Österreich mitten im Aufstiegskampf

Zwei Mal zehn Minuten gutes Eishockey genügten dem österreichischen Damennationalteam, um den Verbleib unter den Top 14 der Welt zu sichern. Lettland wurde mit dem 5:2-Sieg eine "Etage" tiefer geschickt.

Österreich fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel und musste einige gute Chancen von Lettland über sich ergehen lassen, ehe das Team so gegen Minute zehn im ersten Spielabschnitt auf einmal aufdrehte und den Gegner buchstäblich an die Wand spielte.

Zwei Mal Denise Altmann und Janine Weber erzielten insgesamt drei Treffer innerhalb von nicht einmal drei Spielminuten. Danach hatte Österreich das vierte Spiel bei der IIHF Weltmeisterschaft Divison IA auch komplett im Griff.

Im Mitteldrittel folgte dann wieder eine schöpferische Pause - in der Defensive wurde nur das Nötigste getan, in der Offensive blieben hochkarätige Chancen ungenützt. Und so kamen die Lettinnen mit zwei Toren plötzlich wieder heran und kämpften um ihre letzte Chance in Sachen Klassenerhalt.

Im Schlussdrittel tat sich das rot-weiß-rote Team dann in den ersten zehn Minuten auch wieder gegen mit letzter Verzweiflung kämpfende Gegenspielerinnen sehr schwer. Bis sie dann ab der Hälfte dieses Abschnitts wieder zu ihrem Spiel fanden und Lettland kaum mehr aus deren Drittel kommen ließen.

Zwei weitere Treffer rückten die Verhältnisse im Spiel wieder gerade - ein Direktschuss von Altmann nach Kantor-Vorlage und das erste WM-Tor von U18-Stürmerin Sophie Volgger, die mit dem Rücken zum gegnerischen Tor stehend zum 5:2 traf. Am Ende bekamen dann auch noch die Spielerinnen aus der vierten Linie ihre Einsatzzeiten und der zweite Turniersieg war geschafft.

"Im ersten und dritten Drittel haben wir gut gespielt, über das zweite sage ich besser nichts...", so das Fazit von Head Coach Christian Yngve. Das unterstrich auch Matchwinnerin Altmann: "Wir haben vor allem mit Fortdauer des ersten Drittels sehr gut spielt, doch aufgrund des schon klar scheinenden Ergebnisses dann plötzlich das Spiel aus der Hand gegeben. Doch im dritten Drittel konnten wir das Spiel wieder an uns reißen!"

Österreich schliesst mit nunmehr sieben Punkten aus vier Spielen zu Tabellenführer Japan auf (allerdings noch ein Spiel weniger) und kann nun aus eigener Kraft eine Medaille holen.

Allerdings wartet zum Turnierabschluss mit den Japanerinnen ein "harter Brocken" auf das rot-weiß-rote Team. Aus fünf Spielen gegen die Asiatinnen gab es bislang noch keinen Punkt (Torverhältnis 2:20).

Dazu ist Japan nach der erfolgreichen Olympiaqualifikation und dem Aufstieg der U18 in die Top Acht in einem absoluten Stimmungshoch. Aber auch wenn der Gegner haushoher Favorit ist und mit einem Sieg gegen Österreich wohl den Aufstieg oder zumindest eine Medaille fixieren könnte - Österreich wird sicher wieder um jeden Zentimeter Eis kämpfen.

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