Kufstein nach Penalty-Thriller gegen Gmunden im Halbfinale - WEV und Kängurus gleichen aus
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Viertelfinale 1 - Spiel 2: EHC Lustenau steht nach Sieg beim ATSE Graz im Halbfinale
Der ATSE Graz erwartete im Viertelfinale am Samstag in der Best-of-Three-Serie den souveränen Division-West-Sieger EHC Lustenau im Grazer Merkur Eisstadion. Die Vorarlberger führten in der Serie nach dem deutlichen 7:2-Heimsieg in der Rheinhalle mit 1:0 und hatten in der steirischen Landeshauptstadt mit einem Auswärtssieg die Chance, das Halbfinal-Ticket zu buchen.
Die Löwen starteten gut ins Auswärtsspiel: Lucas Haberl setzte sich auf der linken Seite durch, zog vor das Tor von ATSE-Keeper Florian Zeugswetter und stellte mit einem satten Schuss auf 1:0 (3.). Danach entwickelte sich im Liebenauer Bunker eine flotte Partie, es ging und her. Der ATSE Graz versuchte, offensive Akzente zu setzen, Lustenau war überlegen, stand defensiv souverän und ließ bis zur ersten Sirene nicht viel zu.
Am Spielcharakter änderte sich im zweiten Drittel wenig. Der Division-West-Dominator agierte spielbestimmend, der ATSE konnte nur reagieren, fightete aber verbissen um jede Scheibe. Mit dem knappen Spielstand blieb die Partie jedoch im Mittelabschnitt spannend. Die favorisierten Lustenauer verabsäumten es, einen größeren Vorsprung herauszuschießen.
Gleich nach Wiederbeginn im Schlussabschnitt erhöhte Martin Grabher Meier nach einem schnellen Angriff und einer schönen Kombination aus kurzer Distanz auf 2:0 (41.). Dann schöpfte der ATSE Graz neue Hoffnung: Filip Matijević verkürzte nach einem energischen Antritt auf 1:2 (44.). Nun drückten die Löwen wieder auf das Tempo. Robin Wüstner leitete einen Angriff ein, Stefan Hrdina passte zurück auf Wüstner, der aus dem Slot das 3:1 für die Gäste machte (48.).
Am Ende hatten die Grazer eine Überzahl und zogen überdies Goalie Zeugswetter, Lustenaus Goalgetter Chris D’Alvise schoss zum 4:1-Sieg ins leere Tor ein (59.), die Vorarlberger gewannen die Serie mit 2:0 und stehen im Halbfinale.
Viertelfinale 2 - Spiel 2: KSV sorgt mit Kantersieg in Kundl für Serienausgleich
Schon im Februar erlebte der EHC Kundl am Samstag gegen Division-Ost-Sieger KSV Kängurus im Viertelfinale das vermeintliche Spiel des Jahres in der Eisarena Kundl. Die Tiroler hatten sich in der Best-of-Three-Serie mit dem sensationellen 2:1-Sieg nach Penaltyschießen auswärts in der Stadthalle Kapfenberg in die hervorragende Ausgangslage gebracht, beim Heimspiel gegen den Favoriten den Sack zuzumachen und ins Halbfinale aufsteigen zu können.
Doch die Kapfenberger machten schon im ersten Abschnitt klar, dass sie mit allen Mitteln in der Serie bleiben wollten. Kevin Moderer brachte im Fallen die Scheibe von der rechten Seite zur Mitte, plötzlich stand es nach einem Abfälscher 1:0 für die Gäste (10.). Nur knapp eine Minute später erhöhte Pierre Graf in Überzahl auf 2:0 für die Mürztaler (11.). Wieder drei Minuten später überraschte Christoph Draschkowitz Kundl-Keeper Jakub Kostelny mit einem platzierten Schuss zum 3:0 ins lange Eck (14.).
