Penalty-Krimi nach Comeback

Österreich liegt nach nicht einmal neun Spielminuten im zweiten Spiel der IIHF Weltmeisterschaft Division IA gegen Norwegen mit 0:3 zurück, schafft ein sensationelles Comeback zum 3:3 und gewinnt am Ende mit 4:3 nach Penaltyschießen.

Norwegen hatte das WM-Auftaktspiel gegen Frankreich verloren und stand deshalb gehörig unter Zugzwang. Deshalb begannen die Skandinavierinnen furios gegen ein österreichisches Team, das am Beginn des Spiels noch nicht richtig da zu sein schien. Und so rollte Angriff um Angriff auf das Österreich-Tor, bei 8:47 stand bereits ein 3:0 für die Norwegerinnen auf der Anzeigetafel. Dazu musste noch Eva Beiter nach einem - leider nicht geahndeten - Check verletzungsbedingt vom Eis, ein Einsatz bei den nächsten Spielen ist fraglich.

Im Mitteldrittel dann ein verändertes Team Austria, das sich zahlreiche Chancen vor dem gegnerischen Tor erspielen konnte, Norwegen blieb aber im Konter und bei Überzahlspielen nach wie vor brandgefährlich. Doch Österreich schaffte mit viel Einsatz und Kampfgeist das 3:3 im Schlussabschnitt und erzwang so die Verlängerung.

Im Shootout, das sich dann in erster Linie zu einem Duell der Torhüterinnen entwickeln sollte, gelang dem rot-weiß-roten Team am Ende der alles entscheidende Treffer zum Sieg.

Schweden-Legionärin Denise Altmann: "Wir haben das erste Drittel komplett verschlafen, sind dann aber mit dem richtigen Einsatz noch zurück gekommen. Das gibt uns unglaublich viel Kraft für die nächsten Spiele, weil wir wissen, dass wir auch so einen Rückstand noch aufholen können und für 60 oder mehr Minuten noch die Kraft haben!"

Torfrau Theresa Hornich hat bereits die Lehren aus dem Spiel gegen Norwegen gezogen: "Ich hoffe, dass wir das nächste Spiel besser beginnen wie heute, wir müssen konzentriert starten und in erster Linie defensiv gut stehen. Denn unsere Chancen werden wir vorne immer haben, wir haben eine super Mannschaft!"