Zweiter Kantersieg für die Mädchen

Die Mädchen-Mannschaft des Österreichischen Eishockeyverbandes feierte bei den 1. Youth Olympic Games in Innsbruck den zweiten Sieg. Für die Burschen endete die Erfahrung USA mit einem passablen Ergebnis.

Die "Youth Olympic Games"-Mannschaften der Mädchen und Burschen des Österreichischen Eishockeyverbandes, die sich unterstützt vom Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) zwei Jahre lang auf die 1. Youth Olympic Winter Games (SPIELPLAN) vorbereiten konnten, zeigten auch am zweiten Turniertag in der Innsbrucker Eishalle sehr gute Leistungen.

Die Eishockey-Arena war auch am zweiten Spieltag des Turniers sehr gut besucht. Die beiden österreichischen Mannschaften wurden von den knapp 1.000 Besuchern von Beginn an angefeuert und toll unterstützt.

Wie schon am Freitag waren die Mädchen des Jahrgangs 1994 auch gegen die Mannschaft aus Kasachstan der Favorit. Nach einem Geduldsspiel sah diese Partie aber nicht aus. Beim 8:1-(3:0,4:1,1:0)-Erfolg und mit dem zweiten Sieg untermauerte die ÖEHV-Auswahl ihre Anwartschaft auf eine Medaille.

"Nach diesen beiden Spielen haben die Mädchen jetzt sehr viel Selbstvertrauen", meinte Head Coach Christian Yngve. "Ich konnte bisher alle Spielerinnen einsetzen. Sie haben gezeigt, dass sie bereit sind, alles für die Mannschaft zu geben. Von Spiel zu Spiel werden wir auch besser."

Schon nach den ersten 15 Spielminuten waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Anna Meixner im Powerplay (9.), Julia Frick (10.) und Victoria Hummel (12.) sorgten für einen souveränen 3:0-Vorsprung nach dem ersten Drittel.

In dieser Tonart sollte es auch im zweiten Abschnitt weitergehen. Meixner (21.), Anna Schmid (23.), Alexandra Gürtler (25.) und Anja List (27.) bereiteten den Zuschauern mit den Toren zum 7:0 viel Freude. Die Kasachinnen kamen in ihrem ersten Spiel bei Olympia durch Zhanna Nurgaliyeva (28.) zum Ehrentreffer.

Für Schmid, die normalerweise auf der Position der Torhüterin spielt beim Olympia-Turnier aber auf dem Feld eingesetzt wird, war es ein besonders schöner Moment, als die Scheibe zum 5:0 im Netz der Gegnerinnen einschlug.

Teamkollegin Hummel, die den Schlusspunkt zum 8:1 (42.) beisteuerte, besorgte anschließend sogar dem Spielpuck, damit Schmid zusätzlich ein besonderes Erinnerungsstück an diesen Treffer hat.

"Wir können sicher noch besser spielen. Das wollen wir schon am Montag gegen Deutschland zeigen", meinte die zweifache Torschützin Hummel. "Aber der Start in das Turnier war für uns natürlich super."

Für den 1996er-Jahrgang der Burschen gab es am Samstag hingegen die zweite Niederlage bei diesem Turnier. Gegen die USA ging die Mannschaft von Head Coach Kurt Harand als 2:7-(0:4,1:1,1:2)-Verlierer vom Eis.

Bereits nach 1:13 Spielminuten stand es aus österreichischer Sicht 0:2. "Der Respekt vor den US-Amerikanern war sicher da. Es ist nicht einfach, diesen Respekt aus den Köpfen der Spieler zu bekommen. Doch nach dem 0:2 haben sich die Burschen immer besser auf den Gegner eingestellt und konnten sich viele Chancen erspielen", analysierte Harand.

Im Vergleich zum Auftakt gegen Finnland (0:3) entwickelte sich bei den Österreichern ein gutes Spiel nach vorne. Einige Tormöglichkeiten konnten gegen die körperlich überlegenen US-Boys herausgespielt werden.

Den ersten österreichischen Treffer bei diesem Turnier erzielte Mario Huber zum zwischenzeitlichen 1:4 (21.). In der 31. Minute war Stefan Gaffal, der auch an der Skills Challenge teilnehmen wird, für das 2:5 aus ÖEHV-Sicht verantwortlich.

"Heute waren wir leider in der Defensive nicht so diszipliniert", meinte Harand. "Mit den Leistungen der beiden Torhüter bin ich bisher zufrieden. Sie zeigen auf diesem Niveau sehr gute Reaktionen."

Auch die Spieler selbst wussten, woran es gegen die USA lag. "Der Respekt vor der Körpergroße war sicher da. Im zweiten und dritten Drittel haben wir aber gut gespielt", waren sich Gaffal und Kapitän Lukas Telsnig einig. Nach einem freien Tag am Sonntag geht es für die Burschen am Montag mit Spiel Nummer drei gegen Russland weiter.

"Es waren zwei gute Spiele unserer Mannschaften", war Dr. Dieter Kalt, Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes erfreut. "Zu unserem heutigen 100. Geburtstag haben uns die Mädchen einen Sieg geschenkt. Das freut mich besonders."

Modus & Skills Challenge

Der Modus ist ganz einfach: Der Fünftplatzierte nach den vier Vorrundenspielen scheidet aus, die verbliebenen Nationen spielen im K.o.-Modus (Halbfinale und Endspiel) die Medaillen aus.

Als Abwechslung und Innovation kommt auf die jungen Athleten auch eine "Skills Challenge" zu, bei der nach einer Qualifikation (16. Jänner) am 19. Jänner das große Finale erfolgen wird. Von Team Austria werden Victoria Hummel und Stefan Gaffal an diesem sechsteiligen Bewerb (schnellster Skater, Schussgenauigkeit, Beweglichkeit, Schusskraft, Passspiel und Puckkontrolle) teilnehmen.

Kader Mädchen (Jahrgang 1994)
Tor: Paula Camilla Marchhart, Julia Pechmann
Verteidigung: Nicole Arnberger, Martina Kness, Paulina Polczik, Noemi Prosenz, Luisa Steiner, Anna Schmid
Angriff: Julia Frick, Tamara Grascher, Alexandra Gürtler, Victoria Hummel, Anna Iberer, Anja List, Anna Meixner, Anna Meixner, Julia Willenshofer

Kader Burschen (Jahrgang 1996)
Tor: Stefan Müller, Thomas Stroj
Verteidigung: Mathias Hagen, Fabian Kau, Erik Kirchschläger, Tobias Oberauer, Lukas Telsnig, Felix Urstöger
Angriff: Stefan Gaffal, Mario Huber, Daniel Jakubitzka, Nikolaus Kraus, Manuel Rosenlechner, Sandro Seifried, Stefan Manuel Trost, Nikolaus Zierer, Dominic Zwerger