Jetzt zählen die Sekunden

Am Dienstag absolvierten Benjamin Baumgartner und Theresa Naemi Schafzahl in Vierumäki den letzten Probegalopp für die finale Qualifikationsrunde bei der "Skills Challenge" für die Youth Olympic Games 2016.

Tag 4: Die letzten zwei Testrunden
Heute regnet es. Trotzdem fast schon Routine: Frühstück und "Trocken"-Training am Fußballplatz immer um dieselbe Zeit. Die Freizeit-Aktivitäten finden aber dann großteils im trockenen Inneren statt. Fördert einerseits die Kommunikation der Spieler untereinander, andererseits ist auch einmal Zeit, um sich auszuschlafen und zu regenerieren, um für die kommenden Tage fit und konzentriert zu sein.

Da entscheidet sich nämlich, wer die begehrten Tickets für Lillehamer 2016 erhält und sich dabei eine gute Ausgangsbasis für die 2. Youth Olympic Winter Games schafft. Die Ergebnisse der Qualifikation in Vierumäki dienen als Setzliste für die Bewerbe bei den Jugendspielen im nächsten Februar.

Der Ablaufplan für die zweite Wochenhälfte, in der ja alle sechs Skills-Bewerbe ein weiteres Mal zu absolvieren sind, wurde noch nicht bekannt gegeben. Anscheinend werden die einzelnen Wettkämpfe im K.o.-Modus ausgetragen. Wichtig ist daher ein gutes Abschneiden im ersten Durchlauf, die Ergebnisse dienen der Erstellung einer Rangliste. Bei den K.o.-Duellen tritt dann jeweils der Erste einer "Skill Competition" gegen den Letzten an, der zweite gegen den Vorletzten usw.

1) Passgenauigkeit
Der Spieler steht in der neutralen Zone an der Mitte der blauen Linie. Im Angriffsdrittel sind fünf Zielobjekte in Form von ca. 50 cm breiten Würfeln im Halbkreis aufgestellt, die passgenau zu treffen sind. Die Regeln sind einfach: jeder hat maximal 30 Sekunden Zeit alle Würfel, der Reihe nach gegen den Uhrzeigersinn, mit einem direkten Pass zu berühren, sonst zählt die Anzahl der getroffen unterschiedlichen Zielobjekte. Bei Zeitgleichheit entscheidet die geringere Anzahl an verwendeten Pucks. Die blaue Linie darf dabei nicht überschritten werden.

Auf den ersten Blick hört sich das nicht so schwer an. Die Nerven dürften dabei im Kampf Mann gegen Mann eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, und die liegen dann meist blank, wenn man schon mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, den ersten näher gelegenen Würfel zu treffen. Unsere Athleten treffen alle fünf Zielobjekte vor Ablauf der Zeit, und speziell Theresa wird sich mit ihrer Zeit ganz vorne einordnen. Benjamin braucht zum Treffen der Würfel zumeist zwei Versuche, ist aber auch in ca. 20 Sekunden fertig. Die Duelle mit Belgien gehen klar an die Österreicher.

2) Scheibenführung
Von Torlinie zu Torlinie sind in jedem Drittel Hindernisse platziert, die mit der Scheibe zu Umlaufen sind. Im ersten Drittel sind vier Würfel in Laufrichtung aufgestellt, die zu umkurven sind, im Mitteldrittel sind drei mal zwei Hütchen parallel zu den Linien aufgestellt, die mit weit aus der Richtung führenden Kurven zu umrunden sind, und im letzten Drittel muss ein typisches Stickhandling-Hindernis mit fünf aufeinander folgenden Sektionen, abwechselnd von links und rechts, durchspielt werden.

Für die Berührung eines Hindernisses oder die nicht vorgeschriebene Umrundung eines Hindernisses gibt es Strafen in Form von Zeitzuschlägen (+0,5 Sekunden). Für jedes Drittel, welches fehlerfrei absolviert wird, gibt es aber auch Zeitgutschriften (-1 Sekunde).

Benjamin hat einen guten Lauf, berührt aber nicht merkbar ein Hütchen im Mitteldrittel. Zusätzlich zur Strafe erhält er auch für dieses Drittel keine Zeitgutschrift (also +1,5 Sekunden gegenüber eines fehlerfreien Laufes), das ihn von den vorderen Plätzen des Feldes ein wenig nach hinten durchreicht. Theresa hat einen sehr guten Start, haderte aber mit kleineren Problemen beim Stickhandling-Hindernis. Trotz der Probleme gestalteten beide ihre Duelle gegen die Belgier erfolgreich.

Tag eins und zwei

Tag drei