Ganz Finnland hat einen Traum

Im Vorjahr triumphierte Finnland bei der IHF Weltmeisterschaft in der Slowakei. Vor eigenem Publikum will die finnische Mannschaft diesen Goldtraum wiederholen. Die Gegner kommen aber gut vorbereitet zu diesen Titelkämpfen.

Nachdem die IIHF Weltmeisterschaften der unteren Klassen bereits abgehalten wurden und die Aufsteiger in die A-Gruppe mit Österreich und Slowenien feststehen, beginnt am Freitag das Turnier der Top Division in Finnland (Helsinki/Veranstalter) und Schweden (Stockholm/Co-Veranstalter).

16 Teams in zwei Gruppen zu je acht Mannschaften (neuer Modus) kämpfen in Helsinki und Stockholm um den Titel der besten Nationalmannschaft der Welt. Das offizielle Eröffnungsspiel (Spielplan) bestreiten Gastgeber Schweden und Erzrivale Norwegen in Stockholm, das Endspiel wird am 20. Mai in Helsinki ausgetragen.

Finnland, Schweden, Russland und Kanada zählen zu den Favoriten auf Gold. Vor allem die Kanadier wollen ihr schwaches Abschneiden bei den letzten Weltmeisterschaften wieder gut machen und reisen mit drei Olympiasiegern (Duncan Keith, Corey Perry, Ryan Getzlaf) an. Diese drei Kanadier könnten mit einem WM-Titel auch in den "Triple Gold Club" vorstoßen.

Von den beiden Achtergruppen qualifizieren sich die jeweils besten vier Teams für das Viertelfinale, von welchen am 17. Mai zwei in Helsinki und zwei in Stockholm ausgetragen werden. Die Halbfinal-Begegnungen, die ausschließlich in der finnischen Hauptstadt gespielt werden, gehen am 19. Mai über die Bühne. Die beiden letztplatzierten Nationen aus den zwei Achtergruppen steigen in die Division IA ab.

Gemeinsam mit Hauptsponsor Skoda wurde ein eigener "YouTube-Channel" eingerichtet, über den Fans alle Spiele live mitverfolgen und Highlights ansehen können. Ausgeschlossen von diesem Angebot sind Weißrussland, Dänemark, Estland, Kasachstan, Lettland, Litauen, Norwegen, Russland, Schweden, Ukraine und die USA, da in diesen Ländern andere Medienunternehmen die Exklusivrechte halten.

Für den Österreichischen Eishockeyverband ist diese Weltmeisterschaft auch richtungsweisend für die kommende Saison. Nach dem Turnier wird die neue Weltrangliste veröffentlicht, die ausschlaggebend für die Einteilung der Olympia-Qualifikation und die IIHF Weltmeisterschaft 2013 ist.