Stadthalle Villach wird ausgebaut

Die Kärntner Landesregierung wird einem Um- und Ausbau der Stadthalle Villach finanziell unterstützen.

Der EC Panaceo VSV möchte die Villacher Stadthalle modernisieren und so die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Die Heimstätte des Bundesligaklubs soll erneuert und um eine zweite Halle als Trainingshalle erweitert werden. Außerdem wird ein Bundesleistungszentrum für Dameneishockey aufgebaut.

Der Landesanteil zur Finanzierung - 8,1 Millionen Euro als maximaler Fixbetrag, wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) betonte - wird am Dienstag in der Landesregierung beschlossen. Insgesamt sind für das Projekt 23,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt werde mit der erhofften Bundesbeteiligung knapp zehn Millionen Euro zahlen, entsprechende Gespräche gebe es, sagte Bürgermeister Günter Albel (SPÖ).

Mit dem Beschluss des Österreichischen Eishockeyverbandes, den Standort des Dameneishockey-Bundesleistungszentrums an Villach zu vergeben, soll auch der Damen-Nationalteamstützpunkt, in Form eines Akademiestandortes für die U16-, U18- und A-Nationalteams umgesetzt werden. Um den Anforderungen der Frauenteams gerecht zu werden, wird es für die Damen eigene Kabinen, Trainerräume, Arbeitsräume geben – in für Nationalteamcamps und -turniere passender Größe.

Die Nutzung der oben beschriebenen Athletik- und Skills-Bereiche inklusive Video-Anlage für Video-Analysen sowie der Schulungsräume (Multifunktionsraum im Westteil) ist hierfür selbstverständlich vorgesehen. ÖEHV und KEHV beziehen nach der Fertigstellung eigene Büroräumlichkeiten – welche speziell für die Organisation der Akademie und des Nachwuchsbetriebes notwendig sind.

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser, Sportreferent: "Was lange währt, wird schließlich gut. Es freut mich als Sportreferent und als Eishockeyfan ganz besonders, dass wir nach vielen Gesprächen und langen Verhandlungen heute die für Villach und für das Sportland Kärnten wichtige Erweiterung der Eishallen-Infrastruktur unter Dach und Fach bringen können. Mit dem Beschluss zum Bau einer zweiten Eishalle und der Sanierung der Bestehenden setzen wir seitens des Landes einmal mehr ein sportliches Ausrufezeichen. Besonders erfreulich ist, dass nach langen Verhandlungen mit der Realisierung im Zuge der Errichtung eines Bundesleistungszentrums für Dameneishockey neben dem KAC nun auch der VSV für seine jahrzehntelangen herausragenden Bemühungen eine verdiente Würdigung erhält. Kärnten hat mit KAC und VSV als einziges Bundesland zwei Bundesliga-Traditionsvereine, wir sind quasi das österreichische Mutter-Bundesland des Eishockeys. Von der neuen Eishalle werden nicht nur der VSV mit seiner Kampf- und den vielen Nachwuchsmannschaften, und nicht nur Eishockeyspielerinnen aus Kärnten und ganz Österreich, sondern auch Eisstocksportler und Eiskunstläuferinnen profitieren."

OEHV-Präsident Mag. Gernot Mittendorfer: "Im Präsidium des Österreichischen Eishockeyverbandes haben wir uns darauf geeinigt, die Errichtung des
Bundesleistungszentrums der Damen in Villach zu unterstützen. Villach bietet die besten Voraussetzungen für einen langfristigen und nachhaltigen Aufbau eines Damenleistungszentrums. Wesentliche Vorteile dieses Standortes sind der hohe Stellenwert des Eishockeysports in Kärnten, die zentrale Lage und die guten Möglichkeiten für eine duale Ausbildung der Mädchen. Die Tatsache, dass sowohl die Betreiber der Villacher Stadthalle als auch die Villacher Stadtregierung hundertprozentig hinter dem Projekt stehen, sehen wir als entscheidende Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit. Das neue Bundesleistungszentrum wird nicht nur unseren Mädchen ein professionelles Umfeld für einen erfolgreichen Karriereaufbau bieten, sondern auch dem gesamten Eishockeysport positive Entwicklungsimpulse geben."

KEHV-Vizepräsident MMag. Michael Kummerer: "Der KEHV hat eine intakte Struktur für das Dameneishockey in Kärnten geschaffen. Wir sind das einzige Bundesland, welches Meisterschaften von den unteren bis in die höchste Liga bedient, aus den zahlreichen erfolgreichen Damenmannschaften werden regelmäßig Spielerinnen in die Nationalteams einberufen. Um international bestehen zu können und die Weiterentwicklung im Damenbereich zu gewährleisten, sind Bundesleistungszentrum und eine zweite Eisfläche eine essentielle Notwendigkeit."