Finnland ist Weltmeister 2026!
Konsta Helenius erzielte in der 10:42 Minute der ersten Verlängerung das Golden Goal und sicherte Finnland damit einen 1:0-Sieg über die Schweiz sowie die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass das Endspiel bei einem 0:0-Stand in die Verlängerung ging.
Dies ist Finnlands erste Goldmedaille seit 2022 und die dritte in den letzten sieben Jahren. Die Schweiz hat seit 2013 nun in fünf Goldmedaillenspielen gestanden – und alle verloren. Nino Niederreiter ist der einzige Spieler, der in allen fünf Finali dabei war.
Noch unglaublicher ist, dass die Schweizer in den letzten vier Spielen seit 2018 insgesamt 249:31 Minuten im Goldmedaillen-Eishockey gespielt haben, ohne ein Tor zu erzielen.
Sie verloren letztes Jahr in der Verlängerung mit 0:1 gegen die USA und 2024 mit 0:2 gegen Tschechien. 2018 unterlagen sie Schweden im Penaltyschießen mit 2:3, doch das letzte Schweizer Tor in diesem Spiel fiel früh im zweiten Drittel (Timo Meier).
Beide Teams trafen in der Verlängerung, die im 3-gegen-3-Modus ausgetragen wurde, den Pfosten. Jesse Puljujarvi skatete über das Feld und schoss den Puck am Pfosten vorbei ins lange Eck, wobei er Leonardo Genoni klar überwand. Doch der Puck blieb draußen, sehr zur Erleichterung der 10.000 Fans in der Swiss Life Arena, die darauf hofften, dass ihre Heimmannschaft zum ersten Mal eine Goldmedaille gewinnen würde.
Kurz nach Puljujarvis Pfostenschuss gab Damien Riat einen Schuss ab, der von einem Schläger abgefälscht wurde und dann an die Latte prallte. Auch dieser wollte nicht ins Netz.
Die Schweizer hatten einen sichtlich nervösen Start in das Spiel. Genoni, der normalerweise unerschütterlich und sicher ist, traf zwei oder drei unkluge Entscheidungen mit dem Puck und hatte Glück, dass daraus kein Tor resultierte.
Die Finnen hingegen zeigten von Beginn an Selbstvertrauen. Sie hatten schon früh eine große Chance nach einem schnellen Konter, als Anton Lundell den Puck vor das Tor zu Olli Maata spielte. Maata lenkte den Puck geschickt ab, und Genoni musste in dieser Situation hellwach sein.
Die Finnen glaubten, in der 13. Minute den Führungstreffer erzielt zu haben, doch die Videoüberprüfung zeigte eindeutig, dass Lundell den Puck mit seinem Schläger deutlich über der Höhe der Querlatte ins Tor abgefälscht hatte.
Die Schweizer, angefeuert von einem ausverkauften, größtenteils in Rot gekleideten Publikum, hatten ihre beste Chance in den letzten beiden Spielzügen des Drittels. Sie landeten einige gute Schüsse, was zu heftigen Reaktionen der Finnen führte, die in derselben Spielsituation zwei kleine Strafen kassierten.
Das bescherte den Schweizern zu Beginn des zweiten Drittels ein langes 5-gegen-3. Doch als sie wieder auf das frische Eis kamen, gelang ihnen nicht einmal ein Schuss, obwohl sie mit elf Powerplay-Toren aus den ersten neun Spielen die Turnierstatistik anführten.
Die Nervosität der Schweizer war immer noch spürbar, doch im Laufe des Spiels fanden sie langsam aus ihrer zögerlichen Spielweise heraus und hatten am Ende des Drittels einen Schussvorsprung von 8:2 und dominierten das Geschehen. Dennoch hatten sie nichts vorzuweisen.
Pius Suter hatte die beste Chance, den ersten Treffer für die Schweiz zu erzielen. Nach einem Gewühl vor dem finnischen Tor rutschte der Puck nach hinten zu Suter, doch er schoss am offenen Tor vorbei.
Von Beginn des dritten Drittels an fühlte es sich wie eine Verlängerung an – das nächste Tor entscheidet. Die Mannschaften agierten zögerlich, doch Finnland hatte die Oberhand. Dennoch hatten die Schweizer zwei Chancen auf das lang ersehnte Tor, doch beide Male war Justus Annunen zur Stelle. Zunächst parierte er gegen Roman Josi, der in den Strafraum eindrang und sich gegen das Tor warf, als er versuchte, den Puck hineinzudrücken.
Dann ging Suter aus kurzer Distanz allein auf das Tor zu, konnte den Puck aber nicht über den Torwart heben. Nach der regulären Pause liefen die Teams zu einer 20-minütigen Verlängerung auf das Eis, wohl wissend, dass sie so lange spielen würden, bis ein Tor fiel.