Mit der klaren Führung im Rücken spielten die Steirer im zweiten Abschnitt weiterhin groß auf und schnürten die Tiroler immer wieder in deren Verteidigungszone ein. In einer dieser Drangphasen kam der Puck zu Christoph Draschkowitz, der vom linken Bullykreis zum 4:0 einschoss (29.). Kapfenberg agierte gnadenlos und nützte die Chancen: Drei Minuten nach Halbzeit der Partie verlängerte Stefan Trost einen scharfen Pass von Lukas Telsnig zum 5:0 über die Linie (34.).
Die Kängurus hatten ihren Torhunger im Mittelabschnitt noch nicht gestillt. Phileas Lyssy kehrte die Scheibe in einem Powerplay nach einem Rebound zum 6:0 vorbei am bereits geschlagenen Keeper Kostelny über die Linie (39.). Im letzten Abschnitt spielten die Mürztaler das Match trocken nach Hause und schafften am Ende mit dem klaren 6:0-Sieg den Serien-Ausgleich. Das alles entscheidende dritte Duell steigt am Mittwoch, 18. Februar ab 18:30 Uhr in der Stadthalle Kapfenberg.
Viertelfinale 3 - Spiel 2: HC Kufstein wirft Titelverteidiger Sharks Gmunden raus
Der HC Kufstein traf am Samstag nach dem 4:3-Overtimesieg in Gmunden im Viertelfinal-Heimspiel in der Eisarena Kufstein vor über 1.000 Fans auf Titelverteidiger UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden. Die Oberösterreicher erwischten den besseren Start und führten durch einen Treffer von Moritz Neurauter früh mit 1:0 (3.).
Die Haie vom Traunsee legten nach: Hubert Berger tauchte vor dem Tor von Kufstein-Goalie Thomas Pfarrmaier auf und netzte mit einem schönen Backhand-Haken zum 2:0 ein (10.). Die Gastgeber erholten sich rasch vom ersten Schock und fighteten sich schnell in die Partie zurück: Stefan Reiter verkürzte mit einem schönen Schuss von der rechten Seite auf 1:2 (13.).
Spät im ersten Abschnitt kochte die Arena in Kufstein ein zweites Mal: Aleksi Airaksinen verwertete 29 Sekunden vor der ersten Sirene einen Rebound nach Abwehr von Sharks-Keeper Tobias Windhofer mit einem platzierten Schuss zum 2:2-Ausgleich (20.).
Im zweiten Abschnitt setzten die beiden Teams den Playoff-Fight fort. Mit jedem Wechsel war noch mehr Knistern zu spüren. Nun agierten beide Mannschaften in ihrer jeweiligen Defensivarbeit konsequenter, hinten ließen die beiden Torhüter ihre Klasse aufblitzen und ließen in den zweiten 20 Minuten jeweils keinen Gegentreffer zu.
Der Schlussabschnitt begann mit einem Knall: In einer kurzen Drangphase zog Stefan Reiter ab und überraschte Haie-Goalie Windhofer im kurzen Eck zum 3:2 (42.), die Dragons führten zum ersten Mal an diesem Abend. Das Spiel war längst ein Krimi, der zum Thriller werden sollte: Jonas Kail zog in Überzahl ab und erzielte den 3:3-Ausgleich für Gmunden ins lange Eck (53.).
Nachdem der vermeintliche Führungstreffer für die Gäste aberkannt wurde, weil ein Haie-Crack im Torraum HCK-Goalie Pfarrmaier behindert hatte, ging das Match wie die erste Partie in die Overtime. Dort fiel kein Treffer, das Penaltyschießen musste die Entscheidung bringen.
Und das toppte dann alles. Bei den Gastgebern trafen Stefan Reiter zwei Mal, Aleksi Airaksinen einmal und Clemens Paulweber zwei Mal. Bei den Sharks Gmunden trafen Hubert Berger zwei Mal, Moritz Neurauter einmal und Jonas Kail einmal. Clemens Paulweber war es, der im 30. Penaltyversuch - sein zweiter Treffer - den HC Kufstein ins Halbfinale schoss und den Titelverteidiger entthronte.
