Motivation für den Nachwuchs

Mit positiven Gefühlen blickt der Österreichische Eishockeyverband auf die am Samstag zu Ende gegangene IIHF U20 Weltmeisterschaft Division I Gruppe A zurück. Silber für die eigene U20-Nationalmannschaft, gut besuchte Spiele in der Wiener Albert-Schultz-H

Eine Woche Einsatz zahlreicher Mitarbeiter, beinahe rund um die Uhr, verhalfen der IIHF U20 Weltmeisterschaft Division I Gruppe A in Wien eine durchwegs positive Bewertung, angefangen von den teilnehmenden Nationen bis hin zu den Vertretern des Internationalen Eishockeyverbandes rund um den Turniervorsitzenden Dr. Hans Dobida.

Mit der Silbermedaille der österreichischen U20-Nationalmannschaft hinter Gewinner und Aufsteiger Lettland lohnte sich die bereits im Sommer dieses Jahres begonnene Arbeit für die Heim-WM in der Wiener Albert-Schultz-Halle.

Auch für Dr. Dieter Kalt, Präsident des Österreichischen Eishockeyverbandes, war die Veranstaltung in Wien von der ersten bis zur letzten Minute gelungen: "Nach Abschluss der U20-Weltmeisterschaft in Wien darf auch seitens des Verbandes festgehalten werden, dass die Erreichung des zweiten Platzes in diesem Bewerb ein großer Erfolg unseres Teams war. Wir konnten in den letzten Jahren feststellen, dass das Abschneiden unseres Nachwuchses bei den internationalen Bewerben Schritt um Schritt gesteigert werden und die U20 in Wien wiederum einen weiteren positiven Leistungsbeweis erbringen konnte. Wir alle hoffen, dass diese Spieler nun auch bei ihren Vereinen einen dementsprechenden Einsatz erhalten, um sich auch hier sportlich positiv weiterentwickeln zu können. Unterm Strich kann ich festhalten, dass sich unser Einsatz, diese Weltmeisterschaft in Wien zu organisieren, ausgezahlt hat, und dass dies, wie wir hoffen, eine positive Motivation für unseren Nachwuchs darstellt. Allen Spielern und Betreuern möchte ich auf diesem Wege zu ihrem Einsatz und dem erfolgreichen Abschneiden gratulieren."

Für Experte Bernd Freimüller (Einzelkritik auf LAOLA1.at) hat der Erfolg der österreichischen U20-Nationalmannschaft viele Gründe: "Die Silbermedaille im Endklassement bedeutet den zwölften Platz in der (inoffiziellen) Weltrangliste, so hoch war ein U20-Team seit 2009 nicht mehr klassiert. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die 97er-Generation ist die talentierteste seit Jahren, schaffte im letzten Jahr auch den Aufstieg in die zweihöchste WM-Stufe. Zehn Spieler dieses Jahrgangs sind auch im nächsten Jahr noch spielberechtigt, darunter Cracks wie Florian Baltram, Lukas Haudum oder Bernd Wolf.

Doch abgesehen vom Talentlevel dieses Jahrgangs hat sich die Nachwuchsarbeit in Österreich in den letzten Jahren auf ein professionelleres Niveau begeben, sowohl beim Verband als auch in den Vereinen. Sportdirektor Alpo Suhonen und Entwicklunsgleiter Roger Bader führten eine Reihe von Trainingscamps und verstärkte Spielmaßnahmen ein. Das alles wird vor allem durch Sponsor Erste Bank ermöglicht, der sich auch in die Nachwuchsligen einbringt. Von der Einführung der internationalen U18- und U20-Ligen schienen zuerst Ungarn und Slowenen zu profitieren, aber die damit einhergehende Professionalisierung trägt nun auch hierzulande erste Früchte.

Unsere Nachwuchscracks präsentierten sich bei den letzten Turnieren taktisch weit disziplinierter und körperlich besser. Die mangelnde Größe ist weiter ein Problem, aber immerhin ist ein Zuwachs an Muskelmasse bei vielen Spielern zu sehen. Das führt dazu, dass die Teams bei den Turnieren zumindest ihr Potential ausspielen können. Zum WM-Turnier selbst: Das Team präsentierte sich unter Bader als Einheit, er machte auch seine Ansage von vier Triebwerken wahr: Kein Spieler durfte sich über zu wenig Eiszeit beklagen."