor in der Stadthalle Kapfenberg zum zweiten Saison-Heimspiel. Bei den Kängurus gab’s am Samstag beim WEV eine sprunghafte Leistungssteigerung nach den zwei Niederlagen zu Beginn - 1:2 nach Verlängerung gegen den ATSE Graz und 0:3 beim amtierenden Meister Sharks Gmunden. Die Mürztaler hatten sich die Ansprachen von Spielertrainer Kris Reinthaler zu Herzen genommen und waren in der Steffl Arena 3 beim 5:2 in einer intensiven Partie gegen den WEV zum ersten Mal so richtig ins Rollen gekommen.

Kapfenberg-Spielertrainer Kristof Reinthaler tüftelt Woche für Woche an Verbesserungen bei seinem Team: "Wir wollen natürlich zuhause auch voll anschreiben, vor allem vor eigenem Publikum gutes Eishockey zeigen. Wie schon letztens erwähnt, kennen wir die Teams in unserer Division ja recht gut. Maribor ist eine sehr schnelle Mannschaft, hat sehr schnelle Spieler in ihren Reihen und ist dementsprechend auch sehr konterstark. Da heißt es natürlich, acht darauf geben. Und wir müssen unsere Scoring-Effizienz verbessern, vor allem bei Fünf gegen Fünf haben wir auch in Wien wieder etliche Chancen ausgelassen, wo man einfach Mannschaften vorzeitig frustrieren und deren Widerstand brechen kann. Daran müssen wir arbeiten, auch im Powerplay. Das wird sicher unser Fokus diese Woche sein, dass wir an der Scoring-Effizienz arbeiten, aber auch an unserem Defensivverhalten natürlich, da müssen wir noch an ein paar Schrauben drehen, aber defensiv hat es die letzten paar Spiele recht gut ausgeschaut. Wir wollen auf Fälle schauen, dass wir sehr gutes Eishockey auf heimischen Eis zeigen!"

Der HDK Maribor war am vergangenen Wochenende spielfrei. Die Slowenen kämpfen in Kapfenberg um die ersten Punkte, da sie beim Heim-Auftakt den WEV auf dem Eis zwar mit 3:2 gebogen hatten, das Match aber danach strafverifiziert wurde, weil die Füchse einen gesperrten Spieler unberechtigterweise eingesetzt hatten.

Maribors Head Coach Jure Verlič ist mit der Performance seines Teams zufrieden und hofft auf Punktezuwachs in der Böhlerstadt: "Die letzten Heimspiele haben wir richtig gut gespielt und gewonnen. Unser Ziel ist es, von Woche zu Woche konstanter zu werden, und das Auswärtsspiel in Kapfenberg bietet uns dafür eine gute Gelegenheit. Wenn wir unsere Mentalität, Energie und Disziplin aus den Heimspielen auch auswärts mitnehmen können, haben wir eine Chance auf ein positives Ergebnis!"

UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden spielfrei.

Ö Eishockey Liga - Division West:

EHC Kundl vs. Dornbirner EC Bulldogs 4:2 (2:1,1:0,1:1)
Fr., 17. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Eisarena Kundl
Torschützen EHC Kundl: Valentin Ploner (13:05 Min.), Maximilian Agerer (18:02 Min.), Michal Kluka (33:39 Min./PP2), Christian Baierl (55:05 Min./PP1)
Torschützen Dornbirner EC: Domenic Grabher (01:43 Min.). Alessandro Togni (45:10 Min.)


SC Samina Hohenems vs. WSG Swarovski Wattens Penguins
Sa., 18. Oktober 2025, 18:30 Uhr, Eisstadion Hohenems - >> zum Livestream

HC Kufstein vs. EHC Lustenau
Sa., 18. Oktober 2025, 19:00 Uhr, Eisarena Kufstein - >> zum Livestream

Ö Eishockey Liga - Division OST:

ATSE Graz vs. Wiener Eislauf-Verein
Sa., 18. Oktober 2025, 18:30 Uhr, Merkur Eisstadion (Halle A) - >> zum Livestream

KSV Kängurus vs. HDK Maribor
Sa., 18. Oktober 2025, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg - >> zum Livestream

UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden spielfrei.

Ö Eishockey Liga Modus 2025/2026

Am 4. Oktober 2025 startet die Ö Eishockey Liga mit dem ersten Spieltag in die neue Saison. Der Modus wird im fünften Jahr in den beiden Divisionen West mit sechs Teams und Ost mit fünf Teams in der Phase 1 eine Veränderung aufweisen. In der Division Ost gibt es in der kommenden Saison eine zweieinhalbfache Hin- & Rückrunde, das ergibt 20 Spiele pro Team. In der Division West werden wie in der Vorsaison zwei Hin- und Rückrunden gespielt, das ergibt ebenfalls 20 Spiele pro Team.

Nach der Phase 1 findet wieder ein überregionales Playoff, das am 07. Februar 2026 mit dem Viertelfinale beginnt, statt. Auch in der kommenden Spielzeit wird nach dem Grunddurchgang ein Playoff-Pick für zusätzliche Spannung sorgen. Das jeweilig bestplatzierte Team der Division West und Ost darf seinen Viertelfinal-Gegner aus dem Dritt- oder Viertplatzierten der anderen Division auswählen. Die Playoff-Duelle beginnend mit dem Viertelfinale über Halbfinale bis zum Finale werden ab der kommenden Spielzeit jeweils in einer Best-of-Three Serie (H/A/H) entschieden.

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17. Oktober 2025