Erneut Rang vier für die Damen

Die österreichische Damennationalmannschaft musste sich trotz einer guten Leistung gegen Japan mit 2:5 geschlagen geben - damit holen die Japanerinnen Gold und steigen in die Top Acht der Welt auf.

Das Spiel war gerade mal 86 Sekunden alt, als Japan das 1:0 erzielen konnte. Worauf das Team Austria etwas geschockt wirkte und die Asiatinnen weitere Chancen herausspielten.

Doch in Minute acht jubelte Österreich über das 1:1 durch Weber - der Treffer entstand aus dem ersten Torschuss. Nach zwei Powerplay-Toren für Japan stand allerdings ein 3:1 auf der Anzeigetafel. Doch in den Dritteln zwei und drei lieferte das rot-weiß-rote Team dem neuen Champion eine bravouröse Schlacht.

Die Mannschaft von Coach Christian Yngve wollte unbedingt eine Medaille in diesem Turnier und das war auch deutlich zu sehen. Und noch vor der zweiten Drittelpause gelang Janine Weber der verdiente Anschlusstreffer.

Im Schlussabschnitt dann eine Powerplay-Chance für Österreich, doch während diese leider ungenützt blieb, folgte direkt im Anschluss der nächste Rückschlag in Form des 2:4.

Aber auch danach gaben die beherzt kämpfenden Österreicherinnen nicht auf und hatten in diesem Drittel auch mehr Torschüsse als Japan. Knapp zwei Minuten vor dem Ende verließ Torfrau Paula Marchhart zugunsten einer sechsten Feldspielerin das Tor, doch 21 Sekunden vor Schluss dann das endgültige K.o. - ein Empty-Net-Goal für die Asiatinnen bedeutete den 5:2-Endstand.

Dass Österreich diesmal so nah an einem Erfolg gegen Japan war wie noch nie belegt auch die Torschussbilanz, denn 30 Schüsse auf das japanische Tor hat bei dieser WM keine andere Nation geschafft (die Slowakei war mit 21 bereits die Nummer zwei, alle anderen blieben unter 20).

Somit können die Österreicherinnen nach dieser Partie erhobenen Hauptes den Heimweg antreten. Verteidigerin Anna Schneider nach dem Spiel: "Die Partie war heute sehr intensiv und wir haben gekämpft bis zum Schluss. Und gezeigt, dass wir ein ernstzunehmender Gegner sind, der auch in Zukunft von sich hören lassen wird. Wir sind in dieser Gruppe voll dabei und konnten auch gut mithalten!"

"Japan ist sehr stark aus der Kabine gekommen, sie haben das erste Drittel dominiert, aber Österreich hat sich im zweiten Abschnitt zurück gekämpft. Im dritten Drittel ist das Spiel dann auf- und ab gegangen, wir haben sehr stark gespielt. Über das ganze Spiel gesehen war Japan ein bißchen stärker und und auch glücklicher", so das Resümee von Head Coach Christian Yngve. Der hinsichtlich der WM positive Bilanz zieht: "Wir haben ein gutes Turnier gespielt und uns Schritt für Schritt gesteigert. Und wir sind als Mannschaft zusammen gewachsen!"

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