Wien wieder eine WM-Stadt

Beim jährlichen Kongress des Internationalen Eishockeyverbandes, der von Donnerstag bis Sonntag im Rahmen der IIHF Weltmeisterschaft in Prag abgehalten wird, wurden am Freitag die Spielorte für die Weltmeisterschaften des nächsten Jahres vergeben. Wien wi

Zwei wichtige Entscheidungen aus Sicht des Österreichischen Eishockeyverbandes (ÖEHV) fielen beim jährlichen Kongress des Internationalen Eishockeyverbandes im Rahmen der IIHF Weltmeisterschaft in Prag am Freitagvormittag. Zum einen findet die IIHF Weltmeisterschaft Division IA, an der die österreichische Nationalmannschaft nach dem unglücklichen Abstieg teilnimmt, im polnischen Krakau (23. bis 29. April 2016) statt, zum anderen erhält der ÖEHV die Zusage, als Veranstalter der IIHF U20 Weltmeisterschaft Division IA von 13. bis 19. Dezember 2015 in Wien aufzutreten.

Erstmals nach 2009 und der IIHF Damen Weltmeisterschaft Division I wird der ÖEHV wieder eine Weltmeisterschaft veranstalten. "Wir sind froh darüber, dass wir den Zuschlag für die U20-Weltmeisterschaft in Wien erhalten haben. Das ist der nächste Schritt in unserem Nachwuchs- und Ausbildungsprogramm für unsere Nachwuchsspieler", freut sich Präsident Dr. Dieter Kalt. "Wir investieren seit zwei Jahren sehr viel in den Nachwuchs. So eine Weltmeisterschaft im eigenen Land gibt den Spielern noch einmal zusätzlich Motivation. Dadurch erhält unser Sport zudem noch mehr Aufmerksamkeit." Die U18-Nationalmannschaft, die zuletzt den Aufstieg in die Division IA souverän geschafft hat, tritt im kommenden Jahr bei den Titelkämpfen in Weißrussland (10. bis 16. April 2016) an, nachdem andere Bewerber ihre Kandidatur zurückgezogen haben.

Nach dem Abstieg heißt es für die A-Nationalmannschaft, sich auf die Weltmeisterschaft der Division IA vorzubereiten. Diese wurde an Polen vergeben, das mit dem Spielort Krakau eine gute Infrastruktur anbieten kann. Bereits vor einem Monat fanden die Titelkämpfe in der polnischen Stadt statt, da diese aufgrund der brisanten Lage in der Ukraine nach Polen verlegt wurde. "Polen war zuletzt für die Ukraine eingesprungen, daher durfte Polen sich erneut für die Austragung bewerben. Es gab auch keine Einwände, wir werden gute Bedingungen in Krakau vorfinden", ist Präsident Dr. Kalt überzeugt. "Für unsere heimische Liga konnten wir nach Verhandlungen mit den Polen aber erreichen, dass die WM zu einem späteren Zeitpunkt begonnen wird."

Die Qualifikationsgruppen für die Olympischen Winterspiele 2018 werden aufgrund der neuen IIHF Weltrangliste eingeteilt. Nach den Viertelfinalspielen von Prag und Ostrau stehen somit auch die Gegner für Österreich fest. In Gruppe E trifft die österreichische Nationalmannschaft von 1. bis 4. September 2016 auf Lettland (Veranstalter), Deutschland und einen Qualifikanten. "Für uns ist das sicher eine machbare Aufgabe, wenn wir die Spiele der aktuellen Weltmeisterschaft ansehen. Wenn wir unsere Mannschaft ausreichend vorbereiten können und das Österreichische Olympische Comité uns bereits jetzt im Vorfeld unterstützt, sehe ich gute Chancen, unser nationales Premiumprodukt erneut zu Olympischen Spielen zu bringen", meint Präsident Dr. Kalt.

Im Übrigen wurde bereits nach dem ersten Viertelfinalspiel bei der IIHF Weltmeisterschaft in der Tschechischen Republik ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt. Mehr als 652.000 Besucher sind bisher zu den Spielen in Prag und Ostrau gekommen. Damit hat sich der tschechische Verband den Rekord, der im Vorjahr an Weißrussland (640.044) überging, wieder eindeutig zurückgeholt. Das nächste Ziel für die noch ausstehende Finalrunde lautet nun 700.000 Zuschauer.

Einteilung der IIHF Weltmeisterschaften 2016
Herren
A-Team, Division IA, 23.-29.04.2016, Krakau/Polen
Österreich
Slowenien
Polen
Japan
Italien
Südkorea

U20, Division IA, 13.-19.12.2015, Wien/Österreich
Deutschland
Norwegen
Lettland
Italien
Österreich
Kasachstan

U18, Division IA, 10.-16.04.2016, Minsk/Weißrussland
Deutschland
Weißrussland
Frankreich
Norwegen
Kasachstan
Österreich

Damen
A-Team, Division IA, 26.03.-02.04.2016, Aalborg/Dänemark
Deutschland
Österreich
Frankreich
Dänemark
Norwegen
Slowakei

U18, Division II, TBA (IIHF Kongress im September)
Österreich
Italien
Polen
Kasachstan
China
Australien
Großbritannien
Rumänien