Viertelfinale 4 - Spiel 2: WEV erzwingt Entscheidungsspiel nach Krimi gegen Hohenems
Der Wiener Eislauf-Verein fightete am Samstag in der WEV Arena am Wiener Heumarkt im Viertelfinale gegen den SC Samina Hohenems. Nur mit einem Sieg konnten die Wiener nach der 1:5-Niederlage auswärts im Herrenried ihre Saison verlängern und in der Best-of-Three-Serie bleiben.
Die Vorarlberger starteten abgebrüht ins Match. Nach einem schnellen Konter ließ Christian Haidinger WEV-Schlussmann Moritz Merkader keine Chance und stellte auf 1:0 für die Steinböcke (3.). Die Wiener versuchten schnell, das Kommando zu übernehmen. Hohenems verwaltete zunächst den knappen Vorsprung und wartete nach dem optimalen Start geduldig auf seine Chancen. Knapp drei Minuten vor Drittelende spielte der WEV einen schnörkellosen Angriff über links, Lukas Pohl legte quer auf Patrick Bolterle, der staubtrocken aus dem Slot zum 1:1-Ausgleich einschoss (18.).
Im zweiten Drittel kamen die ersten Emotionen auf, das Match entwickelte sich zu einem spannenden Playoff-Duell mit intensiven Zweikämpfen. Die Wiener waren nicht gewillt, diese Serie frühzeitig beenden zu müssen und versuchten alles, das Match offen zu gestalten. Und das gelang noch besser in einer Überzahl: Nach einer schönen Kombination stand Rupert Fichtinger im Slot goldrichtig und erzielte das 2:1 für den WEV (30.).
Im Schlussdrittel bauten die Bundeshauptstädter den Vorsprung aus und wie: Verteidiger Richard Gruber startete aus der eigenen Zone einen herrlichen Sololauf, spielte die Hohenems-Defensive schwindlig und erzielte das 3:1 (46.). Knapp zwei Minuten vor dem Ende sorgte Marcel Wolf in Überzahl mit dem 2:3-Anschlusstreffer für Hochspannung am Heumarkt (58.).
Danach zog Hohenems-Head-Coach Martin Mallinger Goalie Karlo Škec, der Ausgleich gelang nicht mehr. Der WEV siegte mit 3:2, glich in der Serie aus und erzwang das Entscheidungsspiel am Mittwoch in Hohenems.
Ö Eishockey Liga 2025/2026 - Playoff - Viertelfinale
Spiel 2:
ATSE Graz vs. EHC Lustenau 1:4 (0:1,0:0,1:3)
Sa., 14. Februar 2026, 18:30 Uhr, Graz Merkur Eisstadion (Halle A)
Torschütze ATSE Graz: Filip Matijević (43:49 Min.)
Torschützen EHC Lustenau: Lucas Haberl (02:14 Min.), Martin Grabher Meier (40:38 Min.) Robin Wüstner (47:51 Min.), Christopher D’Alvise (58:58 Min./SH1/EN)
Endstand in der Best-of-Three-Serie: 0:2
EHC Kundl vs. KSV Kängurus 0:6 (0:3,0:3,0:0)
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kundl
Torschützen KSV Kängurus: Kevin Moderer (09:19 Min.), Pierre Graf (10:24 Min./PP1), Christoph Draschkowitz (13:26 Min., 28:30 Min.), Stefan Trost (33:10 Min.), Phileas Lyssy (38:18 Min./PP1)
Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:1
HC Kufstein vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden 4:3 n.P. (2:2,0:0,1:1,0:0,1:0)
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein
Torschützen HC Kufstein: Stefan Reiter (12:30 Min., 41:22 Min.), Aleksi Airaksinen (19:31 Min.), Clemens Paulweber (65:00 Min./Entscheidender Penalty)
Torschützen Sharks Gmunden: Moritz Neurauter (02:24 Min.), 09:53 Hubert Berger (09:53 Min.), Jonas Kail (52:57 Min./PP1)
Endstand in der Best-of-Three-Serie: 2:0
Wiener Eislauf-Verein vs. SC Samina Hohenems 3:2 (1:1,1:0,1:1)
Sa., 14. Februar 2026, 18:00 Uhr, WEV Arena Heumarkt
Torschützen Wiener Eislauf-Verein: Patrick Bolterle (17:05 Min.), Rupert Fichtinger (29:11 Min./PP1), Richard Gruber (45:21 Min.)
