Versöhnlicher Abschluss

Das abschließende Vorrundenspiel bei der IIHF Weltmeisterschaft in Dänemark verlor die österreichische Nationalmannschaft gegen die Tschechische Republik nach einer Aufholjagd mit 3:4. In der Endabrechnung stand damit der 14. Platz zu Buche.

Team Österreich
25 Spieler für den Aufstieg

Österreich erwischte einen miserablen Start in dieses siebente WM-Spiel – Torhüter David Kickert kam zu seinem ersten Einsatz in Kopenhagen – gegen die Tschechische Republik, als es nach Toren von Tomas Hyka und Filip Chytil nach zweieinhalb Minuten bereits 2:0 stand.

In dieser Tonart ging es zum Glück aus österreichischer Sicht aber nicht weiter. Zwar dominierten die Tschechen das Spielgeschehen, die ÖEHV-Auswahl von Teamchef Roger Bader kam aber auch zu guten Möglichkeiten. So verwertete Konstantin Komarek noch im ersten Drittel einen sehenswerten Angriff zum 1:2.

Tschechien, das vor diesem Spiel bereits als Viertelfinalteilnehmer feststand, kontrollierte im weiteren Verlauf dieses Spiel und erhöhte durch Dominik Kubalik im zweiten Abschnitt auf 3:1. In den letzten 20 Minuten spielten die Österreicher mutig mit und hatten den einen oder anderen Treffer sogar noch am Schläger, darunter eine fast zweiminütige Fünf-gegen-Drei-Überlegenheit.

Je ein Tor sollte knapp zehn Minuten vor dem Ende noch fallen: Zunächst erhöhten die Tschechen im Powerplay durch Hyka auf 4:1, ehe Michael Raffl einen schnellen Konter mit dem 2:4 ins Kreuzeck abschloss. Am Ende kam noch einmal Spannung auf, da Raffl mit seinem zweiten Treffer auf 3:4 verkürzte. Österreich hatte noch den Ausgleich am Schläger, dieser gelang aber nicht mehr.

"Wir haben uns mit einer ansprechenden Leistung von dieser Weltmeisterschaft verabschiedet", freute sich auch Teamchef Bader. "Zwar war die Intensität in diesem Spiel nicht allzu hoch, aber wir hatten sehr gute Szenen in dieser Partie. Wir können stolz auf unsere gezeigten Leistungen in Kopenhagen sein. Die Planungen für die nächste Saison beginnen in Kürze."

Als die drei besten österreichischen Spieler dieser 82. IIHF Weltmeisterschaft in Dänemark wurden Bernhard Starkbaum, Martin Schumnig und Peter Schneider ausgezeichnet. Die Weichen für die nächstjährigen Titelkämpfe in der Slowakei werden ab Mittwoch beim IIHF Kongress gestellt. Hier wird auch geklärt, ob Österreich in Bratislava oder Kosice von 10. bis 26. Mai 2019 auflaufen wird.

Das Schicksal, welches Österreich als erstem Aufsteiger seit zehn Jahren erspart blieb, widerfährt Mitaufsteiger Südkorea sehr wohl: Der sofortige Wiederabstieg aus der IIHF Top Division. Die Asiaten unterliegen im direkten "Spiel um die letzte Chance" gegen Abstiegskontrahent Norwegen 0:3 und müssen mit null Punkten aus sieben Spielen und einem Torverhältnis von 4:48 zurück in die B-Gruppe.

Im zweiten Spiel der Gruppe B hat Kanada mit Lettland Mühe, setzt sich aber dank eines Gamewinners von Connor McDavid 2:1 nach Overtime durch. Die Ahornblätter fixieren damit den Viertelfinalplatz, weil die einzigen Verfolger in Reichweite - Dänemark und Lettland - noch gegeneinander spielen und Kanada selbst bei Punktgleichheit die Siege in den direkten Duellen auf seiner Seite hat.

Der Gastgeber und die Letten spielen sich hingegen im direkten Duell das letzte Viertelfinalticket aus, Lettland braucht zumindest einen Sieg nach Overtime. Für die Nordamerikaner geht es zum Abschluss gegen Deutschland, das keine Chance mehr auf die K.o.-Runde hat.

Vorbereitung und IIHF Weltmeisterschaft