Lehrreiches Turnier in Polen

Die österreichische Nationalmannschaft im Ice Sledge Hockey bestritt am vergangenen Wochenende ein Turnier in Polen und belegte den sechsten Rang.

Bereits vor Beginn des Turniers in Elblag/Polen ereilte die österreichische Nationalmannschaft im Ice Sledge Hockey das Verletzungspech: Jürgen Haindl (gebrochener Zeigefinger) und Markus Krejcik (ausgekegelter Mittelfinger) fielen noch vor dem ersten Turniertag verletzt aus.

Damit war die österreichische Offensivkraft maßgeblich eingeschränkt und Haindl als Flügelflitzer fehlte bei den Angriffen merklich. Das erste Spiel gegen Gastgeber Polen ging zwar mit 0:2 verloren, allerdings war der zweite Treffer sehr kurios, da der Schiedsrichter zuvor das Spiel bereits unterbrochen hatte.

Das 0:11 gegen die Profispieler aus Russland war für die österreichischen Amateure vorhersehbar, denn auch alle anderen Turnierteilnehmer verloren gegen die Russen in ähnlichem Ausmaß.

Mit Spannung wurde das dritte Turnierspiel gegen die Slowakei erwartet, gab es doch bei vier Aufeinandertreffen bisher auch zwei österreichische Siege. Dieses Spiel war durch wechselseitige Angriffe gekennzeichnet, jedoch hatten die Slowaken beim Abschluss das Glück auf ihrer Seite und gewannen mit 2:0.

Auch gegen das zweitstärkste Team dieses Turniers, die Bremen Pirates aus Deutschland, verlor die ersatzgeschwächte österreichische Mannschaft mit 0:7. Immerhin ist Deutschland eine A-Nation und Österreich als Neuling in dieser Sportart eine C-Nation.

Gegen die Finnen aus Helsinki konnte Österreich sehr viele gute Torchancen nicht nutzen und dieses Spiel endete 0:0. Finnland ist so wie Österreich eine C-Nation und neu in dieser Sportart. Ende Jänner 2015 wird gegen Finnland eine "Best-of-Three"-Serie um einen Platz bei der B-Weltmeisterschaft bestritten.

Das letzte Spiel um den fünften Turnierplatz gegen Polen endete so wie das erste Spiel mit 0:2. Die Österreicher konnten auch hier die guten Torchancen nicht nutzen und belegten schlussendlich den sechsten Rang.

"Unser Team zeichnete sich durch Einsatz und Kampfgeist bei diesen Turnier aus. Wichtig war auch gegen A-Nationen zu spielen, um zu sehen, wo wir Schwächen haben und in welchen Bereichen verstärkt gearbeitet werden muss. Unser Teamchef sieht als wichtigsten Ansatzpunkt die Trainingsarbeit in den Vereinen und speziell hier werden Schwerpunkte für die Trainingseinheiten vorgeschlagen", lautete das Resümee der Abteilung Ice Sledge Hockey des ÖEHV.

Schiedsrichter Peter Gotthardt hatte bei diesem Turnier in Polen ebenfalls einen großen Auftritt. Am ersten Turniertag leitete der Steirer insgesamt sechs Spiele hintereinander. Für diese ausgezeichnete Referee-Leistung, die auch sportlich einiges abverlangte, erhielt Gotthardt vom Veranstalter großes Lob.