Torschützen SC Hohenems: Christian Haidinger (02:55 Min.), Marcel Wolf (57:51 Min./PP1)
Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:1
Spiel 3:
KSV Kängurus vs. EHC Kundl
Mi., 18. Februar 2026, 18:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
SC Samina Hohenems vs. Wiener Eislauf-Verein
Mi., 18. Februar 2026, 19:30 Uhr, Eisstadion Hohenems
Spiel 1:
EHC Lustenau vs. ATSE Graz 7:2 (2:0,2:0,3:2)
Sa., 07. Februar 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Christopher D‘Alvise (12:22 Min., 32:25 Min., 50:14 Min.), David Slivnik (12:53 Min.), Daniel Stefan (33:42 Min.), Manuel Metzler (52:50 Min./PP1), Ricardo Bell (59:14 Min.)
Torschützen ATSE Graz: Cody Wickstrom (43:42 Min.), Mathias Werkl (47:46 Min.)
KSV Kängurus vs. EHC Kundl 1:2 n.P. (1:0,0:0,0:1,0:0,0:1)
Sa., 07. Februar 2026, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschütze KSV Kängurus: Lukas Telsnig (17:58 Min./PP1)
Torschützen EHC Kundl: Sebastian Schild (51:48 Min.), Michal Kluka (65:00 Min./Entscheidender Penalty)
UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden vs. HC Kufstein 3:4 n.V. (2:1,0:1,1:1,0:1)
Sa., 07. Februar 2026, 18:30 Uhr, muki Arena
Torschützen Sharks Gmunden: Lukas Stöttner (03:40 Min.), Fabian Richter (19:36 Min.), Paul Pirklbauer (50:51 Min./PP1)
Torschützen HC Kufstein: Markus Prock (06:24 Min./PP1, 44:00 Min./PP1), Clemens Paulweber (35:01 Min./SH1, 60:50 Min.)
SC Samina Hohenems vs. Wiener Eislauf-Verein 5:1 (1:0,2:1,2:0)
Sa., 07. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisstadion Hohenems
Torschützen SC Hohenems: Marcel Wolf (03:52 Min.), Patrick Spannring (20:23 Min., 57:36 Min./EN), Christian Haidinger (34:57 Min.), Benjamin Kyllönen (52:15 Min.)
Torschütze Wiener Eislauf-Verein: Lukas Kaider (23:02 Min.)
Playoff-Modus und weitere Termine
Die Playoff-Duelle beginnend mit dem Viertelfinale über Halbfinale bis zum Finale werden jeweils in einer Best-of-Three Serie (H/A/H) entschieden. Die Teams, die zuerst zwei Siege verbuchen können, steigen ins Halbfinale auf. Bei einem Unentschieden nach regulärer Spielzeit wird wie im Grunddurchgang eine fünfminütige Overtime bei Drei gegen Drei auf dem Eis gespielt. Sollte auch die Overtime keine Entscheidung bringen, folgt ein Penaltyschießen. Im Halbfinale spielt der nach Phase 1 bestplatzierte Sieger des Viertelfinales gegen den nach Phase 1 schlechtplatziertesten Sieger des Viertelfinales. Im Finale spielen die Halbfinal-Sieger gegeneinander.
Halbfinal-Serien
Sa, 21. Februar 2026 | Sa., 28. Februar 2026 | Mi., 04. März 2026 (falls nötig)
Final-Serie
Sa., 07. März 2026 | Sa., 14. März 2026 | Sa., 21. März 2026 (falls nötig)
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