Eine Weltmeisterschaft in Österreich

Beim diesjährigen Kongress des Internationalen Eishockeyverbandes in Russland erhielt der Österreichische Eishockeyverband den Zuschlag für die Austragung der IIHF Weltmeisterschaft Division I Gruppe A der Damen im April 2017. Die IIHF Weltmeisterschaft D

Am Freitag wurden beim IIHF Kongress in Moskau die Austragungsstätten der diversen IIHF Weltmeisterschaften der Saison 2016/17 vergeben. Der Österreichische Eishockeyverband erhielt dabei den Zuschlag für die IIHF Weltmeisterschaft Division I Gruppe A der Damen, die von 15. bis 21. April 2017 stattfinden soll. Gespräche mit möglichen Spielstätten werden in den nächsten Wochen abgeschlossen.

Die zweite österreichische Bewerbung, für die IIHF Weltmeisterschaft Division I Gruppe A der Herren, erhielt bei der Abstimmung aber keine Mehrheit. Das Duell mit der Ukraine ging knapp mit 13:12 Stimmen (Anmerkung: jede teilnehmende Nation hat zwei Stimmen, jede Person im IIHF Council eine Stimme) an die Osteuropäer, die auf eine größere Unterstützung aus dem IIHF Council zählen durften. Damit finden diese Titelkämpfe von 22. bis 28. April 2017 in Kiew statt. Die Ukraine hatte zudem den Bonus, dass die Ausrichtung der IIHF WM 2015 aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse nicht möglich war.

Die U20-Weltmeisterschaft der Division IA (11. bis 17. Dezember 2016) wurde an Deutschland mit Bremerhaven vergeben, die österreichische U18-Nationalmannschaft wird bei der WM der Division IB im slowenischen Bled (15. bis 21. April 2017) versuchen, den sofortigen Wiederaufstieg unter die besten 16 Nationen der Welt zu schaffen.

Neben der Heim-WM steht für die österreichische Nationalmannschaft der Damen auch noch die finale Qualifikationsrunde für die Olympischen Winterspiele 2018 auf dem Programm. Von 9. bis 12. Februar 2017 findet in Japan das Vier-Nationen-Turnier um den Aufstieg gegen Japan, Deutschland und einen Qualifikanten statt. Die U18-Mädchen nehmen ihre WM der Division I von 8. bis 14. Jänner 2017 in Ungarn in Angriff.

"Wir haben gewonnen und verloren. So ist es im Leben. Die Entscheidung des IIHF Council hat den Unterschied ausgemacht. Ukraine hatte schon den Zuschlag vor zwei Jahren, aber der Krieg hat eine Verschiebung nach sich gebracht. Das Council hat jetzt seine ‚alte Zusage‘ erneuert. Man muss demokratische Entscheidungen akzeptieren. Wir gratulieren der Ukraine zum Zuschlag der Weltmeisterschaft", erklärte Präsident Dr. Dieter Kalt.

Beim IIHF Kongress in Moskau wurde am Donnerstag zudem ein neues IIHF Council gewählt. Präsident Rene Fasel (SUI) sowie seine Vizepräsidenten Kalervo Kummola (FIN), Bob Nicholson (CAN) und Thomas Wu (HKG) wurden in ihren Ämtern für vier weitere Jahre bestätigt. Die Mitglieder im IIHF Council setzen sich aktuell wie folgt zusammen: Franz Reindl (GER), Vladislav Tretiak (RUS), Luc Tardif (FRA), Henrik Bach Nielsen (DEN), Sergej Gontcharov (BLR), Ron DeGregorio (USA), Petr Briza (CZE), Zsuzsanna Kolbenheyer (HUN) und Marta Zawadzka (POL).