So wird man Eishockey-Profi

Eine Karriere im Eishockey ist der Traum von vielen.

Bekannt und anerkannt sein, hohe Gehälter und sportliche Erfolge. Doch nur die wenigsten schaffen es bis in diese Sphären. Talentiert sind einige, doch dazu kommen muss eine unbändige Disziplin. Nur dann kann der Sprung aus den Amateuren in eine Profimannschaft gelingen. Und selbst wenn das vollbracht ist - der Stammplatz im Kader ist dann noch lange nicht sicher. Zusätzlich können Verletzungen einen Spieler erheblich zurückwerfen. Es gehört also auch eine gehörige Portion Glück dazu, will sich jemand als Eishockey-Profi ins Rampenlicht spielen. Doch unmöglich ist nichts. Jedoch sollte man bereits in jungen Jahren mit dem Sport beginnen und dann sehr regelmäßig trainieren. 

Besondere Förderung für Talente

Wer als Talent besondere Förderung erhält und einen guten Trainer und Mentor hat, hat es leichter. Schulische Verpflichtungen lassen sich auf dem Weg nicht vermeiden, hier ist es sinnvoll, wenn gute Rahmenbedingungen für Sportler den Trainingsalltag erleichtern. Beispielsweise durch den Besuch eines Sportgymnasiums kann dies möglich sein. Trotz allem kommt es auch auf das Glück an, wenn eine Karriere als Eishockey-Sportler klappen soll. Ist der Scout ausgerechnet bei dem Spiel vor Ort, in dem so gar nichts gelingen will - oder beobachtet er eine Partie, in der ein junges Talent sich in den Rausch spielt? 

Dass ein aufmerksam gewordener Scout dann sofort einen Profivertrag unterzeichnen will ist aber eher selten. Meist rücken die Spieler in ihrer Mannschaft im Verein in den Profikader auf bzw. wechseln regional zu einem Verein, der bereits in einer Liga aktiv ist. Dort müssen sie dann weiterhin auf ihre Aufstiegschancen hoffen, fleißig trainineren und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Die Nominierung für eine Nationalmannschaft kann die Karriere voranbringen, in den Junior-Auswahlen treffen sich regelmäßig die Nachwuchstalente aus dem Eishockey. Hier haben die jungen Talente auch die Möglichkeit, von anderen Spielern und befähigten Trainern noch mehr zu lernen, Erfahrung zu sammeln und auf internationalem Parkett auf sich aufmerksam zu machen. Doch leider wird nicht jeder Spieler, der es in eine Junioren-Auswahl geschafft hat, den Aufstieg in die Profikarriere schaffen.

Leistungsdruck und Rampenlicht

Dafür gibt es sicherlich unterschiedliche Gründe. Nicht jedes Talent möchte dann tatsächlich als Profisportler dem Eishockey-Sport nachgehen. Zu groß ist die geforderte Disziplin, die Angst vor Verletzungen, der volle Terminkalender und der anstrengende von Reisen geprägte Zeitplan. Teilweise kann die Karriere eines Eishockey-Spielers schon in jungen Jahren zuende sein, wenn eine Verletzung sehr unglücklich verläuft. Mit dem Leistungsdruck kommt ebenfalls nicht jeder Spieler klar, zudem Profispieler sich nicht nur vor ihren eigenen Ansprüchen rechtfertigen müssen, sondern gelegentlich auch bei Trainern und der Öffentlichkeit in der Kritik stehen. Wer als Profisportler erfolgreich sein will, muss eine außergewöhnlich große mentale Stärke mitbringen. 

Für wen eine aktive Karriere nicht in Frage kommt, der kann sich auch anderwertig in der Sportart Eishockey engagieren. Bei den Amateuren können Sportler und Sportlerinnen im Verein ohne großen Wettbewerbsdruck und Leistungsansprüche dem Sport nachgehen. Auch als Fanbeauftrager oder Schiedsrichter kann man sich unentbehrlich machen. Die Heimspiele der eigenen Mannschaft im Stadion oder vor dem Fernsehen verfolgen, dabei die Eishockey-Quoten einfach vergleichen und mitfiebern - so hat man auch ohne die aktive Karriere im Eishockey Spaß an diesem Sport.